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Funktionale Sicherheit für den Maschinensektor ISO 13849
Seminar3 Tage
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Der Kurs „Funktionale Sicherheit für den Maschinensektor ISO 13849" vermittelt fundierte, praxisnahe Kompetenzen zur funktionalen Sicherheit von Maschinen über den gesamten Sicherheitslebenszyklus. Der Fokus liegt auf der normenkonformen Umsetzung gemäß ISO 12100, ISO 13849 und IEC 62061 – von der systematischen Risikobeurteilung bis zur Auslegung, Berechnung, Verifikation und Validierung sicherheitsbezogener Steuerungssysteme.
Nach Abschluss des Trainings sind die Teilnehmenden in der Lage, funktionale Sicherheit von Maschinen normenkonform, praxisgerecht und rechtssicher umzusetzen.
Der Kurs richtet sich an Fach- und Führungskräfte, die Maschinensicherheit fachlich korrekt, normenkonform und praxisorientiert umsetzen möchten.
Nach Abschluss des Trainings sind die Teilnehmenden in der Lage, funktionale Sicherheit von Maschinen normenkonform, praxisgerecht und rechtssicher umzusetzen.
Der Kurs richtet sich an Fach- und Führungskräfte, die Maschinensicherheit fachlich korrekt, normenkonform und praxisorientiert umsetzen möchten.
- Systematische Risikobeurteilung nach ISO 12100
- Anwendung der 3-stufigen Risikominderungsstrategie
- Auslegung sicherheitsbezogener Steuerungen nach ISO 13849-1 und IEC 62061
- Berechnung von MTTFd, Diagnostic Coverage (DC) und Common Cause Failure (CCF)
- Bewertung und Umsetzung sicherheitsbezogener Software
- Normkonforme Verifikation und Validierung nach ISO 13849-2
Modul 1: Risikoschätzung und -bewertung (ISO 12100)
Dieses Modul behandelt die grundlegende Phase des Sicherheitslebenszyklus: Gefährdungen identifizieren und Risiken bewerten. Die Teilnehmenden lernen die Anwendung der Hazard Rating Number (HRN)-Methode zur Quantifizierung der Risikohöhe. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Definition der Maschinengrenzen sowie der Abgrenzung zwischen „bestimmungsgemäßer Verwendung“ und „vernünftigerweise vorhersehbarem Fehlgebrauch“. Praktische Übungen zur Analyse komplexer Industriemaschinen stellen sicher, dass keine betrieblichen Gefährdungen übersehen werden.
Modul 2: Risikominderungsmaßnahmen und Schutzeinrichtungen
Nach der Identifikation von Risiken behandelt dieses Modul die Auswahl und Umsetzung von Schutzmaßnahmen gemäß der 3-Stufen-Hierarchie. Betrachtet werden inhärent sichere Konstruktionsmerkmale, technische Schutzeinrichtungen wie Lichtvorhänge und Verriegelungen sowie die Rolle von Informationen für die Nutzung. Zudem wird systematisch berechnet, welche tatsächliche Risikominderung durch die jeweiligen Maßnahmen erreicht wird.
Modul 3: Einführung in funktionale Sicherheitsnormen
Überblick über die internationale Normenlandschaft und die Hierarchie der Normen (Typ A, B und C). Behandelt wird das Zusammenspiel von ISO 12100, ISO 13849-1 und IEC 62061 sowie regulatorische Anforderungen, einschließlich der neuen EU-Maschinenverordnung und relevanter US-Normen.
Modul 4: ISO 13849-1 – Sicherheitsbezogene Teile von Steuerungen
Technische Vertiefung zur Auslegung sicherheitsbezogener Steuerungen. Die Teilnehmenden lernen den Aufbau von Sicherheitskreisen für die Kategorien B, 1, 2, 3 und 4 sowie die Bestimmung von Performance Levels (PL a–e). MTTFd-, DC- und CCF-Berechnungen werden sowohl manuell als auch mithilfe von SISTEMA durchgeführt.
Modul 5: Softwareentwicklung nach ISO 13849-1
Fokus auf Lebenszyklusanforderungen für Software mit begrenzter Variabilität (LVL). Anwendung des V-Modells zur Anforderungsspezifikation, Modulgestaltung und zum Test sicherheitsbezogener Software mit dem Ziel einer robusten, verifizierbaren und systematisch fehlerfreien Sicherheitslogik.
Modul 6: Softwareentwicklung und -validierung nach IEC 62061 und IEC 61508
Erweiterung auf komplexe elektronische Systeme. Vergleich zwischen LVL- und FVL-Ansätzen sowie Validierungsanforderungen für Systeme hoher Integrität gemäß IEC 61508.
Modul 7: Verifikation und Validierung nach ISO 13849-2
Dieses Modul zeigt, wie nachgewiesen wird, dass das entwickelte Sicherheitssystem die angestrebten Performance Levels erfüllt. Anhand praktischer Beispiele werden Validierungspläne, Prüfverfahren und technische Sicherheitsdokumentationen erarbeitet.
Modul 8: IEC 62061 – Auslegung und Integration
Praxisorientierte Auslegung sicherheitsbezogener elektrischer, elektronischer und programmierbarer elektronischer Steuerungssysteme. Behandelt werden SIL-Bestimmung und der Einsatz von Tools wie ABB FSDT-01 zur automatisierten Berechnung und sicheren Systemintegration.
TÜV SÜD Teilnahmebescheinigung
Für die Teilnahme an diesem Training gibt es keine Zugangsvoraussetzungen.
Empfohlen werden eine technische Ausbildung oder ein ingenieurwissenschaftlicher Hintergrund sowie Grundkenntnisse der Maschinensicherheit und von Steuerungssystemen.
Empfohlen werden eine technische Ausbildung oder ein ingenieurwissenschaftlicher Hintergrund sowie Grundkenntnisse der Maschinensicherheit und von Steuerungssystemen.
- Die Vortragssprache ist standardmäßig Englisch.
- Die Präsentationsfolien und Teilnehmerunterlagen sind auch nur in Englischer Sprache verfügbar.
- Konstrukteurinnen und Konstrukteure von Maschinen und Anlagen
- Systemintegratorinnen und Systemintegratoren
- Steuerungs- und Softwareentwickelnde
- Sicherheitsingenieurinnen und -ingenieure
- Instandhaltungs- und Wartungsverantwortliche
- EHS-Fachkräfte und Maschinenimporteure
Fachdozenten der TÜV SÜD Akademie
