Wählen Sie ein anderes Land, um sich über die Services vor Ort zu informieren

//Land auswählen

Häufige Fragen und Probleme - Rohrleitungen

Was Hersteller und Betreiber in der Praxis beschäftigt

Prüfpflicht von Stickstoff-Rohrleitungen

Gemäß Art. 4 der Richtlinie 2014/68/EU werden Rohrleitungen von Gasen der Fluide der Gruppe 2, wenn deren Nennweite größer als 32 und das Produkt PS & DN größer als 1000 bar ist (Anhang II, Diagramm 7), prüfpflichtig. Wie ist die genaue Vorgehensweise, beispielsweise bei einer Rohrleitung für Stickstoff (DN100, 15 bar)?

Es muss zwischen Herstellung und Betrieb unterschieden werden. Im Rahmen der Herstellung ist die Rohrleitung für Stickstoff nach Druckgeräterichtlinie, Anhang II, Diagramm 7 einzustufen und ggf. mit CE-Kennzeichen und Prüfung unter entsprechendem Modul zu behandeln.

Nach der Betriebssicherheitsverordnung ist diese Rohrleitung nicht überwachungspflichtig, da sie nicht giftig, ätzend oder brennbar ist (siehe Anhang 2,  Abschnitt 42.1 d).

 

Einstufung von Prallschutz / Abscheider

Als Komponente einer Rohrleitung ist ein Prallschutz / Abscheider (Anschlußtopf) installiert. Es handelt es sich um einen Durchleitebetrieb und nicht um einen Speicher. Ist eine Einstufung als Rohrleitungskomponente nach Druckgeräterichtlinie korrekt?

Die Einstufung des Druckgeräts wird grundsätzlich vom Hersteller selbst vorgenommen. Zur Unterstützung kann er die Benannte Stelle zu Rate ziehen. Die Entscheidung trifft und trägt jedoch immer der Hersteller auf Basis der ihm zu Verfügung gestellten Fachinformationen. 

Dem Hersteller sollten folgende Aspekte bekannt sein, damit er eine Entscheidung treffen kann: 

  1. Die Definition in der Richtlinie (Rohrleitung) ist verbindlich
  2. Die Hilfestellung in den Leitlinien (z.B. A/09) ist als Erkenntnisquelle sehr hilfreich
  3. Der Hersteller sollte auf umfassende Rechtssicherheit zielen, damit er bei der anschließenden PVI (in Deutschland) keine Rückfragen der ZÜS beantworten muss und ggf. die Inbetriebnahme einer Anlage gefährdet oder Schadensersatz leisten muss
  4. Ein CE-Kennzeichen kann in diesem Anwendungsfall ein Vorteil gegenüber dem Wettbewerb darstellen (höherer Marktpreis für den Hersteller realisierbar)
  5. Der Aufwand für Entwurfsprüfung, Bauprüfung, Schluss- und Druckprüfung ist für ein Gerät dieser Größe vermutlich nicht so groß, dass sich eine intensive Diskussion um das CE-Kennzeichen lohnt

 

Einstufung von Sammelrohrleitung

Ist ein Dampfverteiler als Druckbehälter oder als Rohrleitung einzustufen und zu behandeln?

Dies ist von Fall zu Fall zu entscheiden und in Abhängigkeit der Nennweitenunterschiede zwischen Grundrohr und den Abzweigen zu betrachten. Je größer dieser Unterschied beispielsweise ist, desto mehr tritt die zusätzliche Funktion (Sammeln, nicht nur die Durchleitung von Fluiden) in den Vordergrund.


Kontakt

Sie benötigen Unterstützung bei der Umsetzung der Druckgeräterichtlinie?

Sie möchten eine Prüfung beauftragen? TÜV SÜD unterstützt Sie gerne.

Unsere Services für:

Druckbehälter     Dampfkessel     Rohrleitungen

 

Wissenswert

Druckgeräte
Software

PED Professional

Die Software zur Druckgeräterichtlinie

Jetzt testen und bestellen

Wie können wir Ihnen helfen?

WORLDWIDE

Germany

German

Global

Americas

Asia

Europe

Middle East and Africa