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SCC und SCP

Kompetenz zeigen mit bewährten Standards

Als Dienstleister im B2B-Bereich oder als Personaldienstleister verlassen sich Ihre Auftraggeber nicht allein auf Fachkompetenz. Qualitätsbewusste Kunden beauftragen Unternehmen, die ihren Maßstäben an Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz gerecht werden. Mit einer Sicherheits-Zertifizierung als Kontraktor (SCC) oder Personaldienstleister (SCP) durch den TÜV SÜD präsentieren Sie sich in dieser Hinsicht als verlässlicher Partner. Und Ihrem Unternehmen hilft die Zertifizierung, Ihr Management in Sachen Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz (SGU) regelmäßig zu überprüfen und zu optimieren.

Die Zertifizierung nach SCC/SCP für Sub-Unternehmer bzw. Leiharbeitsfirmen ist international anerkannt und belegt Ihre Kompetenz mit einem renommierten Prüfzeichen. Besonders wichtig ist dies in sicherheitskritischen Branchen, wie der Mineralöl verarbeitenden Industrie, bei Raffinerien oder Kraftwerken. Denn hier zieht oft schon ein kleines Ereignis weitreichende Folgen nach sich. Aber auch in anderen Sektoren verschafft Ihnen nachweislich gutes Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutz-Management einen Wettbewerbsvorteil.


Zertifizierung nach Industriebereich

Die Zertifizierung für Sicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz (SGU) ist in zwei Industriebereiche, die sogenannten Scopes, unterteilt, für die unterschiedliche Anforderungen gelten:

Scope I: SCC (Safety Certificate Contractors) für Kontraktoren und produzierendes Gewerbe

Scope II: SCP (Safety Certificate Personnel Services) für Personaldienstleister

 

SCC (Scope I): Kontraktoren

Im Scope I können Unternehmen je nach Anwendungsbereich ein eingeschränktes, uneingeschränktes oder ein spezielles Zertifikat für die Petrochemie erlangen.

SCC* = eingeschränktes Zertifikat

Beurteilung der SGU-Management-Aktivitäten direkt am Arbeitsplatz für kleine Unternehmen, die im gesamten Unternehmen durchschnittlich bis zu 35 Mitarbeiter pro Kalenderjahr beschäftigen (einschließlich Auszubildende, Praktikanten und überlassene Leiharbeiter), jedoch keine Sub-Unternehmen über Werkverträge für technische Dienstleistungen einsetzen. Voraussetzung ist, dass 27 gekennzeichnete Pflichtfragen in der SCC-Checkliste (Dokument 003) zu 100 % erfüllt werden. Ergänzungsfragen müssen nicht erfüllt werden.

SCC** = uneingeschränktes Zertifikat

Beurteilt wird das SGU-Management direkt am Arbeitsplatz sowie das SGU-Managementsystem von Unternehmen mit durchschnittlich mehr als 35 Beschäftigten pro Kalenderjahr (einschließlich Auszubildende, Praktikanten und überlassene Leiharbeiter) oder Unternehmen mit bis zu 35 Beschäftigten, die Sub-Unternehmen über Werkverträge für technische Dienstleistungen einsetzen. 40 gekennzeichnete Pflichtfragen in der SCC-Checkliste (Dokument 003) müssen zu 100 % erfüllt sein und mindestens 5 der möglichen 9 gekennzeichneten Ergänzungsfragen müssen positiv beantwortet werden.

SCCP   = uneingeschränktes Zertifikat für die Petrochemie

Neben den unter SCC** genannten Beurteilungskriterien muss Ihr Unternehmen zusätzlich spezifische Anforderungen an die petrochemische Industrie und Raffinerien erfüllen. Dazu müssen 44 gekennzeichnete Pflichtfragen in der SCC-Checkliste (Dokument 003) zu 100 % erfüllt sein und mindestens 3 der möglichen 5 gekennzeichneten Ergänzungsfragen positiv beantwortet werden.

 

SCP (Scope II): Personaldienstleister

Hier werden Personal-Verleihfirmen beurteilt, die ein SGU-Managementsystem implementiert haben. Sie müssen 29 gekennzeichnete Pflichtfragen in der SCC-Checkliste (Dokument 023) zu 100 % erfüllen und mindestens 3 der möglichen 6 gekennzeichneten Ergänzungsfragen müssen positiv beantwortet werden.


Warum TÜV SÜD Management Service?

 
  • Auf die Fachkenntnis der Auditoren von TÜV SÜD können Sie sich verlassen. Sie sind hochqualifiziert und erfahren auf dem Gebiet des SGU-Managements für die verschiedensten Industriezweige.
  • Mit einem Prüfsiegel des TÜV SÜD setzen Sie ein Zeichen für Qualität und Integrität. Denn der TÜV SÜD steht weltweit für Unabhängigkeit und Neutralität. Mit uns als Partner schaffen Sie Vertrauen bei Ihren bestehenden und künftigen Kunden.
  • Durch das weltweit renommierte Prüfzeichen kommunizieren Sie Ihre Qualitätsstandards glaubhaft und heben sich von der Konkurrenz ab.

 

Anforderungen an Kontraktoren - die SCC-Checkliste

Bei dieser Zertifizierung stehen operative Tätigkeiten im Fokus, die das Unternehmens bei seinen Kunden vor Ort ausführt, die sogenannten „Projekte“. Im Rahmen der SCC-Zertifizierung auditieren wir eine repräsentative Anzahl von Projekten wie Baustellen, Werkstätten oder Produktionsbereiche hinsichtlich folgender Punkte der SCP-Checkliste:

 

  • Kapitel 1: SGU: Politik, Organisation und Engagement des Managements
  • Kapitel 2: SGU-Gefährdungsbeurteilung
  • Kapitel 3: SGU-Schulung, -Information und -Unterweisung
  • Kapitel 4: SGU-Bewusstsein
  • Kapitel 5: SGU-Projektplan
  • Kapitel 6: Umweltschutz
  • Kapitel 7: Vorbereitung auf Notfallsituationen
  • Kapitel 8: SGU-Inspektionen
  • Kapitel 9: Betriebsärztliche Betreuung
  • Kapitel 10: Beschaffung und Prüfung von Maschinen, Geräten, Ausrüstungen und Arbeitsstoffen
  • Kapitel 11: Beschaffung von Dienstleistungen
  • Kapitel 12: Meldung, Registrierung und Untersuchung von Unfällen, Beinaheunfällen und unsicheren Situationen

 

 

 

 

 

 

 

 

Anforderungen an Personaldienstleister - die SCP-Checkliste

Bei der Auditierung für die SCP-Zertifizierung besuchen wir Ihre Leih-Arbeitnehmer an ihren Tätigkeitsorten beim Entleiher. Falls das nicht möglich ist – etwa weil der Entleiher das nicht möchte – befragen wir alternativ eine repräsentative Anzahl an Leiharbeitern. Die Beurteilung umfasst folgende Bereich der SCP-Checkliste:

 

  • Kapitel 1: SGU: Politik, Organisation und Engagement des Managements
  • Kapitel 2: SGU-Gefährdungsbeurteilung
  • Kapitel 3: SGU-Schulung, -Information und -Unterweisung
  • Kapitel 4: SGU-Bewusstsein
  • Kapitel 5: SGU-Projektbewertung
  • Kapitel 6: Betriebsärztliche Betreuung
  • Kapitel 7: Meldung, Registrierung und Untersuchung von Unfällen, Beinaheunfällen und unsicheren Situationen

 

 

 

 

 

 

Anforderungen an operativ tätige Mitarbeiter und Führungskräfte

SGU-Schulung und -Prüfung

Für eine Zertifizierung nach dem SCC-Regelwerk, wird nicht nur Ihr SGU-Managementsystem unter die Lupe genommen. Auch das verantwortliche Personal muss entsprechend qualifiziert sein. So belegt die „Personal-Zertifizierung“ ganz konkret die Qualifikation von Mitarbeitern und Führungskräften, die operativ tätig sind.

Alle operativ tätigen Mitarbeiter in dem SCC/SCP zertifizierten Bereich müssen laut Regelwerk einen Nachweis über eine erfolgreich absolvierte, anerkannte SGU-Prüfung besitzen. Operativ tätige Führungskräfte im Geltungsbereich der SGU-Managementsystem-Zertifizierung müssen außerdem eine speziell auf die Führungsaufgabe angepasste, anerkannte SGU-Prüfung nachweisen.

Die Prüfungen für international anerkannte Personen-Zertifizierungen nach der SCC-Checkliste müssen durch eine DAkkS-akkreditierte Personalzertifizierungsstelle, wie den TÜV SÜD, oder einen DAkkS-bestätigten Unfall-Versicherungsträger erfolgen.

 

Anforderungen an die Unfallhäufigkeit gemäß SCC

Kennzahl für Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit

Eine Anforderung für das Sicherheits-Zertifikat Kontraktoren (SCC) hat mit der Häufigkeit von Unfällen zu tun. Das Zertifikat orientiert sich am internationalen Kennzahlensystemen zum Unfallgeschehen. So fließen alle Arbeitsunfälle in die Beurteilung ein, die eine Arbeitsausfallzeit von wenigstens einem Tag nach sich ziehen. Wenn sich beispielsweise ein Mitarbeiter bei einem Unfall verletzt und deswegen am darauffolgenden Tag nicht zur Arbeit kommt, zählt der Vorfall als „Arbeitsunfall“ – Unfälle auf dem Arbeitsweg zählen nicht.  

Die Anzahl an Unfällen pro Kalenderjahr wird zu den geleisteten Arbeitsstunden im selben Zeitraum ins Verhältnis gesetzt und auf eine Million Arbeitsstunden normiert. Hierbei zählen alle Arbeitsstunden von Mitarbeitern und Leiharbeitskräften, die im jeweiligen Kalenderjahr in dem zertifizierten Bereich erbracht wurden, auch administrative. Die Kennzahl berechnet sich nach der Formel:

 

Unfallhäufigkeit (UH) =    Anzahl der Arbeitsunfälle x 1 Million
                                              geleistete Arbeitsstunden

Bei der Erst-Zertifizierung von Kontraktoren liegt der Höchstwert für die Unfallhäufigkeit bei 40 (Sonderregelungen sind unter bestimmten Umständen möglich). Für weitere Zertifizierungen muss das Unternehmen die Unfallhäufigkeit dann auf höchstens 20 senken. Bei Personaldienstleistern sieht es anders aus. Zwar müssen auch sie eine Unfallstatistik nach dem Regelwerk führen, aber nicht unbedingt die genannten Zielwerte erreichen, da sie ja deutlich weniger Einfluss auf Unfälle haben, als ein Subunternehmer.

 

SCC-/SCP-Zertifizierung – mit System zum Ziel

So läuft die Zertifizierung nach SCC/SCP ab

Als DAkkS akkreditierte Zertifizierungs-Gesellschaft begleitet die TÜV SÜD Management Service Sie strukturiert durch die Audits. Die Zertifizierung läuft strikt nach den Vorgaben der DAkkS ab. Das erwartet Sie:

  • Sie implementieren ein Managementsystem für Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz ein und erstellen einen Maßnahmenplan, der die Anforderungen der SCC/SCP Checkliste berücksichtigt.
  • Sie führen ein Vorab-Audit durch, um etwaige Schwachstellen rechtzeitig zu beseitigen – dies kann auch extern geschehen.
  • Anschließend findet das eigentliche Audit durch den TÜV SÜD statt, es läuft in 2 Stufen ab.
  • Nach erfolgreicher Auditierung stellt der TÜV SÜD den Prüfbericht und das vom Zertifizierungsausschuss freigegebene Zertifikat aus.
  • Als zertifiziertes Unternehmen erhalten Sie das Zertifikat sowie unser Prüfsiegel. Das Zertifikat ist 3 Jahre gültig – vorausgesetzt Sie führen die jährliche Überwachung durch.

 

So bereiten Sie sich auf die SCC/SCP Zertifizierung vor

  • Machen Sie sich mit dem Regelwerk für die SCC/SCP Zertifizierung vertraut und beraten Sie sich mit Ihren eigenen Experten, zum Beispiel dem internen Verantwortlichen für das SGU-Managementsystem, Fachkräften für Arbeitssicherheit, dem Betriebsarzt, Umweltschutzbeauftragten etc.
  • Analysieren Sie die Ist-Situation gemeinsam und bewerten Sie Ihr Abschneiden in den einzelnen Bereichen.
  • Erstellen Sie eine Übersicht aller Punkte, bei denen Sie Handlungsbedarf erkennen, und machen Sie daraus eine Anforderungsliste mit Verbesserungs-Maßnahmen.
  • Erstellen Sie anhand dieser Liste einen konkreten Maßnahmenplan. Legen Sie darin Verantwortlichkeiten, Termine und Budgets fest, um den internen Aufwand zu planen.
  • Sie erhalten ein individuelles Angebot für die Zertifizierung Ihres Unternehmens nach SCC oder SCP durch den TÜV SÜD. Unser Tipp: Fragen Sie dabei auch unverbindlich einen vorab-Audit zur optimalen Vorbereitung auf die Zertifizierung an. 

 

SCC-Regelwerk

Das SCC-Regelwerk erhalten Sie direkt auf der Webseite der DGMK

Webseite SCC in der DGMK

 

Wissenswert

Broschüre SCC und SCP
White Paper

Mit Sicherheit mehr Vetrauen schaffen

SCC und SCP: Managementsysteme für Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz

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