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Verbrauchertipp: Kaffee und Espresso

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Verbrauchertipp: Kaffee und Espresso

Egal ob im Café, to go, im Homeoffice oder Büro – Kaffee ist das Lieblingsgetränk der Deutschen. Stolze 168 Liter wurden 2020 pro Kopf konsumiert und damit sogar noch mal 20 Tassen mehr als im Vorjahr. Im Verbrauchertipp erfahren Sie alles Wichtige rund um das Bohnengetränk.

Kaffee ist das Trendgetränk schlechthin. Und das lassen sich die Deutschen auch von einer Pandemie nicht verderben. Während die Gastronomie geschlossen hatte, gab es das Heißgetränk eben vor allem aus dem heimischen Kaffeevollautomaten – so nahm der Absatz von ganzen Bohnen 2020 um satte 26 Prozent zu und erreichte einen Marktanteil von 37 Prozent. Die hierzulande verwendeten Kaffeebohnen stammten zur Mehrzahl aus Brasilien, von dort importierte Deutschland mehr als 400.000 Tonnen. Die nächstwichtigen Lieferanten sind Vietnam und Honduras.

Kaffee ist Kaffee – oder Espresso

Kaffee und Espresso unterscheiden sich bei Bohnenröstung, Mahlgrad und Zubereitung deutlich: Egal ob mit Maschine oder per Hand – beim Kaffeekochen fließt Wasser durch das Kaffeepulver und nimmt so Aromen, Koffein und andere Inhaltsstoffe auf. Im gemahlenen Zustand beträgt die Korngröße für klassischen Filterkaffee 0,4 bis 0,6 mm. Espressopulver benötigt hingegen einen feineren Mahlgrad. Denn bei der Zubereitung wird lediglich der Wasserdampf durch das Pulver gedrückt – in der Espressotasse landet also nur ein Konzentrat. Espressobohnen werden traditionell meist dunkler geröstet als die helleren Filterkaffeebohnen.

Das Reinheitsgebot

Nicht nur für die Herstellung von Bier gibt es ein Reinheitsgebot – wird nämlich Kaffee als Bezeichnung genannt, dann darf laut Kaffeeverordnung auch nur Kaffee enthalten sein. Zucker und Aromen können zwar zugesetzt, müssen dann allerdings auch gekennzeichnet werden. Wenige ausgewählte Zusatzstoffe sind nur in Rohkaffee, Zichorie, Kaffeeersatz und Kaffeezusätzen zugelassen und unterliegen den Deklarationsgesetzen. Hersteller, Verpacker oder Verkäufer müssen die Warenbezeichnung angegeben (z. B. Rohkaffee, Röstkaffee, Kaffeeersatz). Bei manchen Produkten ist der Gehalt an Kaffee-Extrakt-Trockenmasse deklarationspflichtig. Enthält ein Kaffee kein Koffein, ist die Angabe „entkoffeiniert“ nötig.

Die Lieblingssorten: Arabica und Robusta

Arabica und Robusta sind die hierzulande vorherrschenden Sorten. Arabica sprechen Experten ein feineres Aroma zu, während Robusta-Bohnen für einen volleren Körper und eine bessere Crema stehen. Arabica ist am Weltmarkt in der Regel teurer als Robusta, das lässt aber keine grundsätzlichen Rückschlüsse bezüglich der Qualität zu, sondern ist eher ein geschmacklicher Hinweis. Ist eine Kaffeebohne hingegen im Hochland gereift, sagt das schon mehr über die Qualität aus. Je höher der Kaffee angebaut wurde, desto langsamer reifen die Bohnen – und das führt zu feinen, ausgeprägten Aromen.

Erntemethoden

Von der Maschine oder von Hand geerntet? Das ist weniger relevant für die Qualität, als meist angenommen wird. Wichtiger ist die Methode, die beim Ernten der Kaffeekirschen, die die Bohnen enthalten, zum Einsatz kommt. Beim „Picking“ kommen nur die reifen Kirschen in den Sack und unreife Früchte verbleiben am Zweig. Beim Stripping werden alle Bohnen gleichzeitig – maschinell oder per Hand – vom Zweig gestreift und anschließend nachsortiert. Wer das wie macht, hängt von der Größe und Lage des Anbaugebietes sowie von der Kaffeesorte ab. Bei der Qualitätsbewertung der Bohnen achten Experten insbesondere auf den Anteil gebrochener Bohnen – und bei einer Maschinenernte entsteht mehr Bruch als bei der Handernte. Liegt der Bruchanteil bei mehr als fünf Prozent, liegt der Verdacht nahe, dass der Geschmack beeinträchtigt sein könnte. Form, Bräunung und Größe der Bohnen sollten gleichmäßig sein, und kleine Löcher in den Bohnen deuten auf vorherigen Schädlingsbefall.

Nachhaltigkeitssiegel

Kaffee stellt laut Deutschem Kaffee-Verband die Lebensgrundlage von weltweit 125 Millionen Menschen dar. Wer auf umweltschonend produzierten und fair gehandelten Kaffee Wert legt, dem bieten bestimmte Siegel Anhaltspunkte. Der Marktanteil von als nachhaltig zertifiziertem Kaffee liegt in Deutschland bei circa zwölf Prozent. Das Fairtrade-Siegel etwa zielt auf verbesserte Anbau- und Arbeitsbedingungen von benachteiligten Kleinbauernfamilien in den Herstellerländern. Kaffee mit EU-Bio-Siegel erfüllt Europas Kriterien für den ökologischen Landbau. Die Siegel von UTZ/Rainforest Allianz unterstützen mehr Klimaschutz in den Herkunftsländern.

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