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Häufige Fragen und Probleme - Einfache Druckbehälter

Was Hersteller und Betreiber in der Praxis beschäftigt

Welche Prüffristen gelten in Deutschland bei Einfachen Druckbehältern?

Für die wiederkehrenden Prüfungen der einfachen Druckbehälter nach EG-Richtlinie 2009/105 gilt § 15 Absatz 9 der Betriebssicherheitsverordnung. Demnach ist es durchaus möglich, die Höchstfristen von 5 bzw. 10 Jahren zu vergeben. 

Abgesehen von Ausnahmen (besonderen Bedingungen, z.B. ungünstiger Einbau, Lastwechselbeanspruchung, Auftreten von Zusatzbelastungen) wurde seit Inkrafttreten der Betriebssicherheitsverordnung in den meisten Fällen die Höchstfrist vom Betreiber ermittelt und von der ZÜS auch zugestimmt. 

Das liegt daran, dass die Behälter zumeist innerhalb der in der Betriebsanleitung genannten Höchstgrenzen betrieben werden und die Auslegung und Herstellung im Regelfall unter Anwendung von Regelwerken erfolgt, die für die einfachen Druckbehälter den Stand der Technik darstellen (z.B. das AD-Regelwerk und EN 286).

Liegen besondere Einbau- oder Betriebsbedingungen vor, muss in Einzelfall entschieden werden. Der Betreiber muss gegebenenfalls beim Hersteller des Behälters einen Nachweis der Eignung des Behälters für die besonderen Einsatzbedingungen anfordern.

 

Möglichkeiten zur Prüfung einer Baugruppe für einfache Druckbehälter

Bis zu einem Behälter - Produkt P x V = 1000 bar x Liter, gibt es für die Baugruppenabnahme zwei Möglichkeiten: 

1. Abnahme nach Betriebssicherheitsverordnung Anhang 5 Nr. 25 durch Zugelassene Überwachungsstelle ZÜS  (TÜV) mit Registrierung als ZUA-Baumuster bei der Berufsgenossenschaft; Verfahrensweise und Registrierung - ist über Zentrale Zertifizierstelle TÜV SÜD möglich!
Eine Prüfung der Aufstellung mit Baugruppenabnahme vor Inbetriebnahme durch die ZÜS gemäß Betriebssicherheitsverordnung entfällt dann in Deutschland.

 

2. Baumusterprüfung nach Druckgeräterichtlinie kann vor Ort durch die Benannte Stelle gemacht werden, da der einfache Druckbehälter bereits geprüft ist und mit dem CE-Kennzeichen gekennzeichnet ist. Im Rahmen der Baugruppenprüfung sind die einzelnen Komponenten zu bewerten. Eine Prüfung vor Inbetriebnahme der Anlage durch die ZÜS ist in Deutschland trotzdem erforderlich, da für den Betrieb der Baugruppe die Betriebssicherheitsverordnung gilt und nicht die Druckgeräterichtlinie. Für andere Länder sind die nationalen Vorschriften zu beachten.

 

Dürfen Klebeschilder als Fabrikschild für Druckgeräte verwendet werden? Welche Anforderungen gibt es?

Welche Anforderungen und Versuche maßgebend sind, kann aus der Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU - Leitlinie H/17 (Kennzeichnung und Etikettierung auf einem Aufkleber) und der Richtlinie 2009/105/EG für einfache Druckbehälter abgeleitet werden. Anforderungen sind zum Beispiel: 

  • Ausreichende Beständigkeit gegen alle möglichen Einflüsse, wie Salzwasser, Säuren, Laugen, Dieselöl, Benzin, Reinigungsmittel
  • Ausreichend lange Beständigkeit: Das Klebekennzeichnungsschild muss während der voraussichtlichen Lebensdauer des Behälters lesbar bleiben, auch unter Einfluss hoher oder tiefer Temperaturen, von Sonnen- und UV-Strahlung und Chemikalien
  • Das Schild muss ausreichend abriebfest sein, damit es nicht von Sand oder Schmutz unlesbar gemacht werden kann
  • Das Schild muss allen Beanspruchungen während der Fertigung (Lackieren, Trocknen usw.) sicher standhalten und muss danach noch die ausreichende Beständigkeit haben
  • Das Schild ist nicht leicht abnehmbar - es darf nur mit einem Werkzeug (Schaber, Messer) abgekratzt werden können
  • Das Schild wird beim Versuch, es zu entfernen, vollständig zerstört. Es können nur sehr kleine Stücke gelöst werden, danach ist das Schild nicht mehr verwendbar
  • Der Hersteller hat alle organisatorischen Maßnahmen getroffen, um eine missbräuchliche Verwendung oder einen Irrtum auszuschließen. So werden die Schilder erst unmittelbar vor dem Aufkleben beschriftet

 

Zertifizierung von einfachen Druckbehältern für Luft und Stickstoff nach Druckgeräterichtlinie

Hauptkriterium für die Einstufung als einfache Druckbehälter ist z.B. die serienmäßige Herstellung. Das bedeutet, nach Druckgeräterichtlinie können diese einfachen Druckbehälter nur nach Modul G, B+F und B1+F zertifiziert werden. Durch die Einzelfertigung / Einzelabnahme sind sie keine einfachen Druckbehälter mehr. Alle anderen Module, wie Baumuster- oder QS-Module, auch A und A1 sind nicht möglich. Hauptmerkmale für einfache Druckbehälter: siehe Richtlinie 2009/105/EG, Artikel 1.

Ölabscheider (für Luft / Stickstoff / Öl in Schwebeteilen) sind auch einfache Druckbehälter.


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