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TRAS 120: Technische Regel für Biogasanlagen

Den störungsfreien Betrieb von Biogasanlagen sicherstellen

TRAS 120 BiogasanlagenBeim Betrieb von Biogasanlagen kommt es leider immer wieder zu Störungen, die sich negativ auf ihre Umwelt auswirken. Als Reaktion darauf entwickelte das Bundesministerium für Umwelt die Technische Regel für Anlagensicherheit - Sicherheitstechnische Anforderungen an Biogasanlagen, kurz TRAS 120. Sie gibt vor, wie sich ein störungsfreier Betrieb von Biogasanlagen sicherstellen lässt. Basierend auf der TRAS 120 erscheinen nun nach und nach länderspezifische Erlasse, welche die verbindliche Umsetzung vorgeben. Den Anfang hat Bayern gemacht.

Empfehlenswert ist deshalb, bereits in der Planungsphase einer neuen Biogasanlage, aber auch bei Erweiterungen oder Änderung bestehender Anlagen die Anforderungen der TRAS 120 zu berücksichtigen. Dies gewährleistet maximale Sicherheit bei der Genehmigung und hilft, teure Nachinvestitionen zu vermeiden.

So können wir Sie bei der Umsetzung der TRAS 120 für Biogasanlagen unterstützen: 

  • Prüfung vor Inbetriebnahme
  • Prüfung bei wesentlichen Änderungen
  • Alle vorgeschriebenen sicherheitstechnischen Inspektionen an der Biogasanlage nach §29a BImSchG:
    • Alle 7 Jahre für immissionsschutzrechtlich genehmigungsbedürftige Anlagen (E-Anlagen i.d.R. alle 6 Jahre)
    • Alle 3 Jahre für Anlagen, die unter die Störfall-Verordnung fallen

Was regelt die TRAS 120 für Biogasanlagen?

Die TRAS 120 gilt für immissionsschutzrechtlich genehmigungsbedürftige Anlagen sowie Biogasanlagen, die unter die Störfall-Verordnung fallen. Sie enthält sicherheitstechnische Anforderungen, die neben den Anforderungen an einzelne Apparate oder Maschinen einen störungsfreien Betrieb der gesamten Biogasanlage ermöglichen sollen. 

Die allgemeinen sicherheitstechnischen Anforderungen der TRAS 120 an Biogasanlagen befassen sich beispielsweise mit der Fachkunde der betriebsverantwortlichen Personen, mit Brand- und Explosionsschutz, Schutzabständen, Dokumentationspflichten, Regelungen für den Betrieb und die Betriebsorganisation inklusive Alarmplan, Notfallplan oder Notstromkonzept. 

Darüber hinaus regelt die TRAS 120 Anforderungen an spezifische Anlagenteile, z. B. Prozessleit- und Elektrotechnik, Substratvorbehandlung, Gärbehälter, Rohrleitungen, Armaturen und Membransysteme oder Notfackeln. 

Zudem enthält die TRAS 120 im Zusammenhang mit der Sicherheitsauslegung auch Hinweise zu besonders relevanten Gefahrquellen, die maßgeblich für die Gefahrenanalyse und Gefährdungsbeurteilungen von Biogasanlagen sind.

Ist die TRAS 120 für Biogasanlagen verbindlich? 

Die TRAS 120 selbst ist rechtlich nicht bindend. Wie alle technischen Regeln konkretisiert sie Gesetze und Verordnungen. Sie enthält Empfehlungen und technische Vorschläge für Behörden und Unternehmen, wie die jeweiligen Forderungen umgesetzt werden können und gibt den aktuellen Stand der Technik wieder. 

Da die TRAS 120 „nur“ eine Empfehlung ist, obliegt es den zuständigen Vollzugsbehörden in den Ländern, die Umsetzung durchzuführen. Je nachdem wie diese die Regel anwenden, entsteht für Betreiber von Biogasanlagen zum Teil deutlicher Mehraufwand. Eine bundesweit einheitliche Anwendung ist nicht absehbar.

Wie können wir Ihnen helfen?

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