Brandschutzbeauftragter

Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten gemäß vfdb-Richtlinie 12/09-01

Der Brandschutzbeauftragte hat im Betrieb eine entscheidende Funktion: Er berät und unterstützt den Arbeitgeber in Brandschutzfragen, kontrolliert die Einhaltung von Brandschutzvorschriften und beurteilt Brandgefährdungen. Brandschutzbeauftragte benötigen daher eine fundierte Ausbildung, um ihrer verantwortungsvollen Aufgabe gerecht zu werden.

Die TÜV SÜD Akademie ist mit jährlich mehr als 500 Teilnehmern führend bei der Ausbildung von Brandschutzbeauftragten. Die Durchführungsquote unserer bundesweiten Lehrgänge zum Brandschutzbeauftragten liegt bei über 90 %. Die Ausbildung nach vfdb-Richtlinie 12/09-01 bieten wir jetzt neu in zwei verschiedenen Lernformaten an: Präsenz Training und Blended Training.

Informieren Sie sich hier näher über die Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten und finden Sie Antwort auf häufig gestellte Fragen

FAQ | Häufig gestellte Fragen

Sie haben Fragen rund um die Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten?
Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen.
Grundsätzlich ist jeder, der mindestens eine abgeschlossene Berufsausbildung hat, für die Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten geeignet. Zudem sollten Sie für die Ausbildung
  • über ein angemessenes technisches Verständnis verfügen
  • eine ausreichende Kommunikationsstärke haben und
  • über eine hohe Zuverlässigkeit verfügen.
Für die Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten ist es außerdem nützlich, wenn Sie für Ihr Unternehmen über gewerbe- und branchenspezifischen Kenntnisse verfügen und Ihnen die betrieblichen Abläufe und Gefahren bekannt sind.
Zu den wichtigsten Aufgaben von Brandschutzbeauftragten zählen u.a.:
  • Erstellen / Fortschreiben der Brandschutzordnung
  • Mitwirken bei der Beurteilung der Brandgefährdung an Arbeitsplätzen
  • Beraten bei feuergefährlichen Arbeitsverfahren und Einsatz brennbarer Arbeitsstoffe
  • Mitwirken bei der Ermittlung von Brand- und Explosionsgefahren
  • Mitwirken bei der Ausarbeitung von Betriebsanweisungen, soweit sie den Brandschutz betreffen
  • Mitwirken bei baulichen, technischen und organisatorischen Maßnahmen, soweit sie den Brandschutz betreffen
  • Mitwirken bei der Umsetzung behördlicher Anordnungen und bei Anforderungen des Feuerversicherers, soweit sie den Brandschutz betreffen
  • Mitwirken bei der Einhaltung von Brandschutzbestimmungen bei Neu-, Um- und Erweiterungsbauten, Nutzungsänderungen, Anmietungen und Beschaffungen
  • Beraten bei der Ausstattung der Arbeitsstätten mit Feuerlöscheinrichtungen und Auswahl der Löschmittel
  • Mitwirken bei der Umsetzung des Brandschutzkonzeptes
  • Melden von Mängeln und Maßnahmen zu deren Beseitigung vorschlagen und die Mängelbeseitigung überwachen
  • Unterstützen der Führungskräfte bei den regelmäßigen Unterweisungen der Beschäftigten im Brandschutz
  • Kontrollieren der Sicherheitskennzeichnungen für Brandschutzeinrichtungen und für die Flucht- und Rettungswege
  • Überwachen der Benutzbarkeit von Flucht- und Rettungswegen
  • Organisation der Prüfung und Wartung von brandschutztechnischen Einrichtungen
Eine vollständige Aufzählung aller relevanten Tätigkeiten finden Sie auch in der Checkliste "Aufgaben des Brandschutzbeauftragten". Die Aufgaben des Brandschutzbeauftragten sind in der Bestellung des Brandschutzbeauftragten im Unternehmen festzulegen.


Die Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten umfasst gemäß DGUV-I 205-003 / VdS 3111 / vfdb-Richtlinie 12/09-01 mindestens 64 Unterrichtseinheiten à 45 min. Die Dauer der Abschlussprüfungen ist in den 64 Unterrichtseinheiten enthalten.
Die Abschlussprüfung besteht aus einer schriftlichen Multiple Choice Prüfung (90 Minuten) und einer mündlichen Prüfung zu einem Fallbeispiel, die in Kleingruppen von ca. 3 Personen zu absolvieren ist.
Nach Kapitel 6 der DGUV Information 205-003, vfdb 12/09-01 oder VdS 3111 ist für den Brandschutzbeauftragten eine regelmäßige Fortbildung notwendig und zur qualifizierten Aufgabenbewältigung erforderlich. Fortbildungsveranstaltungen sind innerhalb von drei Jahren mit mindestens 16 UE à 45 Minuten zu besuchen. Die Teilnahme ist zu dokumentieren und muss auf Nachfrage von Behörden, Brandschutzdienststellen, Versicherungen etc. nachgewiesen werden können. Ist dies gewährleistet, ist das Zertifikat weiter gültig. Liegt die Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten länger als fünf Jahre zurück und/oder kann eine berufliche Tätigkeit oder eine Fortbildung als Brandschutzbeauftragter nicht belegt werden, ist die Teilnahme an einer Ausbildung im Sinne dieser DGUV Information erforderlich.
Fortbildungsveranstaltungen sind innerhalb von drei Jahren mit mindestens 16 UE à 45 Minuten zu besuchen. Dazu zählen alle Brandschutzschulungen der TÜV SÜD Akademie, ggf. auch Herstellerschulungen, Tagungen und Kongresse mit eindeutigem fachlichen Bezug und Nachweisdokument über Teilnahme und Umfang.
Hier finden Sie eine Übersicht geeigneter Fortbildungsseminare bei der TÜV SÜD Akademie.
Blended Training, bestehend aus
  • 4 Tage Präsenz Training an einem unserer Schulungsstandorte
  • 48 Stunden (entspricht ~24 UE Selbststudium)* Online Training (Selbstlernphase mit Lernerfolgskontrollen)
  • 1 Tag Prüfungsvorbereitung, schriftliche und mündliche Abschlussprüfung (Virtuelles Klassenzimmer)
* der Aufgabenumfang bildet den Lehrstoff von 3 Unterrichtstagen ab, die von den Teilnehmern zeitlich flexibel absolviert werden können.

Präsenz-Training, bestehend aus
  • 4 Tage Präsenz Training Teil 1 an einem unserer Schulungsstandorte
  • 4 Tage Präsenz Training Teil 2 an einem unserer Schulungsstandorte, inkl. Prüfung
Wenn Sie Ihre Lernphasen flexibel gestalten möchten, ist unser Blended Training das richtige für Sie: Hier können Sie sich im Präsenzteil mit anderen Kursteilnehmern austauschen und haben zusätzlich Selbstlernphasen, die Sie örtlich und zeitlich flexibel absolvieren können. Ein eigener (oder beim Arbeitgeber zugänglicher) PC, Laptop etc. mit Internetzugang ist Voraussetzung.

Wenn Sie durchgängig von unseren Trainern durch die Ausbildung geführt werden möchten, ist unser Präsenz Training das richtige für Sie: Hier genießen Sie umfassende Betreuung und einen intensiven Austausch mit Trainern und Teilnehmern vor Ort an einem unserer Schulungsorte im gesamten Bundesgebiet.

Nein, laut vfdb-Richtlinie 12/09-01, VdS 3111 und DGUV 205-003 (Ausgabe 2020) ist eine Ausbildung von mindestens 64 UE erforderlich. Wenn erforderliche Kompetenzen bereits nachgewiesen werden können, ist eine Einzelfallprüfung der TÜV SÜD Akademie für die Zulassung zum Teil 2 erforderlich.

Nein, in der aktuellen DGUV Information 205-003:2020 (vfdb 12/09-01 / VdS 3111) ist das nicht vorgesehen. Ausnahmen für Fachplaner oder Sachverständige bedürfen einer Einzelfallprüfung durch die TÜV SÜD Akademie.

Anbieter, die weniger als 64 UE anbieten, sind nicht konform zu den in Deutschland allgemein anerkannten Richtlinien. In einzelnen Fällen scheint das Angebot auch nur auf den ersten Blick kürzer zu sein. Es kann sein, dass die Ausbildung anders aufgebaut ist (mehr Unterrichtsstunden am Tag, anderer Modulaufbau usw.). Hier lohnt es sich genau zu vergleichen.
Das würde bei gleicher Modullänge zwar die Stundenzahl ergeben, ist aber unter Umständen auf die Inhalte der Teile bezogen nicht kompatibel. Wenn Sie Teil 2 bei uns absolvieren möchten, den Teil 1 aber bei einem anderen Anbieter gemacht haben, sollten Sie das berücksichtigen. Ebenso ist es nicht empfehlenswert, Teil 1 bei uns und Teil 2 bei einem anderen Anbieter zu absolvieren. Wichtiger Hinweis: Die Inhalte der Prüfung entsprechen den Inhalten unserer Ausbildung aus Teil 1 UND Teil 2.
Ein Brandschutzbeauftragter darf auch Brandschutzhelfer ausbilden, wenn er die fachlichen und didaktischen Voraussetzungen dafür besitzt. Eine externe Lehrtätigkeit hat ggf. haftungsrechtliche und steuerrechtliche Konsequenzen, die vorher bedacht werden müssen.

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