FAQs zu Kreislaufwirtschaft und Kreislaufwirtschaft Weiterbildung
Kreislaufwirtschaft beschreibt ein Wirtschaftsmodell, bei dem Produkte, Materialien und Ressourcen möglichst lange im Wertschöpfungskreislauf gehalten werden. Die Ziele sind Ressourcenverbrauch zu minimieren, Abfälle zu vermeiden und die Wertschöpfung zu maximieren.
Der aktuelle EU-Aktionsplan wurde im Rahmen des Green Deal 2020 erstellt und fördert nachhaltige Produkte, digitale Produktpässe und transparente Lieferketten. Er stärkt die Reparatur und Wiederverwendung von Produkten und setzt auf höhere Recyclingquoten sowie Materialeffizienz.
Das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) ist das zentrale deutsche Gesetz zur Abfallvermeidung und Ressourcenschonung und betrifft nahezu alle Unternehmen. Das Gesetz trat am 1. Juni 2012 in Deutschland in Kraft. Es ersetzte damals das frühere Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz (KrW-/AbfG). 2020 wurde das KrWG umfassend novelliert, um neue EU-Vorgaben aus der Abfallrahmenrichtlinie umzusetzen.
Kreislaufwirtschaft gewinnt branchenübergreifend an Bedeutung. Besonders im Fokus stehen die Automobil- und Batterieindustrie, die Bauwirtschaft, Elektronik und IT, die Lebensmittelindustrie, der Maschinen- und Anlagenbau, die Textilindustrie sowie die Verpackungsindustrie.
Unternehmen, die Kreislaufwirtschaft strategisch umsetzen, profitieren von Kostensenkungen, resilienteren Lieferketten und einem Innovationsvorsprung. Gleichzeitig stärkt die nachhaltige Ausrichtung die Marktpositionierung und macht das Unternehmen zukunftsfähig.
Design for Circularity bedeutet, Produkte so zu gestalten, dass sie langlebig, reparierbar, recyclingfähig und ressourceneffizient sind. Unternehmen, die diese Prinzipien umsetzen, profitieren nicht nur ökologisch, sondern verschaffen sich auch einen Wettbewerbs- und Innovationsvorteil.
Ein Circular Economy Manager arbeitet abteilungsübergreifend – unter anderem in Forschung & Entwicklung, Produktion, Einkauf, Qualitätsmanagement, Supply Chain und Nachhaltigkeitsmanagement – und entwickelt Strategien zur Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft. Er fördert Reparatur, Wiederverwendung und Recycling, sorgt für nachhaltige Lieferketten und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben.
Ein Circular Economy Manager wird in der Regel über ein Studium und/oder berufliche Weiterbildung im Bereich Nachhaltigkeit, Umweltmanagement, Wirtschaftsingenieurwesen, Betriebswirtschaft oder Ingenieurwissenschaften ausgebildet und anschließend durch spezialisierte Weiterbildungen oder Zertifikatsprogramme zur Kreislaufwirtschaft qualifiziert.
Erforderliche Vorkenntnisse sind meist Grundlagen in Nachhaltigkeitsmanagement, betriebswirtschaftliche Kenntnisse, Verständnis von Produktions- und Materialprozessen sowie Wissen zu Umwelt- und Ressourcenthemen; zusätzlich sind analytische Fähigkeiten und Projektmanagementkompetenzen wichtig.

