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Presse und Medien

29. April 2021

Mit Rad und Auto – Tempo 130 als Limit

Längere Tageszeiten und wärmere Temperaturen locken wieder zu individuellen Streifzügen mit dem Rad. Oftmals steht zuvor eine Autofahrt zum Ausflugsort an. Entsprechend wird das Rad auf dem Autodach oder -heck transportiert. Um sicher ans Ziel zu kommen, müssen vor der Fahrt jedoch einige wichtige Punkte beachtet werden, legt Eberhard Lang von TÜV SÜD Ausflüglern ans Herz. Welcher Trägertyp für das eigene Auto geeignet ist, bestimmen überwiegend die Kfz-Hersteller. Deshalb sollte man sich beim Autohersteller nach den Empfehlungen erkundigen. Über Sicherheitsaspekte informieren Verbraucherschutzorganisationen oder Sachverständigenorganisationen wie etwa TÜV SÜD.

Fahrradträger werden entweder an entsprechenden Grundträgern auf dem Pkw-Dach, dem Fahrzeugheck oder an einer Anhängerkupplung befestigt. „Alle Fahrradträger-Systeme haben Vor- und auch Nachteile“, gibt Lang zu bedenken. Träger, die die Anhängerkupplung nutzen, lassen sich falten, kompakt lagern und abklappen, damit der Kofferraum zugänglich ist. Besonders gut eignen sie sich für schwere Fahrräder und Pedelecs. Um die Räder auf den Träger zu befördern, müssen diese nur etwas angehoben werden. Will man sein Rad häufiger transportieren, ist der zumeist teurere Kupplungsträger erfahrungsgemäß die bessere Wahl. „Wählen Sie einen Dachträger, wenn Sie nur gelegentlich Ihre Fahrräder mit dem Auto transportieren wollen, beispielsweise im Urlaub. Für einen häufigen Auf- und Abbau der Räder sind die Modelle dagegen doch eher zu umständlich. Egal, ob Dach-/Heckträger oder Kupplungsträger, bei den renommierten Herstellern sitzen die Räder in beiden Typen ähnlich stabil“, schildert der TÜV SÜD-Fachmann seine Beobachtungen.

„Generell sollte bei dem Transport von Fahrrädern auf dem Dach/Heck oder auf der Anhängerkupplung die Geschwindigkeit von 130 Kilometer pro Stunde (km/h) eingehalten werden“, rät der TÜV SÜD-Fachmann: „Auch hilft ein Warnaufkleber im Cockpit, vor Tunneln oder Brücken daran zu erinnern, dass sich die Durchfahrtshöhe des Fahrzeuges um fast das Doppelte verändert hat.“ Darüber hinaus sollten schnelle, ruckartige Fahrmanöver vermieden werden, um die Fuhre nicht ins Schlingern zu bringen. Beim Rückwärtsfahren ist zu beachten, dass das Auto mit dem Träger am Heck länger ist als gewohnt und dass die Parkassistenzsysteme möglicherweise nicht einwandfrei funktionieren. Schließlich empfiehlt es sich, einige Kilometer nach Fahrtbeginn zu überprüfen, ob alles sitzt, nicht nur beim Träger, sondern auch am Rad.

Bevor das verstaut wird, muss sichergestellt werden, dass das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs nicht überschritten wird. Der Fahrzeugschein enthält alle erforderlichen Angaben. Wichtig für den Dachgepäckträger ist die zulässige Dachlast. „Grundsätzlich muss die maximale Zuladung des Fahrzeugs beachtet werden“, betont Lang.

Beim Anbringen des Gepäckträgers ist die Montageanleitung zu beachten. Die Bauteile müssen fest am Auto angebracht sein, die Fahrräder so verzurrt, dass sie dem Fahrtwind und der Fahrdynamik standhalten. Der Fahrer ist dazu verpflichtet und kann im Schadenfall haftbar gemacht werden. Hersteller und Händler haften bei unsachgemäßem Gebrauch und unsachgemäßer Montage nicht für Schäden an Personen oder Sachen.

Durch das Fahren mit einem Fahrradträger werden die Fahreigenschaft deutlich beeinflusst. „Passen Sie deshalb Ihre Geschwindigkeit an und fahren Sie nicht schneller als 130 Kilometer pro Stunde (km/h)“, rät Lang.

Wer einen Gepäckträger kaufen möchte, sollte auf das GS-Zeichen achten. Es sagt aus, dass alle sicherheitstechnischen Anforderungen und Normen des Gepäckträgers eingehalten sind. Das betrifft die Beständigkeit des Materials, den Ausschluss von Schadstoffen, aber auch die Vollständigkeit der Bedienungsanleitung und dauerhaft lesbare Kennzeichnungen. „Im Gegensatz zu ungeprüfter Ware kann der Käufer sicher sein, dass sich keine Quetsch- und Scherstellen am Produkt befinden“, erläutert der TÜV SÜD-Fachmann: „Das ist gerade bei der Montage der oft ausladenden Bauteile wichtig.“

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Pressekontakt: Vincenzo Lucá

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