Räder eines Zuges

Gleitschutzprüfungen (WSP)

Wählen Sie einen effizienten, zuverlässigen Ansatz für die Gleitschutzprüfung mit unseren Leistungen, die Streckenversuche und Simulationstests miteinander kombinieren.

Wählen Sie einen effizienten, zuverlässigen Ansatz für die Gleitschutzprüfung mit unseren Leistungen, die Streckenversuche und Simulationstests miteinander kombinieren.

Wie wird der Gleitschutz geprüft?

Der Gleitschutz ist ein Bremssystem, welches den verfügbaren Kraftschluss optimiert. Dadurch wird ein möglichst kurzer Bremsweg erreicht und das Blockieren der Räder verhindert. Der Gleitschutz ist somit eine wesentliche Voraussetzung für einen sicheren und effizienten Bahnbetrieb.

Gleitschutzprüfungen sind sowohl für die Zertifizierung von Gleitschutzsystemen als auch für deren Integration in Schienenfahrzeugen im Zuge der Fahrzeugzulassung erforderlich.

Durchgeführt werden diese Prüfungen entweder als Streckenversuche, in denen den Rad-Schiene-Kraftschluss durch Einsatz biologisch abbaubarer Seifen oder Öle reduziert wird, oder als Hardware-in-the-Loop- (HiL-) Simulationstests, in denen ein geringer Rad-Schiene-Kraftschluss simuliert wird.

Die geltenden Normen und Vorschriften bestimmen, inwieweit Streckenversuche oder Simulationstests im Rahmen der Zulassung zum Einsatz kommen dürfen. Hier sind insbesondere die Anforderungen der EN 15595 und des UIC-Merkblatts 541-05 zu erfüllen.

TÜV SÜD führt sowohl Strecken- als auch Simulationsprüfungen für Gleitschutzsysteme durch und ist hierfür nach ISO 17025 als Prüfstelle akkreditiert. So können wir Ihnen unabhängige, effiziente Prüfungen anbieten.

Warum sind effiziente Gleitschutzprüfungen wichtig?

Streckenprüfungen von Gleitschutzsystemen sind naturgemäß einigen relativ schwer steuerbaren Einflussfaktoren stärker ausgesetzt als andere Prüfungen, was zu kostenintensiven Verzögerungen im Zulassungsverfahren führen kann. Zu diesen Faktoren zählen die begrenzte Verfügbarkeit von Strecken für Prüfungen, bei denen eine Reduzierung des Rad-Schiene-Kraftschlusses erforderlich ist, oder Strecken- und Wetterbedingungen, die sich nicht gut für Gleitschutzprüfungen eignen. Dies wird besonders wichtig, wenn die Gleitschutzparameter in Streckenversuchen zur Inbetriebnahme vor den Homologationsprüfungen feinabgestimmt angepasst werden müssen. 

TÜV SÜD – Ihr fachkundiger Partner für Gleitschutzprüfungen

TÜV SÜD verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in umfangreichen Prüfleistungen für Schienenfahrzeuge und Bahnkomponenten. Unser Spektrum beinhaltet Gleitschutzprüfungen in unseren Einrichtungen in Deutschland und der Schweiz sowie durch unsere Sachverständigen weltweit.
Unsere Einrichtungen sind nach ISO 17025 akkreditiert. Objektive, verlässliche Ergebnisse werden so sichergestellt.

Als Ergänzung zu Streckenversuchen für Gleitschutzsysteme bieten wir Hardware-in-the-Loop-Gleitschutzprüfungen, mit denen die Planung von Gleitschutzprüfungen vereinfacht und zuverlässiger gestaltet werden kann. Zugleich tragen diese Prüfungen dazu bei, Traktionsenergie und Personal für dynamische Streckenversuche einzusparen.

 

Was beinhalten unsere Gleitschutzprüfleistungen?

TÜV SÜD führt Gleitschutzsimulationstests in Echtzeit mit einem mobilen Hardware-in-the-Loop-Prüfstand im Fahrzeug durch. Unser Prüfstandsystem verwendet verteilte Achsgeschwindigkeits-Simulationsmodule, die mit den im Fahrzeug verbauten Gleitschutz-Steuergeräten verbunden sind. Dieser Aufbau ist gut geeignet, um auch längere Fahrzeuge mit mehreren Gleitschutzeinheiten gleichzeitig auszustatten. Die Achsgeschwindigkeits-Simulationsmodule von TÜV SÜD können verschiedene gängige Sensortypen simulieren, die im Eisenbahnsektor verwendet werden, inklusive Lifesign-Signale und Zweikanal-Sensoren mit Phasenverschiebung.

Mit unserem mobilen Hardware-in-the-Loop-Prüfstand können wir bei stehenden Fahrzeugen dynamische Gleitschutzprüfungen simulieren. Die Bremsen und die Gleitschutzanlage verhalten sich dabei so, als würde sich das Fahrzeug bewegen, wobei die Bremskräfte vom Gleitschutzsystem so gesteuert werden, dass sie auf die simulierte Rad-Schiene-Kraftschluss reagieren. Messgrößen, die sich aus den Bremsbetätigungskräften ergeben (z. B. pneumatische oder hydraulische Drücke), werden aufgezeichnet und in die Simulation zurückgeführt, um das Bremsverhalten des Fahrzeugs zu berechnen.

Darüber hinaus können wir mit unserem mobilen Prüfstand auch Systeme zur Rollüberwachung/ Erkennung von Achsstillständen prüfen, indem wir künstlich vorgegebene Achsgeschwindigkeiten in Open-Loop-Simulationen testen.

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