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AM Zertifizierung: Übersicht der Dienstleister

Hier finden Sie eine Übersicht über die TÜV SÜD-zertifizierten AM-Dienstleister.

Alle gelisteten Unternehmen absolvierten das umfangreiche Zertifizierungsprogramm und beweisen dadurch, dass sie in einem industriellen Maßstab hohe Servicequalität liefern können. Das Prüfprogramm basiert zum einen auf national und international verfügbaren Standards und Richtlinien (zum Beispiel DIN SPEC 17071 und ISO/ASTM 52901) sowie auf Expertenwissen.

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Name des UnternehmenStraßePLZStadtLandZertifikatsnummerTechnologien
Blue Production GmbH & Co. KGFriedrich-List-Strasse 4933100PaderbornDeutschlandQ4B 1026390001 Rev.00PBF-LB/P
Evonik Technology & Infrastructure GmbHRodenbacher Chaussee 463457Hanau-WolfgangDeutschlandQ4B 103387 0001 Rev. 00PBF-LB/M
MBFZ toolcraft GmbHHandelsstraße 191166GeorgensgmündDeutschlandQ4B 101804 0001 Rev. 00PBF-LB/M
PROTIQ GmbHFlachsmarktstraße 5432825BlombergDeutschlandQ4B 103243 0001 Rev. 01PBF-LB/M, PBF-LB/P
Siemens Mobility GmbHFreyesleben Straße 191058ErlangenDeutschlandQ4B 101842 0001 Rev. 00PBF-LB/M, MEX

 


FAQ

  • Auf welcher Grundlage wird zertifiziert?

    Die Prüfgrundlage wurde von TÜV SÜD-Mitarbeitern mit langjähriger AM-Expertise erstellt und ist bei unserer Zertifizierstelle hinterlegt. Berücksichtigt wurden bereits Abschnitte vorhandener, relevanter Standards im Bereich der additiven Fertigung, zum Beispiel ISO/ASTM 52901 oder VDI 3405 Blatt 2. Darüber hinaus erfolgte ein Abgleich mit dem Nadcap-Prüfkatalog. Ferner greifen wir kontinuierlich Expertenfeedback auf – sowohl von Partnern wie der Deutschen Bahn als auch von Kunden wie Siemens Mobility.

  • Was genau wird geprüft und wo liegt der Schwerpunkt der Prüfung?

    Wir prüfen alle Aspekte der additiven Fertigung (Additive Manufacturing, AM): von der Geschäfts- bzw. Abteilungsleitung bis hin zum Warenausgang über das Datenhandling.
    Der Schwerpunkt liegt ganz klar auf all den Feinheiten, die die Qualität unmittelbar beeinflussen: Wir wollen nicht nur sehen, dass Dokumente grundsätzlich vorhanden sind, sondern dass sie auch inhaltlich zu einer Steigerung der Qualität im Alltag führen. Daher ist etwa die eine Hälfte des Audits theoretisch (Dokumentation zum Qualitätsmanagementsystem, QMS) und die andere Hälfte konzentriert sich auf die einzelnen operativen Stationen (technische Kundenbetreuung, Datenvorbereitung, Maschinenbediener, Prüfer etc.)

  • Welche Prüfkriterien gibt es?

    Die etwa 250 Prüfkriterien sind in unserer PPP11001 hinterlegt. Dort sind alle einzelnen Punkte inkl. Akzeptanz- bzw. Verwurfskriterien erläutert. Sie steht ausschließlich TÜV SÜD-Auditoren zur Verfügung. Kunden erhalten von uns einen detaillierten Fragenkatalog, um sich auf das Audit vorbereiten zu können. 
     Parallel dazu arbeiten wir seit ca. einem Jahr an der Norm DIN SPEC 17071, die wir in unserem Zertifikat vermerken werden. Die Norm soll Ende Juli veröffentlicht werden. Im Anschluss übertragen wir diese Norm ab September in eine ISO/ASTM-Norm.

  • Welcher zeitliche Rahmen sollte für die Prüfung eingeplant werden?

    Das Voraudit dauert üblicherweise 2 bis 3 Tage, das Zertifizieraudit in der Regel 1 Tag. Der Abstand zwischen den Audits variiert zwischen 1 und 6 Monaten, je nach Ausgangslage beim Kunden. Am wichtigsten ist, dafür Ressourcen einzuplanen.

  • Welche Kosten würden auf uns zukommen?

    Die Kosten variieren je nach bereits vorhandenem QMS-Zertifikat, AM-Serienerfahrung, Anzahl der Standorte, 3-D-Druck-Technologien, Maschinen, Mitarbeitern. Hinzu kommen die Reisekosten. Ein verbindliches Angebot können wir erstellen, wenn Sie den Kundenfragebogen ausfüllen.
    Über die gesamte Laufzeit (3 Jahre) liegen die Kosten zwischen 20.000 und 60.000 Euro.

  • Ist dieses Programm auch für Anwender von Klein- und Kleinstserien sinnvoll oder nur für die Großserienfertigung ausgelegt?

    Dieses Programm berücksichtigt, dass die additive Fertigung insbesondere für Klein- und Kleinstserien wirtschaftlich attraktiv ist. Es dient primär dazu, dass die Prozesse zur Qualitätssicherung so aufgestellt sind, dass eine vielfältige Produktpalette abgebildet werden kann. So nutzt zum Beispiel die Deutsche Bahn dieses Programm als Basis für die Qualifizierung von Ersatzteilzulieferern.

Wie können wir Ihnen helfen?

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