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ISO 50001

Ziel eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001 ist die kontinuierliche Verbesserung der energiebezogenen Leistung ("energy performance") eines Unternehmens. Der Standard beschreibt die Anforderungen an ein Unternehmen, um ein Energiemanagementsystem einzuführen, zu betreiben und kontinuierlich zu optimieren. Gelingt die Umsetzung dieses systematischen Ansatzes, verbessert ein Unternehmen seine energiebezogene Leistung, erhöht seine Energieeffizienz und optimiert gleichzeitig seine Energienutzung.

Ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 ist grundsätzlich in allen Unternehmen, unabhängig von Größe und Branche, möglich. Dabei können Unternehmen selbst entscheiden, ob sie das Energiemanagementsystem als eigenständiges Managementsystem einführen oder in ein bestehendes Managementsystem integrieren. Zahlreiche Unternehmen setzen beispielsweise ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 oder ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001 ein. Unsere Empfehlung: Integrieren Sie ihr Energiemanagementsystem in das bestehende Managementsystem und machen Sie sich die gemeinsamen Strukturen der Managementsysteme zunutze. Auf diese Weise können Sie Synergien ausschöpfen – beispielsweise beim Regelkreis für die Aufstellung und Verfolgung von Zielen - und sich Doppelungen etwa bei der Dokumentation sparen.

  • Sie haben Priorität bei uns: Zügige Umsetzung Ihres Zertifizierungs-Projektes
  • Experten mit Branchenerfahrung: Auditor ist aus derselben Branche wie Sie
  • Mehr Wert. Mehr Vertrauen: Nutzen Sie die Reputation unseres Prüfsiegels
  • Vorteile

    Was sind die Vorteile einer ISO 50001 Zertifizierung?

    Erhöht ein Unternehmen mit einem Energiemanagementsystem seine Energieeffizienz, so spart es nicht nur Energiekosten, sondern kann noch weitere Kosten einsparen. Denn der Gesetzgeber fördert gezielt das Engagement von Unternehmen zur Senkung des Energieverbrauchs auf unterschiedliche Weise: Neben dem Spitzenausgleich nach Energie- und Stromsteuergesetz gibt es auch die Besondere Ausgleichsregelung (BesAR) nach § 63 ff EEG 2017 sowie gezielte Fördermöglichkeiten.

    Mit einer Zertifizierung mehrfach punkten

    • Geringerer CO2-Ausstoss:ISO-50001-Muster-ts
      Mit mehr Energieeffizienz zu einer besseren Energiebilanz
    • Bewusstsein schaffen:
      Es ist nur möglich, alle Potenziale auszuschöpfen, wenn alle Mitarbeiter den konkreten Handlungsbedarf erkennen und umsetzen.
    • Wirtschaftlichkeit steigern:
      Indem Sie Ihre Energiekosten senken, erhöhen Sie Ihre Wirtschaftlichkeit – und sichern so entscheidend Wettbewerbsvorteile.
    • Positive Außenwirkung:
      Mit dem ISO 50001 Prüfzertifikat demonstrieren Sie der Öffentlichkeit Ihr Energiebewusstsein und tragen so entscheidend zum positiven Image Ihres Unternehmens bei.
    • Energie und gleichzeitig Steuern sparen:
      Der Gesetzgeber fördert das Engagement von Unternehmen auch in finanzieller Hinsicht, ob mit dem Spitzenausgleich nach Energie- und Stromsteuergesetz, der Besondere Ausgleichsregelung (BesAR) nach § 63 ff EEG 2017 oder gezielten Fördermöglichkeiten.
  • Ziele

    Was sind die Ziele eines ENMS nach ISO 50001?

    • Transparenz aller Energieströme im Unternehmen
    • Aufdecken von Kosteneinsparpotenzialen
    • Systematische Verbesserung des Energieeinsatzes, des Energieverbrauchs und der Energieeffizienz
    • Optimierung der Prozesse
    • Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen
    • Umsetzung und Sicherstellung der Konformität mit Ihrer Energiepolitik
    • Kommunikation der Konformität an interessierte Kreise
    • Möglichkeit der Zertifizierung durch eine akkreditierte Stelle wie die TÜV SÜD Management Service GmbH
  • Schritte zur Einführung (PDCA-Zyklus)

    Schritte zur Einführung eines Enms nach ISO 50001

    Mit einem Energiemanagementsystem werden die vorhandenen Potentiale zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Senkung von Kosten ermittelt und dokumentiert. Ergebnis sind Empfehlungen, mit welchen Maßnahmen und zu welchen Kosten Energie eingespart werden kann. Es reicht aber bei Weitem nicht aus, einzig und allein die bei der Zertifizierung nach ISO 50001 getroffenen Empfehlungen umsetzen. Vielmehr tritt das Unternehmen in einen andauernden PDCA (Plan, Do, Check, Act)-Zyklus ein – nur so ist eine kontinuierliche Optimierung möglich. Bei diesem dynamischen Modell sind die Ergebnisse eines Durchlaufs zugleich der Ausgangspunkt des nächsten Durchlaufs. So kann der aktuelle Energieverbrauch immer wieder überprüft und neu bewertet werden. Das ist die Basis, um die Energieeffizienz zu optimieren und die Kosten zu senken.

    PDCA-Zyklus

    • Plan: Zunächst ist eine energetische Bewertung durchzuführen. Dazu sollten die Verantwortlichen alle relevanten Daten sammeln. Dazu gehören neben dem früheren und aktuellen Energieeinsatz und dem Energieverbrauch auch die relevanten Faktoren, die den Energieeinsatz und den Energieverbrauch beeinflussen sowie Informationen zur aktuellen Energieeffizienz. Auf dieser Basis wird eine dreistufige Analyse durchgeführt. Zunächst werden der Energieeinsatz und der Energieverbrauch analysiert und darauf aufbauend die Bereiche mit dem wesentlichen Energieeinsatz ermittelt. Im dritten Schritt werden Möglichkeiten zur Verbesserung der energiebezogenen Leistung identifiziert. Am Ende des energetischen Planungsprozesses stehen folgende Ergebnisse: Neben der Ermittlung der energetischen Ausgangsbasis und der Definition von Energieleistungskennzahlen sind auch die strategischen und operativen Ziele festgelegt.
    • Do: Bei der konkreten Umsetzung müssen Aktions- und Maßnahmenpläne erarbeitet und ausgeführt werden. Nur so können Verbesserungen erzielt und die gesteckten Ziele erreicht werden. Unverzichtbar ist die Einbindung der Mitarbeiter: Diese müssen nicht nur für das Thema Energiemanagement sensibilisiert, sondern ausführlich informiert und eingebunden werden. Denn die Mitarbeiter sind diejenigen im Unternehmen, die geänderte Prozesse umsetzen. Und da die Mitarbeiter die Prozesse sehr genau kennen, können sie wertvolle Impulse und Anregungen zur weiteren Optimierung liefern. Deshalb ist eine gezielte und aktive Einbindung der Mitarbeiter unverzichtbar.
    • Check: Die Verantwortlichen im Unternehmen überwachen nicht nur die ergriffenen Maßnahmen und überprüfen die Zielerreichung, sondern messen und überwachen auch die Energieverbräuche, die relevanten Einflussgrößen für den Energieverbrauch und die Energieleistungskennzahlen. Außerdem identifizieren sie erforderliche Korrekturen, falls die Messungen zeigen, dass die energierelevanten Prozesse nicht so laufen, dass eine optimale bzw. die gewünschte Energieeffizienz eingehalten wird bzw. nicht mehr gegeben ist. Daraus müssen auch Vorbeugungsmaßnahmen entwickelt werden, die dies künftig helfen zu vermeiden. Zusätzlich sollte die Dokumentation transparent geplant und strukturiert werden. Interne Audits zur Überprüfung der Systemkonformität gehören ebenfalls zu diesem Schritt.
    • Act: Aufgrund der Ergebnisse der Überwachung der Prozesse und der internen Audits nehmen die Prozessverantwortlichen Korrekturen vor. Am Ende – und damit am Anfang – steht das Management-Review: Die Geschäftsleitung überprüft die bisherigen Schritte, die Wirksamkeit und Eignung des Managementsystems. Dann beschließt sie entsprechende Verbesserungsmaßnahmen und setzt neue oder geänderte Ziele. Auf Basis der Entscheidungen der Geschäftsleitung werden erneut Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung der energiebezogenen Leistung ergriffen. Eine stetige kontinuierliche Verbesserung kann gelingen, wenn technische, organisatorische und verhaltensbezogene Maßnahmen gleichermaßen in Betracht gezogen werden.
  • Zertifizierungsablauf

    Wie ist der Ablauf einer ISO 50001 Zertifizierung?

    Vor-Audit: In dieser Vorbeurteilung ermitteln die Experten den aktuellen Status quo. Sie stellen unter anderem durch eine Standortbegehung fest, welche Anforderungen der ISO 50001 bereits umgesetzt sind. Das Vor-Audit ist optional, also keine Voraussetzung für eine erfolgreiche Zertifizierung.

    Audit Stufe 1: Vor Ort informieren sich die Experten über die wesentlichen Prozesse des Energiemanagementsystems, den Geltungsbereich und standortspezifische Bedingungen. Außerdem prüfen sie die vorhandene Managementdokumentation und bereiten das Audit Stufe 2 vor.

    Audit Stufe 2/Zertifizierungsaudit: Im eigentlichen Zertifizierungsaudit prüfen die Experten, ob das vorhandene Energiemanagementsystem in praktischer Anwendung beim Kunden den Anforderungen der Norm entspricht. Neben der Befragung der Mitarbeiter erfolgt auch eine Bewertung der Unternehmensprozesse, Daten und Kennzahlen. Erfüllt das geprüfte Energiemanagementsystem die Anforderungen empfehlen die Auditoren die Zertifikatserteilung. Der letzte Audittag ist außerdem der Solltermin für das Überwachungs- und das Re-Zertifizierungsaudit.

    Zertifikatserteilung: Die Erteilung des ISO 50001 Zertifikats erfolgt immer nach dem 4-Augen-Prinzip. Die Zertifizierstelle erhält die Unterlagen und Nachweise vom Audit. Sie prüft, ob die internationalen Regeln bei der Durchführung eingehalten wurden und ob alle erforderlichen Unterlagen vollständig vorliegen. Ist das der Fall erhält der Kunde das Zertifikat. Es bescheinigt die Normenkonformität und Funktionsfähigkeit des Energiemanagementsystems. Informationen zum Einsatz des Prüfzeichens finden Sie in unserer Prüfzeichen-Broschüre.

    Überwachungsaudits: Um die Zertifizierung zu behalten, sind jedes Jahr Überwachungsaudits nötig. Dabei prüfen die Experten, ob das Unternehmen kontinuierlich an der Optimierung des Energiemanagementsystems arbeitet und weiterhin die Normanforderungen einhält.

    Rezertifizierungsaudit: Das ISO 50001-Zertifikat ist drei Jahre gültig. Danach erfolgt die Re-Zertifizierung. Dabei überprüfen die Experten die Normenkonformität des gesamten Managementsystems und die Wirksamkeit der Systematik des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (PDCA-Zyklus) des Energiemanagementsystems erneut.

    Ganzheitliche Strategie - Integriertes Managementsystem

    Hat Ihr Unternehmen bereits eine Zertifizierung nach ISO 9001 oder ISO 14001? Dann profitieren Sie von unserer Kombizertifizierung, durch welche der Zertifizieraufwand zu Ihren Gunsten reduziert werden kann. Zudem etablieren Sie eine ganzheitliche Managementsystem-Strategie.

Warum TÜV SÜD? Ihre Vorteile

  • Profitieren Sie von unserer jahrelangen Erfahrung auf dem Gebiet der ISO 50001 (bzw. ISO 16001) Auditierung und Zertifizierung.
  • Die Marke TÜV SÜD und unsere Prüfsiegel sind weltweit bekannt und stehen für Sicherheit und Mehrwert. Mit uns als Partner schaffen Sie Vertrauen bei Ihren Kunden.
  • Mit unserem unverkennbaren und glaubhaften Prüfzeichen beweisen Sie gegenüber Ihren bestehenden und künftigen Auftraggebern, dass Qualität bei Ihnen System hat und kein Zufall ist.
  • Wir unterstützen Sie bei der aktiven Vermarktung Ihres Zertifikats.

Die Revision der ISO 50001

das sollten Sie wissen

2011 erstmals veröffentlicht, findet die ISO 50001 für Energiemanagementsysteme breite Akzeptanz in Unternehmen und steigert damit das Bewusstsein für Ressourceneffizienz. Neue Erkenntnisse und Anforderungen berücksichtigt der Standardgeber im Rahmen der Normüberarbeitung, die im Sommer 2016 begann. Seit dem 21. August 2018 ist die neue Revision veröffentlicht. Am 23.11.2018 ist die DIN EN ISO 50001:2018, also die deutsche Fassung der ISO 50001:2018, erschienen. Sie können diese beim Beuth Verlag bestellen.

Unternehmen mit einer ISO 50001:2011-Zertifizierung haben seit Inkrafttreten der ISO 50001:2018 am 21. August 2018 drei Jahre Zeit, ihr Energiemanagementsystem (EnMS) umzustellen – bis dahin sind beide Normversionen parallel gültig.

Sind Sie fit für die ISO 50001:2018?

Wir unterstützen Unternehmen beim Umstieg von der bestehenden ISO 50001:2011 auf die ISO 50001:2018 durch ein DELTA Audit. Im Zuge dieses Audits begleiten wir Sie mit einer GAP-Analyse, um Ihre bestehenden Prozesse, Festlegungen und Verfahren zu überprüfen, Abweichungen und Unterschiede aufzuzeigen und die Schwachstellen gegenüber den Anforderungen der neuen ISO 50001:2018 herauszuarbeiten.

// Hier gehts zum DELTA Auditcheck

 

Wichtige Fristen

  • ab 21. Februar 2020 
    Zertifizierungsstellen dürfen gemäß der Übergangsregelung der IAF (International Accreditation Forum – IAF Resolution 2017-14) und der DAkkS nur noch Audits nach der neuen ISO 50001:2018 durchführen.
  • ab 20. August 2021 
    Unternehmen müssen auf die neue Norm ISO 50001:2018 umgestellt sein - Zertifikate nach der alten Norm verlieren ihre Gültigkeit.

Der Umstieg erfolgt in der Regel im Rahmen eines Wiederholungsaudits oder planmäßigen Überwachungsaudits. Je früher sich ein Unternehmen mit den neuen und geänderten Normanforderungen vertraut macht, desto besser kann es die erforderlichen Anpassungen planen und durchführen. In unserem Facsheet haben wir Ihnen die Informationen zur Revision zusammengeführt. // Factsheet ISO 50001:2018

  • Neue Struktur

    Die Norm übernimmt die sogenannte „High Level Structure“ (HLS), die nach einem Beschluss der ISO für alle neuen Managementsystem-Normen gilt. In der ISO 9001:2015 und der ISO 14001:2015 ist diese Struktur bereits umgesetzt. Im Zuge dessen wurden einige Begriffe angepasst. Die Formulierung „dokumentierte Information“ ersetzt beispielsweise die bisherigen „Dokumente“ und „Aufzeichnungen“. Die Einheitlichkeit in Struktur, Textbausteinen und Terminologie soll sicherstellen, dass die ISO-Normen untereinander kompatibel sind. Dies erleichtert den Aufbau von integrierten Managementsystemen.

    Folgende Vergleichstabelle zeigt, an welchen Stellen die neue Normversion von der bisherigen Struktur der ISO 50001:2011 abweicht:
    Alle Angaben ohne Gewähr.

    ISO 50001:2018 

    ISO 50001:2011

    4 Kontext der Organisation

     

    4.1 Verstehen der Organisation und ihres Kontextes

     

    4.2 Verstehen der Erfordernisse und Erwartungen von Beschäftigten und anderen interessierten Parteien

    4.4.2 Rechtliche Vorschriften und andere Anforderungen

    4.3 Festlegen des Anwendungsbereichs und der Grenzen des Energiemanagementsystems

    4.1 Allgemeine Anforderungen
    4.2.1 Top-Management

    4.4 Energiemanagementsystem

    4.1 Allgemeine Anforderungen

    5 Führung

     

    5.1 Führung und Verpflichtung

    4.2 Verantwortung des Managements
    4.2.1 Top-Management
    4.2.2 Beauftragter des Managements

    5.2 Energiepolitik

    4.3 Energiepolitik

    5.3 Rollen, Verantwortlichkeiten und Befugnisse in der Organisation

    4.2.2 Beauftragter des Managements

    6 Planung

    4.4 Energieplanung

    6.1 Maßnahmen zum Umgang mit Risiken und Chancen
    6.1.1
    6.1.2

    4.4.1 Allgemeines

    6.2 Ziele, Energieziele und Planung zu deren Erreichung
    6.2.1
    6.2.2
    6.2.3

    4.4.6 Strategische und operative Energieziele sowie Aktionspläne zum Energiemanagement

    6.3 Energetische Bewertung

    4.4.3 Energetische Bewertung

    6.4 Energieleistungskennzahlen

    4.4.5 Energieleistungskennzahlen

    6.5 Energetische Ausgangsbasis

    4.4.4 Energetische Ausgangsbasis

    6.6 Planung der energiebezogenen Datensammlung

    4.6.1 Überwachung, Messung und Analyse

    7 Unterstützung

    4.5 Einführung und Umsetzung

    7.1 Ressourcen

    4.2.1 Top-Management

    7.2 Kompetenz

    4.5.2 Fähigkeiten, Schulungen und Bewusstsein

    7.3 Bewusstsein

    4.5.2 Fähigkeiten, Schulungen und Bewusstsein

    7.4 Kommunikation

    4.5.3 Kommunikation

    7.5 Dokumentierte Information

    4.5.4 Dokumentation
    4.6.5 Lenkung von Aufzeichnungen

    7.5.1 Allgemeines

    4.5.4 Dokumentation
    4.6.5 Lenkung von Aufzeichnungen

    7.5.2 Erstellen und Aktualisieren

    4.5.4 Dokumentation
    4.6.5 Lenkung von Aufzeichnungen

    7.5.3 Lenkung dokumentierter Information

    4.5.4 Dokumentation
    4.6.5 Lenkung von Aufzeichnungen

    8 Betrieb

    4.5 Einführung und Umsetzung

    8.1 Betriebliche Planung und Steuerung

    4.5.5 Ablauflenkung

    8.2 Auslegung

    4.5.6 Auslegung

    8.3 Beschaffung

    4.5.7 Beschaffung von Energiedienstleistungen, Produkten, Einrichtungen und Energie

    9 Bewertung der Leistung

    4.6 Überprüfung der Leistung

    9.1 Überwachung, Messung, Analyse und Bewertung der energiebezogenen Leistung und dem EnMS

    4.6.1 Überwachung, Messung und Analyse

    9.1.1 Allgemeines

    4.6.1 Überwachung, Messung und Analyse

    9.1.2 Bewertung der Einhaltung rechtlicher Vorschriften und anderer Anforderungen

    4.6.2 Bewertung der Einhaltung rechtlicher Vorschriften und anderer Anforderungen

    9.2 Internes Audit
    9.2.1
    9.2.2

    4.6.3 Interne Auditierung des EnMS

    9.3 Managementbewertung
    9.3.1
    9.3.2
    9.3.3
    9.3.4

    4.7 Managementbewertung (Management-Review)
    4.7.1 Allgemeines
    4.7.2 Eingangsparameter für das Management-Review
    4.7.3 Ergebnisse des Management-Reviews

    10 Verbesserung

     

    10.1 Nichtkonformität und Korrekturmaßnahmen

    4.6.4 Nichtkonformitäten, Korrekturen, Korrektur- und Vorbeugungsmaßnahmen

    10.2 Fortlaufende Verbesserung

     

    Anhang A (informativ) Anleitung zur Anwendung

    Anhang A (informativ) Anleitung zur Anwendung dieser internationalen Norm

    Anhang B (informativ) Übereinstimmung zwischen ISO 50001:2011 und ISO 50001:2018

    Anhang B (informativ) Übereinstimmung zwischen ISO 50001:2011, ISO 9001:2008, ISO 14001:2004 und ISO 22000:2005

  • Wesentliche inhaltliche Änderungen

    Beim Aufbau eines Energiemanagementsystems sind ähnlich wie bei der ISO 9001:2015 und der ISO 14001:2015 interne und externe Themen aus dem Kontext des Unternehmens im Rahmen des Energieplanungsprozesses zu berücksichtigen. Entsprechendes gilt für die Anforderungen und Erwartungen der interessierten Parteien wie Investoren, Mitarbeiter, Behörden, Energieversorger, Lieferanten oder Kunden.

    Die Organisation muss im Energieplanungsprozess ihre Chancen und Risiken bestimmen, um sicherzustellen,

    • dass das EnMS seine beabsichtigten Ziele erreichen kann,
    • dass unerwünschte Auswirkungen verhindert oder verringert werden,
    • dass eine fortlaufende Verbesserung des EnMS und der energiebezogenen Leistung erreicht wird.

    Aus den identifizierten Chancen und Risiken muss die Organisation Maßnahmen ableiten und im EnMS und im Energieplanungsprozess integrieren und umsetzen.

    Ähnlich wie die ISO 14001:2015 stellt die ISO 50001:2018 höhere Anforderungen an das oberste Management: Sie nimmt die Unternehmensführung stärker in die Pflicht sicherzustellen, dass das EnMS die gewünschten Ergebnisse erzielt – einschließlich einer besseren energiebezogenen Leistung. Die oberste Leitung muss sicherstellen, dass das EnMS kompatibel ist mit der strategischen Ausrichtung der Organisation und dass die Anforderungen des EnMS in die Geschäftsprozesse der Organisation integriert werden.
    Diese Verantwortung kann sie nicht mehr an einen Beauftragten delegieren, es muss ein Energie-Team gebildet werden. Die oberste Leitung muss die Verantwortlichkeiten und Befugnisse der Personen des Energie-Teams und für weitere für das EnMS relevante Rollen in der Organisation zuweisen. Das Energiemanagement-Team, das auch nur aus einer Person bestehen kann, ist für die operative Betreuung des Systems zuständig. Es muss das Management regelmäßig über die Leistungsfähigkeit des EnMS und die Verbesserung der energiebezogenen Leistung informieren.

    Die ISO 50001:2018 präzisiert einige Begrifflichkeiten und Konzepte. Insbesondere die „energetische Bewertung“ ist nach Auffassung der ISO jetzt klarer gefasst. Auch die Beschreibungen zu den Energieleistungskennzahlen („energy performance indicators“, EnPI) und der energetischen Ausgangsbasis („energy baseline“, EnB) sind detaillierter, so dass der Zweck der zu erhebenden Daten für den Nachweis der energiebezogenen Leistung besser zu verstehen ist.

    Zudem wurde die ISO-Normenfamilie 50000 in die ISO 50001 eingebunden. So sind die Anleitungen zur Aufstellung und Aktualisierung der Daten aus der ISO 50006:2014 in die neue Revision eingeflossen, darunter die Ermittlung von statischen Faktoren, um bei wesentlichen Veränderungen die EnBs zu modifizieren. Neu ist, dass die „Normalisierung“ der EnPI und EnB zwingend erforderlich ist, wenn es Hinweise darauf gibt, dass sich relevante Variablen wesentlich auf die energiebezogene Leistung auswirken. Dabei werden die Energiedaten modifiziert, um einen Leistungsvergleich zwischen Bezugszeitraum und Berichtszeitraum unter gleichwertigen Bedingungen zu ermöglichen.

    Der bisher unter „Überwachung, Messung und Analyse“ geforderte „Plan für die Energiemessung“ wird in der Neufassung der ISO 50001 als „Plan zur Energiedatensammlung“ ein fester Bestandteil der EnMS-Planung. So wird sichergestellt, dass die erforderlichen Daten zur Überwachung der Hauptmerkmale erfasst werden und mit den gesammelten Energiedaten die Verbesserung der energiebezogenen Leistung und die Wirksamkeit des EnMS nachgewiesen werden können.

  • Ausblick und Empfehlungen

    Für die Einführung und Anwendung der ISO 50001:2018 gilt eine dreijährige Übergangsfrist, in der die alte und die neue Norm parallel gültig sind. Diese Übergangsfrist endet am 20. August 2021 – dann verlieren alle ISO 50001:2011-Zertifikate ihre Gültigkeit, bis dahin muss die Umstellung auf die revidierte Norm erfolgt sein.

    Wir empfehlen zertifizierten Unternehmen, sich frühzeitig mit den präzisierten und neuen Anforderungen vertraut zu machen. So lassen sich die erforderlichen Anpassungen systematisch planen und die Umstellung auf die überarbeitete Norm im Zuge eines Wiederholungsaudits oder planmäßigen Überwachungsaudits vollziehen.

    Nach TÜV SÜD-Einschätzung sind bei einem bestehenden wirksamen EnMS keine tief greifenden Überarbeitungen notwendig. Zu unseren unterstützenden Angeboten wie beispielsweise DELTΔ-Audits mit erfahrenen TÜV SÜD-Auditoren informieren wir Sie demnächst auf unserer Webseite. Unternehmen ohne bisherige Zertifizierung müssen sich dem zweistufigen Verfahren für eine Erstzertifizierung unterziehen.

    Die deutsche Akkreditierungsstelle DAkkS erwartet beim Übergang auf die neue Norm einen höheren Auditaufwand. Dieser scheint im Hinblick auf zum Teil neue oder detailliertere Anforderungen an ein EnMS auch gerechtfertigt. TÜV SÜD-Kunden erhalten dazu im Rahmen des Angebotsprozesses genaue Informationen.

Neue Kriterien bei der Zertifizierung von Energiemanagementsystemen nach ISO 50001

Die ISO 50003 ist eine Akkreditierungsnorm für alle Zertifizierungsstellen, die Energiemanagementsysteme (EnMS) nach der ISO 50001 auditieren und zertifizieren. Diese wurde 2014 von der DAkkS veröffentlicht.

  • Welche Fristen sind zu beachten

    Seit dem 14. Oktober 2017 sind alle Zertifizierungsstellen verpflichtet, die darin festgelegten Vorgaben umzusetzen, d. h. alle Erstzertifizierung- und Rezertifizierungsaudits müssen ab diesem Zeitpunkt auf Grundlage der neuen Anforderungen durchgeführt werden. Überwachungsaudits sind von dieser Regelung nicht betroffen. Für bestehende Zertifizierungen gibt es einen Übergangszeitraum bis zum jeweiligen Ablaufdatum der Zertifikate.

    Mit der aktuellen Akkreditierung für EnMS vom 01. September 2017 wurde der TÜV SÜD Management Service von der DAkkS bestätigt, dass die vorgegebenen Anforderungen normenkonform umgesetzt wurden.

  • Welche Unternehmen sind betroffen

    Mit der neuen Norm erhöhen sich die Anforderungen für Zertifizierungsstellen. Das gilt aber auch für Unternehmen, die bereits nach ISO 50001 zertifiziert sind oder eine Zertifizierung anstreben.

    Denn neben der Etablierung eines funktionsfähigen Energiemanagementsystems als Basis rückt nun die nachgewiesene Verbesserung der Energieeffizienz (d.h. der „Energetischen Leistung“) in den Mittelpunkt. Die kontinuierliche Verbesserung der energiebezogenen Leistung gegenüber der energetischen Ausgangsbasis ist durch messbare Ergebnisse nachvollziehbar nachzuweisen. Als Hilfestellung zur "Messung der energetischen Leistung" wurden die Normen ISO 50006 (Leitfaden zu Energieleistungskennzahlen) und ISO 50015 (Leitfaden zur Messung und Überprüfung der energiebezogenen Leistung) entwickelt.

  • Welche Neuerungen gibt es für die Unternehmen

    EnMS muss fortlaufende Verbesserung der energiebezogenen Leistung erbringen
    Dabei geht es vor allem darum, welche Aktivitäten das Unternehmen unternommen hat, um den Energieeinsatz zu verbessern, den Energieverbrauch zu senken bzw. die Energieeffizienz zu steigern und welche Verbesserungen das Unternehmen - messbar und nachvollziehbar für den Zertifizierer – dabei erzielt hat. Die Bestätigung, ob eine fortlaufende Verbesserung der energiebezogenen Leistung nachgewiesen ist, muss bei der Zertifizierungsentscheidung berücksichtigt werden.

    Ermittlung des Auditzeitaufwandes
    Die Berechnung erfolgt künftig anhand dem jährlichen Gesamtenergieverbrauch, der Anzahl der eingesetzten Energiequellen und der Anzahl wesentlicher energierelevanter Anlagen und Prozesse (Hauptverbraucher). Berücksichtigt wird auch die Anzahl der Mitarbeiter, die wesentlichen Einfluss auf das EnMS, auf den wesentlichen Energieverbrauch bzw. auf die Energieeffizienz haben oder aktiv durch ihre Tätigkeiten dazu beitragen, die Anforderungen des EnMS umzusetzen.

    Anforderungen an die Berufung von ISO 50001 Auditoren
    Definiert sind acht technische Bereiche, denen die Unternehmen zugeordnet werden. Auditoren müssen branchenspezifische Kompetenzen in diesen Bereichen nachweisen.

    Stichprobenprüfungen an mehreren Standorten (Verbund- bzw. Stichprobenzertifizierungen)
    Die ISO 50003 erläutert wie die bestehenden internationalen Regeln für Stichprobenzertifizierungen bei Unternehmen mit mehreren Standorten für ein EnMS anzuwenden sind. So sind zum Beispiel bei der Stichprobenauswahl seitens des Zertifizierers auch der Energieverbrauch und die Energiekomplexität der Standorte zu berücksichtigen.

  • Weitere relevante und hilfreiche Standards

    Die folgenden Normen bieten Hilfestellungen bei der Messung der energiebezogenen Leistung und der Methoden zur Verifizierung der erreichten Effizienzverbesserung. Denn Kostensenkung und Verbesserung der Effizienz sind Treiber für den Betrieb eines Energiemanagementsystems (EnMS), unabhängig von Größe und Status der Organisation. Die weiteren Standards aus der ISO-Familie bieten genauere Leitlinien und Tools für den Betrieb eines EnMS.

    ISO 50004:2014 Energiemanagementsysteme – die Anleitung für die Umsetzung, Aufrechterhaltung und Verbesserung eines Energiemanagementsystems zeigt einen systematischen Ansatz, um eine fortlaufende Verbesserung im Energiemanagement zu erreichen.

    ISO 50006:2014 Energiemanagementsysteme - Messung der energiebezogenen Leistung unter Nutzung von energetischen Ausgangsbasen (EnB) und Energieleistungskennzahlen (EnPI) – die Allgemeinen Grundsätze und Leitlinien bieten praktische Hinweise, wie die Anforderungen der ISO 50001 zu erfüllen sind und damit eine bessere Energieeffizienz zu erreichen ist.

    ISO 50015:2014 Energiemanagementsysteme - Messung und Überprüfung der energiebezogenen Leistung von Organisationen - Allgemeine Grundsätze und Leitlinien
    Die Norm liefert Vorschläge wie sich Messungen zur Bewertung von Energieeinsparungen idealerweise planen und durchführen lassen, rückführbar und objektiv nachweisbar.

    ISO 50047:2016 Energieeinsparungen - Bestimmung von Energieeinsparungen in Organisationen
    Diese Norm bietet eine Anleitung der erforderlichen Vorgehensweise

Wissenswert

iso50001-ts
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ISO 50001 Zertifizierung

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iso50001:2018 revision
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ISO 50001:2018 Revision

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Revision ISO50001
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