TÜV SÜD gibt Tipps zum Kauf von Toastern
TÜV SÜD gibt Tipps zum Kauf von Toastern
24. September 2026
Toastbrot, Brötchen oder tiefgekühlte Brotscheiben landen in vielen Haushalten regelmäßig im Toaster. Je nach Modell unterscheiden sich Größe und Ausführung der Toastschlitze, Bräunungseinstellungen, Zusatzfunktionen, Pflegeaufwand und Sicherheitsmerkmale. Worauf Verbraucher bei der Auswahl achten sollten, erklärt Christian Kästl, Technical Manager bei TÜV SÜD.
„Vor dem Kauf sollte man überlegen, welche Brotsorten überwiegend getoastet werden und wie viele Scheiben gleichzeitig benötigt werden“, sagt Kästl. Bei der Wahl des passenden Modells sind deshalb vor allem Größe und Ausführung des Geräts relevant. Für kleinere Haushalte reicht meist ein Doppelschlitztoaster. Werden regelmäßig mehrere Personen versorgt, können Modelle für vier Scheiben Zeit sparen. Je nach Bauform werden dabei vier Scheiben entweder nebeneinander oder in zwei langen Schlitzen getoastet. Langschlitztoaster eignen sich vor allem für größere oder längliche Brotscheiben.
Auch die Art der Lebensmittel spielt eine Rolle: In den Röstschlitzen sollten trockene, unbelegte Brotscheiben getoastet werden. Brötchen lassen sich auf dem dafür vorgesehenen Aufsatz erwärmen. Bei gefüllten oder bestrichenen Backwaren geben die Herstellerhinweise Auskunft darüber, ob sie für das jeweilige Gerät geeignet sind.
Eine automatische Brotscheibenzentrierung sorgt dafür, dass die Scheiben möglichst gleichmäßig zwischen den Heizelementen positioniert werden. Wer häufig Brötchen oder Croissants erwärmt, sollte auf einen stabilen, ausreichend großen Brötchenaufsatz achten. Bei manchen Geräten ist dieser fest integriert, bei anderen wird er separat aufgesetzt.
Wie dunkel der Toast wird, lässt sich über mehrere Stufen einstellen. Für ein gutes Ergebnis muss das Brot gleichmäßig gebräunt werden. Bei mehreren Durchgängen hintereinander sollte dieselbe Einstellung zu einem vergleichbaren Bräunungsgrad führen. Viele Geräte verfügen mittlerweile über eine Bräunungskontrolle. Je nach Bauart und Größe unterscheidet sich zudem die Leistung des Geräts. Die Wattzahl sollte dabei immer im Zusammenhang mit Anzahl und Größe der Röstschächte betrachtet werden.
Eine Auftaufunktion ist praktisch, wenn Brot direkt aus dem Gefrierschrank getoastet werden soll. Mit einer Aufwärmfunktion lässt sich bereits geröstetes Brot nochmals erwärmen, ohne dass es stark weitergebräunt wird. Einige Modelle bieten eine einseitige Röstfunktion, beispielsweise für Bagels. Eine Stopptaste ermöglicht es, den Röstvorgang jederzeit zu unterbrechen.
Bedienelemente und Anzeigen sollten gut erkennbar und den jeweiligen Funktionen eindeutig zuzuordnen sein. Die Kabellänge muss zum vorgesehenen Stellplatz passen. Eine Kabelaufwicklung erleichtert die Aufbewahrung. Zusätzlich lohnt sich ein Blick auf die Verfügbarkeit von Ersatzteilen und Zubehör für das jeweilige Modell.
Vor der Reinigung unbedingt den Netzstecker ziehen und das Gerät vollständig abkühlen lassen. Das Gehäuse kann entsprechend den Herstellerhinweisen mit einem trockenen oder leicht angefeuchteten Tuch abgewischt werden. Insbesondere nach der Zubereitung anderer Lebensmittel ist für eine hygienische Reinigung Spülmittel nötig.
In das Geräteinnere und an die Heizelemente sollte keine Feuchtigkeit gelangen. Beim Toasten sammeln sich außerdem Krümel im Geräteinneren an. Eine herausnehmbare Krümelschublade hilft, diese einfach zu entfernen.
Für einen sicheren Betrieb braucht der Toaster eine trockene, hitzebeständige und rutschfeste Arbeitsfläche. Zum Spülbecken, zu Hängeschränken, Küchenpapier, Vorhängen und anderen leicht entzündlichen Gegenständen sollte ausreichend Abstand bleiben.
Während des Betriebs sollte der Toaster beaufsichtigt werden. Für die Sicherheit besonders wichtig ist die automatische Abschaltung: Sie beendet den Röstvorgang nach Ablauf der vorgesehenen Zeit. Bei einer Störung oder Blockierung sollte das Gerät ebenfalls sicher abschalten. Auch die Anhebefunktion trägt zur Sicherheit bei: Mit ihrer Hilfe lassen sich die Brotscheiben weiter aus dem Röstschacht heben und leichter entnehmen. Dadurch sinkt das Risiko, sich dabei die Finger zu verbrennen. Die Stopptaste wiederum sollte während des Betriebs gut erreichbar sein, ohne dass man dabei heißen Gehäuseteilen zu nahe kommt.
Bleibt eine Scheibe im Gerät stecken, sollte der Röstvorgang sofort beendet und der Netzstecker gezogen werden. Nach dem vollständigen Abkühlen lässt sich das Brot gemäß den Herstellerhinweisen entfernen. Gabeln, Messer oder andere metallische Gegenstände dürfen dabei nicht verwendet werden, da sie das Gerät beziehungsweise die Heizelemente beschädigen können und ihr Einsatz lebensgefährlich ist, solange der Toaster an das Stromnetz angeschlossen ist. Auch bei ungewöhnlicher Geruchsentwicklung, Rauch oder sichtbaren Beschädigungen muss der Toaster sofort ausgeschaltet und vom Stromnetz getrennt werden. Ein beschädigtes Gerät sollte nicht weiter betrieben werden.
Bei TÜV SÜD werden Toaster unter anderem auf ihre elektrische und mechanische Sicherheit, die Erwärmung berührbarer Flächen, ihre Stabilität und ihr Verhalten bei möglichen Fehlanwendungen untersucht. Je nach Prüfprogramm können zudem die automatische Abschaltung, die Bedienbarkeit und das Bräunungsergebnis bewertet werden. Orientierung beim Kauf bieten anerkannte Prüfzeichen wie das GS-Zeichen für „Geprüfte Sicherheit“ und das blaue TÜV SÜD-Oktagon.
„Ein Toaster wird in vielen Haushalten regelmäßig genutzt und arbeitet mit hohen Temperaturen. Sicherheitsfunktionen, Pflegeleichtigkeit und ein gleichmäßiges Röstergebnis sind deshalb neben den bevorzugten Brotsorten und der Anzahl der gleichzeitig benötigten Scheiben zentrale Auswahlkriterien“, resümiert Kästl.
Weitere Informationen gibt es HIER.
Pressekontakt: Dirk Moser-Delarami