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Geländer - Normen, Maße, Vorschriften

Treppen ohne Geländer werden aus optischen Gründen gerne im privaten Wohnungsbau eingesetzt. Doch Treppengeländer sind keine optionalen Elemente, sondern von großer Bedeutung für die Sicherheit. Das Geländer ist in erster Linie die Absturzsicherung für Kinder und Erwachsene. Es gilt daher immer zu beachten, welche Folgen ein Verzicht haben könnte. Vor allem in einem Haushalt mit Kindern, Haustieren und älteren Menschen. Jährlich verunglücken rund 1000 Menschen in Deutschland tödlich bei einem Treppensturz, viele weitere Treppenunfälle führen zu schweren Verletzungen. Nicht alle diese Unfälle sind auf fehlende Geländer zurückzuführen, doch gibt ein Geländer mit Handlauf bei vorsichtiger Benutzung der Treppe ausreichenden Halt. Geländer bestehen aus den Pfosten und der Füllung.

Gesetzliche Vorschriften für Treppengeländer

Das Bauordnungsrecht gibt für eine mögliche Absturzhöhe von bis zu 12 Meter eine Geländerhöhe von 90 cm vor, darüber 110 cm. DIN 18065 gibt für Geländer als Mindesthöhe für die Sicherung gegen das Überklettern durch Kleinkinder 70 cm vor, die Geländerstäbe sollen zudem, bei horizontalen Stäben, gegen das Überklettern von Kleinkindern einen Vertikalabstand von maximal 20 bis 25 mm haben. Bei Wohngebäuden mit bis zu zwei Wohnungen und innerhalb von Wohnungen gelten ebenfalls 90 cm bei einer Absturzhöhe von bis zu 12 Meter und 110 cm bei einer größeren möglichen Absturzhöhe.

Absturzhöhe Gebäudearten Mindesthöhe Treppengeländer
= 12 m Gebäude, die nicht der Arbeitsstättenverordnung unterliegen 900 mm (nach Bauordnungsrecht)
= 12 m Arbeitsstätten 1000 mm (nach Arbeitsschutzrecht)
12 m* für alle Gebäudearten 1100 mm

*bei Treppenaugenbreiten = 200 mm gelten die Anforderungen nach Zeile 1

 

Wohngebäude mit bis zu zwei Wohnungen und innerhalb von Wohnungen:

Absturzhöhe Mindesthöhe Treppengeländer
= 12 m 900 mm
12 m** 1100 mm

**bei Treppenaugenbreiten = 200 mm gelten die Anforderungen nach Zeile 1

Gerade Treppe mit Geländer
Gerade Treppe mit Geländer aus Holz


Gesetzliche Vorschriften für Balkongeländer

Balkongeländer sollen primär Schutz bieten. Entsprechende Vorschriften regeln die Höhe und den Abstand der Geländerstäbe. Aufgrund der unterschiedlichen Landesbauordnungen existieren in den Bundesländern abweichende Regelungen. Wie auch beim Treppengeländer müssen Kleinkinder besonders geschützt werden. Zwischen den Geländeröffnungen darf unter keinen Umständen ein Kinderkopf hindurchpassen, weshalb ein Abstand von maximal 12 Zentimetern zwischen den Stäben vorgegeben wird. Gleiches gilt für den Bereich unter dem Geländer. Auch hier darf kein Kinderkopf hindurchpassen, die maximale Höhe dieses Freiraums beträgt ebenfalls 12 Zentimeter.

In vielen Landesbauordnungen gibt es zudem eine Vorschrift, auf horizontale Geländerelemente zu verzichten, die von Kindern als Leiter genutzt werden könnten. Dieses Verbot bezieht sich dann auch auf Häuser und Wohnungen ohne kleine Kinder. Die Höhe der Balkongeländer unterscheiden sich je nach Bundesland. Es sind meistens 110 Zentimeter als Mindestmaß vorgegeben. Die Höhe wird grundsätzlich ab der Bodenplatte gemessen.


Regelungen durch DIN 18065 & Bauordnungen

Informieren Sie sich ausführlich zu den Regelungen durch DIN 18065 und die Bauordnungen.

Wissenswert

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Präsentation

Treppen, Brüstungen, Geländer - Konkrete Lösungen, DIN 18065

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