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Landfill Miningprojekten

Ökonomische und ökologische Bewertung von Landfill Miningprojekten

Während unter Mining der klassische Bergbau mit der Exploration, dem Erschließen, der Gewinnung und der Aufbereitung von Primärrohstoffen verstanden wird, beschäftigt sich Landfill Mining mit der Rückgewinnung von Wertstoffen aus deponierten Abfällen. Die in der Vergangenheit eingebauten Abfälle werden dabei abgegraben, aufbereitet und einer stofflichen und/oder energetischen Verwertung zugeführt. Nur mehr der nicht verwertbare Anteil wird erneut deponiert. Vor diesen Hintergründen kann eine effiziente Nutzung von Wert- und Energiestoffen aus Deponierückbauprojekten zukünftig eine wichtige Säule der nachhaltigen Ressourcenwirtschaft darstellen. Speziell in Deponien in denen unbehandelte Abfälle abgelagert wurden, finden sich neben Schadstoffen auch potentielle, ökonomisch verwertbare Materialien, die in Zeiten der Verknappung geogener Rohstoffe und fossiler Brennstoffe wieder einer Verwendung zugeführt werden können.

Da aber Landfill Mining Projekte sehr aufwendig und kostenintensiv sind, benötigen Deponiebetreiber, Baufirmen, Planer, usw. im Vorfeld eine Entscheidungsgrundlage um über die Durchführbarkeit entscheiden zu können.

Diese kann im Einzelfall mit entsprechenden ökologischen und ökonomischen Bewertungsinstrumenten des TÜV SÜD beurteilt werden. Die Umsetzung von Landfill Mining Projekten hängt sehr stark vom Verhältnis zwischen eingesetztem Kapital und unterschiedlichen monetären und nicht monetären Nutzenfaktoren ab. Ganzheitliche Kosten- und Erlösbetrachtungen unter Berücksichtigung der Wechselwirkung von z.B. Kosten für den Deponierückbau, Einsparungen bei der Stilllegung/Nachsorge, Erlöse durch die Wiedergewinnung von Flächen (Flächenrecycling) und die Generierung von Sekundärrohstoffen oder der Einsparung von Emissionszertifikaten durch Reduzierung von Treibhausgasemissionen müssen berücksichtigt werden.

Nachfolgende Abbildung zeigt ökonomische, ökologische, technische organisatorische und politisch rechtliche Einflussgrößen die es gilt in einem Landfill Mining Projekt im Vergleich zur Nachsorge zu berücksichtigen.

Bewertung von Landfill Mining Projekten

Auf Basis dieser Anforderungen kann der TÜV Süd im Vorfeld von Landfill Mining Vorhaben mit seinem gesamtheitlichen Bewertungsverfahren eine wichtige ökonomische und ökologische Entscheidungsgrundlage liefern. Dabei werden nicht nur monetär bewertbare Faktoren wie z.B. Kosten und Erlöse, sondern auch nicht-monetäre Einflussgrößen wie Anrainerinteressen oder Umwelteinwirkungen berücksichtigt.

Das gesamte Bewertungsverfahren wird dafür in eine Vor- und eine Hauptbewertung gegliedert. Die Vorbewertung wird dabei mittels standardisiertem Fragebogen durchgeführt und dient der Beurteilung der rechtlichen Durchführbarkeit sowie des Risikos und des Aufwandes eines Landfill Mining - Projektes. Die Ergebnisse dieser Vorbewertung münden in ein Portfoliodiagramm, auf dessen Basis eine weitere Bewertung empfohlen oder nicht empfohlen wird. Wird eine detaillierte Hauptbewertung empfohlen, werden festgelegte ökonomische Kriterien mittels Kapitalwertberechnung und ökologische und sozioökonomische Kriterien mittels Nutzwertanalyse beurteilt und anschließend in ein Nutzwert-Kapitalwert-Diagramm übertragen. Kann auf Basis dieses Diagramms noch keine eindeutige Aussage über die Durchführbarkeit des Projektes getroffen werden, müssen die Ergebnisse weiter in einer Kosten-Wirksamkeitsanalyse geprüft werden. Dabei wird der Nutzen des Vorhabens pro Kapitaleinheit (Nutzwert-Kapitalwert Quotient) ermittelt und damit die Möglichkeit geschaffen eine eindeutige Aussage über die Umsetzbarkeit eines Landfill Mining – Projektes zu treffen.

Nachfolgende Abbildung zeigt den gesamten Bewertungsprozess der eine Aussage darüber ermöglicht ob ein Landfill Mining Projekt (LM) oder das Belassen der Deponie in der Nachsorge (NS) ökologisch und ökonomisch sinnvoller erscheint.

Bewertungsverfahren, Umwelttechnik

 

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