Beurteilung und Prüfung von Brandmeldeanlagen sowie Alarmierungsanlagen/ Sprachalarmanlagen

SprachalarmierungsanlageIn vielen modernen, vernetzten Gebäuden stellen Brandmeldeanlagen und Alarmierungs-/ Sprachalarmanlagen sicher, dass anwesende Personen im Falle eines Brandes umgehend gewarnt und zugleich Maßnahmen zur Hilfeleistung wie die Alarmierung der örtlichen Feuerwehr eingeleitet werden. Als sicherheitstechnische Anlagen sind Brandmeldeanlagen und Alarmierungs-/ Sprachalarmanlagen insbesondere in Gebäuden mit erhöhtem Risikopotential, wie Flughäfen, Bahnhöfen, Universitäten, Schulen, Firmengebäuden, Fabrikhallen, Altenwohnheimen oder Krankenhäusern installiert. Eine hohe Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Integrität der eingesetzten Systeme sind dabei von essenzieller Bedeutung.

Warum Brandmeldeanlagen und Alarmierungs-/ Sprachalarmanlagen prüfen?

Nach dem Bauordnungsrecht vieler Bundesländer gelten für Brandmeldeanlagen und Alarmierungs-/ Sprachalarmanlagen erhöhte sicherheitstechnische Anforderungen. Um diese zu erfüllen, sind die Anlagen durch bauaufsichtlich anerkannte Prüfsachverständige sowohl vor Aufnahme der Nutzung als auch wiederkehrend zu prüfen. In besonderen Fällen können die Prüfungen auch Sachkundige Personen durchführen. Die Prüfungen sind vorgesehen:

  • vor der ersten Aufnahme der Nutzung der baulichen Anlage
  • unverzüglich nach wesentlichen Änderungen der technischen Anlage
  • unverzüglich nach technischer Änderung der baulichen Anlage
  • jeweils innerhalb einer Frist von i.d.R. 3 Jahren (wiederkehrende Prüfungen)

Doch auch wenn das Bauordnungsrecht eines Bundeslandes sie nicht verlangt, sind regelmäßige, unabhängige Prüfungen und Beurteilungen von Brandmeldeanlagen und Alarmierungs-/ Sprachalarmanlagen zu empfehlen. Dies trifft z. B. auf Anlagen zu, deren Installation ein Sachversicherer eingefordert hat. Gleiches gilt für Anlagen, die aufgrund von betrieblichen Belangen oder auf freiwilliger Basis zur Schadensprävention installiert wurden.

Unsere unabhängigen Experten unterstützen Sie gerne dabei, allen Anforderungen für Brandmeldeanlagen und Alarmierungs-/ Sprachalarmanlagen nachzukommen. Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Angebot.

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  • Was sind Brandmeldeanlagen?

    Als sicherheitstechnische Anlagen haben Brandmeldeanlagen (BMA) die Aufgabe, Brände möglichst früh in der Entstehungsphase zu detektieren und zuverlässig an eine hilfeleistende Stelle zu melden. Dazu zählt beispielsweise die örtliche Feuerwehr. Damit dies verlässlich funktioniert, müssen die Melder in einem Gefahrenbereich entsprechend den zu erwartenden Brandkenngrößen (z. B. Rauch, Temperatur, Flammen etc.) ausgewählt werden. Auch die Positionierung der Meldepunkte muss so erfolgen, dass die Kenngrößen die Sensoreinheit des Melders möglichst ungehindert und frühzeitig erreichen können.

    Moderne Brandmeldeanlagen leisten aber noch mehr als die reine Detektion von Bränden. Vielmehr übernehmen sie auch komplexe Steuerungsfunktionen und regeln entsprechend dem sicherheitstechnischen Steuerungskonzept eines Gebäudes die Funktion sowie das bestimmungsgemäße Zusammenwirken weiterer sicherheitstechnischer Anlagen im Gebäude (z. B. Alarmierungsanlagen, Druckbelüftungsanlagen, etc.).

    Wichtige technische Regelwerke für den Aufbau und den Betrieb von Brandmeldeanlagen im Überblick:

    • DIN VDE 0833-1
    • DIN VDE 0833-2
    • DIN EN 54
    • DIN 14675-1
    • DIN CEN/TS 54-14 / DIN SPEC 14002
  • Was sind Alarmierungs-/ Sprachalarmanlagen?

    Auch Alarmierungsanlagen (AA) zählen zu den sicherheitstechnischen Anlagen. Ihre Aufgabe ist es, Personen in einem potenziellen Gefahrenbereich vor drohenden Risiken zu warnen (z. B. einem Brandereignis). In so einem Fall werden Alarmierungsanlagen häufig automatisch von Brandmeldeanlagen angesteuert oder aber sie sind essenzieller Bestandteil dieser Anlagen.

    Gerade bei großen Menschenansammlungen ist es im Notfall wichtig eine Evakuierung möglichst schnell einzuleiten und effizient zu steuern. Abhängig von der anwesenden Personengruppe, Situation und Personenmenge reichen dazu Alarmierungsanlagen oft nicht mehr aus, die ausschließlich mit einem akustischen Signal warnen (z. B. einheitliches Gefahrensignal nach DIN 33404).

    Sprachalarmanlagen (SAA) bieten hier klare Vorteile: Sie ermöglichen es gezielt Anweisungen zu erteilen, um Bereiche systematisch zu beschallen und zu evakuieren.

    Wichtige technische Regelwerke für den Aufbau und den Betrieb von Alarmierungs-/ Sprachalarmanlagen im Überblick:

    • DIN VDE 0833-1
    • DIN VDE 0833-2
    • DIN VDE 0833-4
    • DIN 14675-1
    • DIN 33404-3
    • DIN CEN/TS 54-32 (VDE V 0833-4-32)
    • DIN EN 50849
    • DIN EN 60268-16
  • Was sind Brandwarnanlagen?

    Brandwarnanlagen (BWA) haben die Aufgabe Brände zu erkennen und Personen vor Ort zu warnen. Die Warnung erfolgt mittels Signalisierungseinrichtungen. Dabei können die Warnsignale durch automatische Melder oder Handfeuermelder ausgelöst werden.

    Der größte Unterschied zu einer Brandmeldeanlage besteht darin, dass eine Brandwarnanlage eine Gefahrenmeldung nicht an eine hilfeleistende Stelle wie die Feuerwehr weiterleitet. Die Alarmierung erfolgt ausschließlich vor Ort mit dem Ziel, den Gefahrenbereich zu evakuieren. 

    Diese funktionstechnisch reduzierte Version einer Brandmeldeanlagen kommt oft bei Gebäuden oder Gebäudeteilen mit niedrigerem Risiko zum Einsatz (z. B. Kindertagesstätten).

    Wichtige technische Regelwerke für den Aufbau und den Betrieb von Brandwarnanlagen im Überblick:

    • DIN VDE V 0826-1
    • DIN VDE V 0826-2
    • DIN 33404-3

    Auch wenn Brandwarnanlagen häufig keiner Prüfpflicht entsprechend dem Baurecht der Bundesländer unterliegen, empfiehlt sich auch hier eine Prüfung. Brandwarnanlagen zählen ebenfalls zu den sicherheitstechnischen Anlagen – auf deren uneingeschränkte Funktionsfähigkeit im Gefahrenfall nicht nur der Betreiber, sondern auch anwesende Personen vertrauen.

    Unsere unabhängigen Experten helfen Ihnen mit ihrem Fachwissen durch die Prüfung. So können Sie stets auf Ihre sicherheitstechnische Gebäudeausrüstung vertrauen.

Beurteilung und Prüfung von Brandmeldeanlagen und Alarmierungs-/ Sprachalarmanlagen - unsere Leistungen im Überblick:

  • Prüfungen vor Inbetriebnahme und nach wesentlichen Änderungen nach dem Bauordnungsrecht durch Prüfsachverständige
  • Wiederkehrende Prüfungen nach dem Bauordnungsrecht durch Prüfsachverständige oder Sachkundige, abhängig von den Regelungen der Landesbauordnungen
  • Planungs- und baubegleitende Prüfungen
  • Beurteilung von Bestandsanlagen auf Übereinstimmung mit den geltenden baurechtlichen bzw. normativen Vorgaben
  • Prüfungen hinsichtlich des bestimmungsgemäßen Zusammenwirkens (Wirk-Prinzip-Prüfung) sowie von Wechselwirkung der Brandmelde- und Alarmierungs-/ Sprachalarmanlage mit weiteren sicherheitstechnischen Anlagen und Einrichtungen nach Baurecht
  • Prüfung von Brandmeldesystemen einschließlich der Prüfung von komplexen Brandfallsteuerungen (z. B. anhand einer Brandfallsteuermatrix)
  • Prüfungen von Brandwarnanlagen nach Kundenauftrag

Beurteilung und Prüfung von Brandmeldeanlagen und Alarmierungs-/ Sprachalarmanlagen -  davon profitieren Sie:

  • Fachgerechte Umsetzung des Baurechts und der zugehörigen Regeln der Technik
  • Erfüllen der gesetzlichen Pflichten als Betreiber von sicherheitstechnischen Anlagen
  • Planungs- und baubegleitende Prüfungen decken Fehler bereits während der Ausführung auf. Dies minimiert die Kosten für nachträgliche Änderungen.
  • Beurteilung von Bestandsanlagen gibt Aufschluss, inwieweit aktuelle bauordnungsrechtliche Anforderungen sowie anerkannte Regeln der Technik eingehalten werden.

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