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TÜV SÜD Korea beteiligt sich am vom Ministerium für Handel, Industrie und Energie durchgeführten Projekt der wasserstoffelektrischen Straßenbahn

TÜV SÜD Korea beteiligt sich am „Demonstrationsprojekt der wasserstoffelektrischen Straßenbahn“, das vom südkoreanischen Ministerium für Handel, Industrie und Energie (MOTIE) durchgeführt wird und dessen Ziel es ist, die automobilorientierte Wasserstoffmobilität auf Bahnen auszuweiten und sich eine Position auf dem globalen umweltfreundlichen Straßenbahnmarkt zu schaffen. Als proaktiver Wegbereiter auf Inlands- und Überseemärkten strebt dieses Projekt den Aufbau von Wasserstofftankstellen für Wasserstoff-Straßenbahnen bis 2022 und den Start der Serienproduktion von Wasserstoff-Straßenbahnen im Jahr 2024 an.

TS_Wasserstoffelektrische Strassenbahn KoreaAm 23. September verkündete das MOTIE den Startschuss für sein Demonstrationsprojekt der wasserstoffelektrischen Straßenbahn mit Investitionen von 42,4 Milliarden KRW (28,2 Milliarden KRW von der Regierung) und einer Laufzeit bis 2023 mit dem Ziel der Produktion von kommerziell nutzbaren Wasserstoff-Straßenbahnen. Das MOTIE beabsichtigt zuerst den Einsatz von Wasserstoffstraßenbahnen mit Kommunalverwaltungen, bei denen neue städtische Bahnprojekte anstehen, wie Ulsan und Dongtan, zu diskutieren und dann die Überseemärkte hauptsächlich in Regionen wie Europa und Südostasien zu entwickeln, in denen ein Bedarf für Straßenbahnen besteht.

Ziel dieses Projekts mit Start im September und einer Laufzeit bis Ende 2023 ist es, Kerntechniken in vier Hauptbereichen einzuführen, um eine Kommerzialisierung der Wasserstoff-Straßenbahn zu erreichen. Das Schienenfahrzeug verfügt über eine Leistung von 380 kW, was vier Wasserstoff-Brennstoffzellen für den Hyundai NEXO (95kW) entspricht.

Hyundai Rotem, ein auf Bahntechnologie spezialisiertes Unternehmen, überwacht die Integration des Wasserstoff-Straßenbahnsystems und dessen Verifizierung. Außerdem sind fünf kleine und mittelständische Hersteller von Bahnbauteilen, wie Maxis (Motoren), Core Chips (Sensoren), Fullohm KD (Bremsen), SJ Steel (Karosserien) und A&M Mecatech (Kühlung), am Projekt beteiligt, die bei der Revolutionierung des Gebiets der Wasserstoffzüge organisch zusammenarbeiten. Ihr Plan ist es, bis zum Jahr 2022 Bauteile, wie Motoren und Bremsen, für den Einbau in Wasserstoff-Straßenbahnen herzustellen. Die Integration dieser Bauteile für den Bau vollständiger Wasserstoff-Straßenbahnen sowie die Überprüfung ihrer Leistung ist für 2023 vorgesehen.

Das Korea Automotive Technology Institute (KATECH), das auf dem Gebiet der Neugestaltung von Bauteilen für Wasserstofffahrzeuge Erfahrung und Know-How gesammelt hat, überwacht den Bereich der Wasserstoff-Brennstoffzellen- und elementaren Bauteiltechnik für Wasserstoff-Straßenbahnen. Auf Bauteile für Wasserstofffahrzeuge spezialisierte Unternehmen sowie sieben Einrichtungen, wie GMB Korea (Wärmemanagement für Brennstoffzellen), ETIS (Brennstoffzellensteuerung), Donghee Industrial (Wasserstoff-Speichertanks), Hwaseung R&A (flexible Schläuche), CS Enertech (Batterie), Universität Hanyang und Universität Sogang (Konstruktion), sind Teil des Projekts.

Das Korea Railroad Research Institute (KRRI) überwacht die Bereiche technische Normen für Wasserstoffzüge und Technologie zur Bewertung der Fahrleistung. Da es sich hier um ein exportorientiertes Projekt handelt, beteiligt sich TÜV SÜD Korea – ein Mitgliedsunternehmen der TÜV SÜD Gruppe, eines der weltweit führende Unternehmen für Prüf-, Inspektions- und Zertifizierungsdienstleistungen (TIC) – ebenfalls an diesem Projekt. Der TIC-Dienstleister prüft genau, ob die wasserstoffelektrische Straßenbahn die nationalen und europäischen Bahnsicherheitsstandards erfüllt.

Anders als bei Wasserstoffautos müssen bei Wasserstoff-Straßenbahnen die Wasserstoff-Brennstoffzellen und die Speichertanks auf dem Dach montiert werden, um Raum für Passagiere zu sparen. Deshalb werden die ursprünglich für den Hyundai NEXO konzipierten Wasserstoff-Brennstoffzellen eingekauft, ihre Höhe wird verringert und sie werden bis 2022 in für den Einsatz in Straßenbahnen geeignete Wasserstoff-Brennstoffzellen umgewandelt. Außerdem arbeiten die Projektpartner an der Entwicklung von Bauteilen, wie flexible Hochdruckschläuche, mit denen mehrere Wasserstoff-Speichertanks, die auf dem Dach des Wagens montiert sind, verbunden werden.

Ulsan Technopark überwacht die Bereiche der Infrastruktur und Betriebstechnik der Wasserstoff-Straßenbahn. Vier in den Bereichen Infrastruktur, Sicherheit und Analyse tätige Einrichtungen, wie Cobiz Small Business Centre (Konzeption von Geschäftsmodellen), Bumhan Fuel Cell (Entwicklung von Wasserstoff-Tankstellen), Institute of Gas Safety R&D (Sicherheitsprüfung von Wasserstoff-Tankstellen) und die Universität Ulsan (optimale Betriebsstruktur für Wasserstoff-Straßenbahnen) nehmen an dem Projekt teil.

Ein Vertreter des Ministeriums für Handel, Industrie und Energie (MOTIE) erklärte, „Obwohl wir auf dem Gebiet der Wasserstofftechnologie für Automobile weltweit führend sind, entwickelt sich unsere Umstellung auf Wasserstoff in anderen Transportbereichen nur relativ langsam. Vor diesem Hintergrund gehen wir davon aus, dass dieses Projekt die Kommerzialisierung von Wasserstoff in allen Transportbereichen beschleunigen wird.“

Bildrechte: Hyundai Rotem

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