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Sicherheit für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft

TÜV SÜD auf der Hydrogen Technology Expo Europe 2026

TÜV SÜD auf der Hydrogen Technology Expo Europe 2026

30. September 2026

Wasserstofftechnologien müssen unter anspruchsvollen Bedingungen zuverlässig funktionieren – von einzelnen Werkstoffen und Komponenten bis hin zu kompletten Systemen. Auf der Hydrogen Technology Expo Europe, die vom 20. bis 22. Oktober 2026 in Hamburg stattfindet, zeigt TÜV SÜD, wie Hersteller und Betreiber ihre Wasserstofflösungen mithilfe von Prüfungen, Zertifizierungen und Qualifizierungen für den sicheren Einsatz und internationale Märkte fit machen können. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den erweiterten Prüfmöglichkeiten für Wasserstoffkomponenten und
-systeme im neuen Wasserstoff-Prüflabor von TÜV SÜD in Garching (Halle 7, Stand 7E45).


Hydrogen Technology Expo Europe 2026Grüner Wasserstoff kann einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten. Für seinen sicheren Einsatz in industriellen Anwendungen müssen Materialien, Komponenten und Anlagen jedoch zuverlässig mit Wasserstoff umgehen können. TÜV SÜD unterstützt Hersteller und Betreiber dabei, die erforderliche Sicherheit, Beständigkeit und Leistungsfähigkeit ihrer Lösungen nachzuweisen. Das Spektrum reicht von Werkstoffuntersuchungen und Druckprüfungen über Funktions- und Lebensdauertests bis hin zur Prüfung kompletter Systeme.

Mit dem neuen Wasserstoff-Prüflabor in Garching hat TÜV SÜD seine Möglichkeiten zur Prüfung von Wasserstoffkomponenten und -systemen weiter ausgebaut. Im Mittelpunkt stehen dabei Prüfungen unter realitätsnahen Bedingungen. So lassen sich unter anderem Druckzyklen bis mindestens 150 MPa sowie Prüfungen in einem Temperaturbereich von -40 °C bis +180 °C durchführen. Ein Wasserstoff-Druckzyklierer mit automatischer Leckage- und Zyklusüberwachung ermöglicht beschleunigte Lebensdauerprüfungen und unterstützt die Entwicklung und Qualifizierung von Komponenten für den Einsatz mit Wasserstoff.

Frühzeitig für Wasserstoff qualifizieren

Mit der H2-Readiness-Zertifizierung unterstützt TÜV SÜD Hersteller und Betreiber dabei, die Eignung ihrer Produkte und Anlagen für einen künftigen Wasserstoffbetrieb frühzeitig nachzuweisen. Gemeinsam mit Herstellern entwickelte Prüfstandards wie P003 und P005 schaffen dabei eine Grundlage für die Bewertung von Werkstoffen und Komponenten hinsichtlich ihrer Beständigkeit und Funktionalität unter Wasserstoffbedingungen.

Darüber hinaus bieten spezifische Leitfäden – etwa für Gas- und Dampfturbinen – sowie Motorenkraftwerke – Orientierung für die schrittweise Umstellung auf Wasserstoff. Damit können Betreiber die technischen Voraussetzungen frühzeitig bewerten, Investitionen gezielter planen und den späteren Wasserstoffbetrieb vorbereiten. Ergänzend sorgen freiwillige Zertifizierungsprogramme auf Basis internationaler Normen, darunter IEC 62282, ISO 19880-X und ISO 19887, für zusätzliche Transparenz entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette.

Prüfen unter realen Betriebsbedingungen

Aufgrund seiner physikalischen und chemischen Eigenschaften stellt Wasserstoff besondere Anforderungen an Werkstoffe und Komponenten. TÜV SÜD bietet Prüfungen für unterschiedliche Druck- und Temperaturbereiche sowie für Wasserstoff, Helium und Gasgemische an. Das Angebot umfasst Funktions- und Lebensdauertests, hydraulische Berstversuche, Gasdurchflussprüfungen sowie Leckage- und Permeationsuntersuchungen an Druckbehältern und anderen wasserstoffführenden Komponenten.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung der Wasserstoffverträglichkeit von metallischen und nichtmetallischen Werkstoffen. Dabei können unter anderem mögliche Effekte wie Wasserstoffversprödung, Permeation oder Veränderungen der Materialeigenschaften analysiert werden. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen bilden eine wichtige Grundlage für die sichere Auslegung von Komponenten und Systemen.

Normen als Grundlage für sichere Produkte

Hersteller von Brennstoffzellen, Elektrolyseanlagen und wasserstoffführenden Komponenten – etwa für Fahrzeuge oder Tankstellen – können auf die Prüf- und Zertifizierungskompetenz von TÜV SÜD zurückgreifen. Dabei werden Produkte und Systeme anhand internationaler Normen und technischer Anforderungen bewertet. Zu den relevanten Standards zählen unter anderem IEC 62282 für Brennstoffzellen, ISO 22734 für Elektrolyseure, ISO 19880-X für Tankstellenkomponenten, ISO 19887 für Fahrzeugkomponenten sowie ISO 17268 für Betankungskupplungen und Tanknippel.

Die Prüf- und Zertifizierungsleistungen reichen dabei von einzelnen Komponenten bis hin zu komplexeren Wasserstoffsystemen. So können Hersteller bereits in der Entwicklungsphase relevante Anforderungen berücksichtigen und die Grundlage für die spätere Marktzulassung schaffen.

Regulatorische Anforderungen im Blick

Für den erfolgreichen Einsatz und Vertrieb von Wasserstofftechnologien sind neben technischen Nachweisen auch regulatorische Anforderungen zu berücksichtigen. Die Experten von TÜV SÜD unterstützen Hersteller unter anderem bei der Einordnung relevanter Normen und Vorschriften sowie bei der Vorbereitung einer CE-Kennzeichnung oder der Erlangung einer Typgenehmigung.

Die Verbindung von Prüfung, Bewertung und Zertifizierung hilft Unternehmen, technische Anforderungen systematisch abzudecken und ihre Produkte für die jeweiligen Zielmärkte zu qualifizieren. Das internationale Netzwerk von TÜV SÜD unterstützt dabei auch bei unterschiedlichen regulatorischen Anforderungen in internationalen Märkten.

Fachwissen für die Wasserstoffpraxis

Neben Prüf- und Zertifizierungsleistungen ist qualifiziertes Fachpersonal eine wichtige Voraussetzung für den sicheren Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft. Die TÜV SÜD Akademie vermittelt Fachkräften in Entwicklung, Betrieb und Instandhaltung praxisnahes Wissen – von den Grundlagen der Wasserstofftechnologie bis zu spezifischen technischen und regulatorischen Fragestellungen.

Das rollenbasierte Qualifikationsschema deckt verschiedene Bereiche der Wasserstoff-Wertschöpfungskette ab. Dazu gehören unter anderem Elektrolyseverfahren, Speicher- und Transporttechnologien, Brennstoffzellenanwendungen, Materialverträglichkeit sowie Risiko- und Sicherheitsaspekte. Auch regulatorische Themen wie Konformitätserklärungen und die Zertifizierung von grünem Wasserstoff sind Bestandteil des Weiterbildungsangebots.

Im Fokus steht dabei stets die sichere und fachgerechte Anwendung von Wasserstoff. Neben standardisierten Seminaren bietet die TÜV SÜD Akademie auch individuelle Schulungslösungen für die spezifischen Anforderungen von Unternehmen und ihren Beschäftigten.

 

Von der Prüfung bis zur Anwendung

TÜV SÜD verbindet seine Expertise in den Bereichen Prüfung, Zertifizierung und Qualifizierung, um Unternehmen bei der Entwicklung und Absicherung von Wasserstofftechnologien umfassend zu unterstützen. Die Leistungen reichen von der Untersuchung einzelner Werkstoffe und Bauteile über die Qualifizierung von Komponenten bis zur Bewertung komplexer Systeme. Damit begleitet TÜV SÜD Hersteller und Betreiber von der Entwicklung und technischen Absicherung über die Konformitätsbewertung bis hin zum sicheren und normgerechten Betrieb ihrer Wasserstofflösungen.

Über die Hydrogen Technology Expo Europe

Die Hydrogen Technology Expo Europe ist eine internationale Fachmesse und Konferenz für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien sowie die damit verbundene Wertschöpfungskette. Vom 20. bis 22. Oktober 2026 treffen sich in Hamburg Technologieanbieter, Systemintegratoren, Hersteller und Anwender aus aller Welt. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Technologien für die Wasserstoffproduktion, -speicherung, -verteilung und -nutzung sowie Brennstoffzellen, Infrastruktur, Mobilität und Sicherheit.

Weitere Informationen zu den Leistungen von TÜV SÜD im Bereich Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien sowie zum Aus- und Weiterbildungsangebot gibt es unter:

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Pressekontakt: Dirk Moser-Delarami

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