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ISO 14001 – Umweltmanagementsystem

Nachhaltig wirtschaften mit einem zertifizierten Umweltmanagementsystem

Unternehmen tragen Verantwortung für die Welt von morgen – durch nachhaltiges Wirtschaften und einen besonnenen Umgang mit Ressourcen. Neben einem aktiven Umweltschutz gibt es jedoch viele andere gute Gründe, Umweltaspekte vorausschauend und systematisch in die unternehmerischen Entscheidungen einzubeziehen: Ein betriebliches Umweltmanagement stärkt ideelle Werte, verbessert die Mitarbeitermotivation und führt zu einem besseren Marken-Image bei Kunden und Partnern. Darüber hinaus helfen Umweltmanagementsysteme, Kosten zu sparen – beispielsweise infolge des geringeren Ressourcenverbrauchs. Mit einem professionellen Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 integrieren Unternehmen Umweltmanagement erfolgreich in alle Bereiche und Prozesse.

 

Die Umweltmanagementsystemnorm ISO 14001

Die ISO 14001 ist seit 1996 eine weltweit anerkannte Grundlage für Umweltmanagementsysteme und umfasst alle Aspekte für eine stetige Verbesserung der Umweltleistung. Sie definiert Aufbau, Verwirklichung, Aufrechterhaltung und fortlaufende Verbesserung eines Umweltmanagementsystems. Ihre Forderungen sind auf Organisationen jeder Art und Größe sowie auf unterschiedliche geografische, kulturelle und soziale Bedingungen anwendbar.

Das übergeordnete Ziel einer ISO 14001-Zertifizierung ist, den Umweltschutz zu fördern, Umweltauswirkungen zu reduzieren und damit Umweltziele richtig umzusetzen – im Einklang mit wirtschaftlichen, sozialen und politischen Erfordernissen. Die ISO 14001 ist der einzige zertifizierbare Standard einer ganzen Normen-Familie für Umweltmanagement.

Die Norm folgt der sogenannten „High Level Structure“ (HLS). Diese gilt nach einem Beschluss der ISO für alle neuen Managementsystemnormen (so auch für die ISO 9001:2015, die ISO 45001:2018 oder die ISO 50001:2018). Die einheitliche Gliederung, Terminologie sowie vereinheitlichte Begriffe und Definitionen erleichtern es Unternehmen, ihre Zertifizierungen in einem integrierten Managementsystem zu bündeln. Gleichzeitig ist die Norm dadurch übersichtlicher und besser anwendbar.

 

Ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 – die wichtigsten Vorteile

Ob Handwerksbetrieb, mittelständisches Unternehmen, Großkonzern, Serviceunternehmen oder soziale Einrichtung – jede Organisation kann von einem zertifizierten Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 profitieren. Denn mit dem entsprechenden Zertifikat einer neutralen, akkreditierten Zertifizierungsstelle weisen sie ihr unternehmerisches Engagement für den Umweltschutz glaubhaft nach – gegenüber Vertragspartnern, Kunden und der Öffentlichkeit. Nicht zuletzt als Marketinginstrument ist das ISO 14001-Zertifikat deshalb von unschätzbarem Wert. In zahlreichen Branchen wird eine solche Zertifizierung sogar für die Teilnahme an Ausschreibungen oder eine Zusammenarbeit vorausgesetzt.

Die wichtigsten Vorteile im Überblick:

  • Internationale Anerkennung des Umweltmanagementsystems
  • Identifikation und Beseitigung von Fehlerquellen und Risiken, die den Umweltschutz gefährden
  • Bessere Umweltleistung dank klar definierter Umweltziele
  • Optimale, nachhaltige Ressourcennutzung
  • Mehr Rechtssicherheit und Kalkulierbarkeit von Haftungsrisiken
  • Laufende Verbesserung des Umweltmanagementsystems
  • Motivation und Sensibilisierung der Mitarbeiter für alle Umweltaspekte
  • Qualifikation der Mitarbeiter im Bereich Umweltmanagement
  • Spürbare Wettbewerbsvorteile durch das ISO 14001-Zertifikat eines weltweit renommierten Zertifizierers wie TÜV SÜD

 

Umweltmanagementsysteme: Anforderungen für eine Zertifizierung nach ISO 14001

  • Schriftlich fixierte und von der Unternehmensführung an alle Mitarbeiter kommunizierte Umweltpolitik mit Verpflichtung zum Umweltschutz und zur fortlaufenden Verbesserung der Umweltleistung
  • Bestimmung der Umweltaspekte der Tätigkeiten, Produkte und Dienstleistungen
  • Festlegung von Umweltzielen unter Berücksichtigung der bedeutenden Umweltaspekte
  • Funktionsfähiges Umweltmanagementsystem
  • Durchführung von internen Audits
  • Bei EMAS: Entwurf einer Umwelterklärung

Die Gestaltung von Umweltmanagementsystemen muss nicht nur die eigene Organisation, sondern auch den „Kontext der Organisation“ einbeziehen, das bedeutet:  externe Abhängigkeiten und Wechselwirkungen sowie Anforderungen interessierter Parteien – etwa Investoren, Mitarbeiter, Behörden, Lieferanten oder Kunden.


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Unterschiede ISO 14001 und EMAS

Unternehmen können sich auch mit EMAS, dem EU-Öko-Audit, für den Umweltschutz engagieren und ihre Umweltleistung verbessern. EMAS ist allerdings nicht zertifizierbar, sondern erfolgt über die Veröffentlichung einer Umwelterklärung und deren Validierung. Die wichtigsten Unterschiede zwischen EMAS und der ISO 14001:

ISO14001

  • Basis: internationale Norm ISO 14001:2015
  • Geltungsbereich: weltweit
  • Anwendungsbereich: organisationsbezogen (wie auch bei EMAS)
  • Zertifizierungsverfahren (2-stufig) durch eine akkreditierte Zertifizierungsstelle
  • Öffentlichkeit: im Rahmen der betrieblichen Kommunikationsverfahren
  • Registrierung: entfällt; es wird ein akkreditiertes 14001:2015-Zertifikat ausgestellt

EMAS

  • Basis: EU: Verordnung (EWG) Nr. 1221/2009 mit Verordnung 2017/1505; D: Umweltauditgesetz vom 7.12.1995
  • Geltungsbereich: schwerpunktmäßig Europäische Union
  • Anwendungsbereich: organisationsbezogen (wie auch bei ISO 14001)
  • Überprüfung des Umweltmanagementsystems und Validierung der Umwelterklärung durch einen zugelassenen Umweltgutachter
  • Öffentlichkeit: obligatorisch durch Veröffentlichung der validierten Umwelterklärung
  • Registrierung: Eintragung in das deutsche und europäische Standortregister durch Industrie- und Handels- bzw. Handwerkskammer

Ökodesign mit ISO 14006

Umweltfreundliche Produktentwicklung

Der Anwendungsbereich von Umweltmanagementsystemen nach ISO 14001 umfasst in der Regel zwar auch den Produktentwicklungsprozess, jedoch fehlen in der ISO 14001 eindeutige Kriterien für dessen „Umweltfreundlichkeit“, also dafür, ob das entwickelte Produkt letztlich umweltverträglich ist – und zwar über den gesamten Lebenszyklus.

Die 2011 herausgegebene ISO 14006 ist ein weiteres Mitglied der ISO 14000-Familie und enthält Leitlinien für die Gestaltung eines Managementprozesses zur umweltfreundlichen Produktgestaltung. Sie berücksichtigt Umweltaspekte in allen Phasen des Produktlebenszyklus und die gesamte Wertschöpfungskette und zeigt auf, was umweltverträgliche Produktentwicklung konkret bedeutet – von der Beschaffung der Rohmaterialien bis hin zur Entsorgung nach Lebensende. Die ISO 14006 gibt darüber hinaus zielführende Handlungsempfehlungen, wie der Prozess in vorhandene betriebliche (Umwelt-)Managementsysteme eingebunden werden kann.


Synergien mit anderen Normen nutzen

ISO 9001, ISO 50001 sowie OHSAS 18001 / ISO 45001 weisen Schnittstellen mit der ISO 14001-Umweltmanagementsystemnorm auf. Die High Level Structure der Normen hilft, Zeit und Aufwand bei der Implementierung eines integrierten Managementsystems zu sparen.

Organisationen können von einer Kombizertifizierung von zwei oder mehr Normen (ISO 9001 , ISO 50001, OHSAS 18001 / ISO 45001) profitieren. Der Zertifizierungsaufwand reduziert sich im Vergleich zur Einzelzertifizierung erheblich.

Parallelen von ISO 14001- und ISO 50001-Zertifizierung

Besonders in den Bereichen Energieeffizienz und -verbrauch überschneiden sich betriebliches Umweltmanagement und Energiemanagement.

ISO 26000

Die ISO 26000 ist ein Leitfaden für Unternehmen, die gesellschaftliche Verantwortung übernehmen wollen, und ist im Bereich Umwelt mit der ISO 14001 kompatibel. Somit können auch hier formulierte Umweltziele oder bereits umgesetzte Strukturen und Prozesse identifiziert und im Rahmen der ISO 14001-Auditierung integriert werden. Im Gegensatz zur ISO 14001 findet bei der ISO 26000 jedoch keine Zertifizierung statt. Die Norm dient lediglich als Orientierung und Anleitung.


Rückblick zur Revision ISo 14001:2015

Die Internationale Organisation für Normung (ISO) hat die finale Version der ISO 14001:2015 im September 2015 veröffentlicht. Sie ist als eine grundlegende Revision der Norm anzusehen, der bis dato gültige Stand stammte aus dem Jahr 2004. Der Revisionszyklus zu der Norm endete am 14. September 2018, seit diesem Datum sind nur noch Zertifikate nach der Version 2015 gültig.

Dank des proaktiven Revisionsmanagements ist der Übergang auf die neue Normrevision bei fast allen unseren Kunden pünktlich bis zum 14.09.2018 vollzogen worden. Zum Stichtag hielten beinahe 98 Prozent unserer Kunden ihr ISO 14001:2015-Zertifikat in den Händen.

Die Revision

Nach einem dreijährigen Revisionsprozess und der formalen Zustimmung durch die beteiligten nationalen Normungsorganisationen wurde die neue Norm im September 2015 veröffentlicht – die deutsche Übersetzung folgte im Oktober. Der Revisionszyklus zu der Norm endete am 14. September 2018, seit diesem Datum sind nur noch Zertifikate nach der Version 2015 gültig.

Neue Struktur

Die Norm ist in der sogenannten „High Level Structure“ (HLS) aufgebaut. Diese Struktur gilt nach einem Beschluss der ISO für alle neuen Managementsystem-Normen (so auch für die ISO 9001:2015). Das bedeutet: eine einheitliche Gliederung, die Verwendung einheitlicher Textbausteine und eine einheitliche Terminologie.

Den Unterschied zur bisherigen Struktur der ISO 14001:2004 sowie die wenigen Änderungen zeigt folgende Vergleichstabelle.

Wesentliche inhaltliche Änderungen

Grundsätzlich sind für die Gestaltung des Umweltmanagementsystems (UMS) der Kontext zu berücksichtigen – also die internen und externen Abhängigkeiten und Wechselwirkungen des Unternehmens einschliesslich der sich daraus ergebenden Risiken und Chancen. Ebenso die Anforderungen und Erwartungen der interessierten Parteien, das sind beispielsweise Investoren, Mitarbeiter, Behörden, Lieferanten oder Kunden.

Zudem muss die Umweltpolitik eine spezifische Verpflichtung zum Schutz der Umwelt sowie zur fortlaufenden Verbesserung der Umweltleistung enthalten. Bei Bestimmung der wesentlichen Umweltaspekte sowie der betrieblichen Planung und Steuerung ist der Produktlebensweg und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Umwelt stärker als bisher zu beachten – im Rahmen der Kenntnisse und Einflussmöglichkeiten des Unternehmens oder der Organisation. Das betrifft etwa die Rohstoffgewinnung,  Entwicklung, Produktion, Transport, Verwendung und Entsorgung.

Daruber hinaus fordert die Norm, dass künftig auch alle ausgelagerten Prozesse durch das Umweltmanagementsystem mit erfasst werden.

Leistungskennzahlen (Key Performance Indicators), beispielsweise für die Erfüllung von Umweltzielen und dem Darlegen einer verbesserten Umweltleistung haben jetzt eine höhere Bedeutung.

Flexibler und selbstbestimmter sind Unternehmen ab sofort bei der Dokumentation des Umweltmanagementsystems; zum Beispiel muss kein UMS-Handbuch mehr angelegt, dafür jedoch dokumentierte Informationen zur Norm erstellt werden – darüber hinaus gibt es weitere verpflichtende Anforderungen.

 

 

 

 

 

 

Wissenswert

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