Kundenstory zu AZAV und ISO 9001
Kundenstory zu AZAV und ISO 9001
Qualität und Zuverlässigkeit – zu fairen Preisen. Das ist der Anspruch der Pidinger Werkstätten der Lebenshilfe Berchtesgadener Land (PWLH) seit inzwischen 50 Jahren. Die soziale Einrichtung aus Oberbayern betreibt ganz besondere Produktions- und Dienstleistungsstätten mit vielfältig ausgestatteten Arbeitsbereichen – sie gibt Menschen mit Behinderung eine tägliche Arbeit und ermöglicht Teilhabe.
Damit die Qualität der produzierten Waren auch nachweislich stimmt, setzt die PWLH auf ein Qualitätsmanagementsystem nach der ISO 9001, das seit über einem Jahrzehnt von TÜV SÜD zertifiziert wird. Qualität geht für den Betrieb aber noch weiter, deshalb sind die PWLH im Sinne einer hochwertigen Bildungsarbeit auch AZAV-zertifiziert, ebenfalls von TÜV SÜD.
Bildung und Arbeit für Menschen mit Behinderungen: In der Region sind die Pidinger Werkstätten die kompetente Organisation für die Schaffung und Weiterentwicklung von beruflichen Teilhabemöglichkeiten. In enger Zusammenarbeit mit Unternehmen, Behörden und unterschiedlichen Institutionen trägt die PWLH wesentlich zur Sicherung von attraktiven Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung und zur Vielfalt der Wirtschaftsregion Berchtesgadener Land bei.
In der PWLH werden Menschen mit Behinderung fachlich begleitet und in der Entwicklung ihrer beruflichen und persönlichen Fähigkeiten durch systematische, individuelle, reflektierte und mit allen Beteiligten kommunizierte Bildung unterstützt.
Bei den Pidinger Werkstätten arbeiten über 250 Menschen auf behindertengerechten und anspruchsvollen Arbeitsplätzen. Zahlreiche Unternehmen in der Region setzen auf die Werkstätten als professionellen Partner und Dienstleister – in den Bereichen Hauswirtschaft, Küche und Wäscherei, Holz- und Metallverarbeitung, Maschinenbau, Montage und Verpackungen. Um die hohe Qualität kontinuierlich zu verbessern, hat die PWLH ein Qualitätsmanagementsystem (QMS) nach der ISO 9001 etabliert.
„Für uns war und ist eine der größten Herausforderungen, unseren Doppelauftrag – den sozialen und den wirtschaftlichen – unter einen Hut zu bringen. Deshalb sollte die Zertifizierung nicht nur alle Dienstleistungen und Fertigungsbereiche abdecken, sondern auch die soziale und fachliche Förderung einschließen“, betont Geschäftsführer Hermann Seeböck.
Dem Leitungsteam war es immer schon wichtig, die Mitarbeitenden in alle Prozesse einzubeziehen – das gelang über Arbeitskreise, in denen sie ihre Erfahrungen teilen und sich einbringen konnten, sowie über interne Fortbildungen.
Nach einer Startveranstaltung mit dem gesamten Personal begann das Team seinerzeit mit einer Bestandsaufnahme des aktuellen Qualitätsmanagements und mit der Frage, welche Prozesse sich verbessern lassen. Dabei stellte die PWLH fest, dass viele in der ISO 9001 definierten Abläufe bereits in der Einrichtung etabliert waren.
„Wir haben gemerkt, dass ein QMS kein bürokratisches Monstrum sein muss. Vielmehr hat sich die ISO 9001 als guter Leitfaden erwiesen, um ein Unternehmen erfolgreich zu steuern und die Kernprozesse im Blick zu behalten“, so Hermann Seeböck.
Mit dem QMS können die Pidinger Werkstätten auf die Bedürfnisse von Mitarbeitern und Kunden gleichzeitig eingehen. Menschen mit Behinderung profitieren von attraktiven Arbeitsplätzen, sie werden beruflich begleitet und gefördert. Und die Unternehmen erwarten freilich hochwertige Produkte von ihrem Dienstleister.
Die PWLH orientiert sich bewusst an den Bedürfnissen der Kunden und verbessern die Prozesse kontinuierlich. So konnte sich die soziale Einrichtung als kompetenter Dienstleister und Lieferant einen Namen machen.
Schon vor der Implementierung des QMS gab es umfangreiche qualitätssichernde Maßnahmen. Durch die Umsetzung der Norm ließen sich jedoch die letzten weißen Flecken beleuchten und beseitigen. Der Umgang mit Fehlern wird damit transparenter, die Fehlerquote ist gesunken und die Arbeitsprozesse lassen sich kontinuierlich verbessern. Das hat sich positiv auf die Qualität der Produkte und Dienstleistungen ausgewirkt. Interne Audits fördern zudem den regelmäßigen Austausch zwischen den Mitarbeitenden, so dass jeder von den Erfahrungen des anderen profitieren kann.
Für den Qualitätsmanager der Pidinger Werkstätten, Henrik Prüß, ist die Zertifizierung nicht nur eine Rückmeldung mit wertvollen Impulsen zur Verbesserung und Weiterentwicklung. Sie hat viele weitere Vorteile: „Einige unserer Kunden haben die Vorgabe ihrer Lieferanten, eine Zertifizierung vorzuzeigen, sonst würden wir diese Aufträge gar nicht erst bekommen. Aber viel wichtiger ist die klare Botschaft nach außen: Die können das! Das sind die Profis!“
Regelmäßig überprüft das TÜV SÜD-Auditorenteam um Anja Meier vor Ort die Tätigkeiten der Mitarbeitenden, deren Arbeitsumgebung und die kontinuierliche Verbesserung. Dabei stehen sowohl der soziale Auftrag der Zertifizierung als auch die Auditierung der Produktionsbereiche im Vordergrund. Die Pidinger Werkstätten setzen bereits seit 2008 auf TÜV SÜD.
„Die Marke ist international und vor allem auch außerhalb von Sozialeinrichtungen sehr bekannt. Auch hier war es uns wichtig, für potenzielle Auftraggeber klarzustellen, dass wir bezüglich unseres Qualitätsmanagements und unserer Prozesse einen Benchmark nicht fürchten und eine Zertifizierung durch einen renommierten Anbieter vorweisen können. Wir schätzen insbesondere die konstruktive und partnerschaftlichen Art und Weise der Auditoren von TÜV SÜD“, unterstreicht Henrik Prüß.
Hermann Seeböck stellt klar: „Die Zertifizierung war ein ‚Ritterschlag‘ für uns: Wir zeigen damit, dass Menschen mit Behinderung Qualität liefern und dass unsere Produkte und Dienstleistungen in der ersten Liga spielen.“ Zudem hat sich die erfolgreiche Zertifizierung durch TÜV SÜD als wichtiger Türöffner bei der Akquise von Aufträgen erwiesen. Beispielsweise ist das Zertifikat Voraussetzung, um mit Metallverarbeitungs- und Maschinenbaubetrieben ins Geschäft zu kommen. Und auch für den Wäschereibetrieb ist es nötig. Darüber hinaus erhalten die Mitarbeitenden wichtige Anerkennung und Bestätigung durch die bestandene externe Zertifizierung.
„Wir feiern dieses Jahr unser 50. Jubiläum, stehen wirtschaftlich auf stabilen Beinen, sind im sozialen und fachlichen Bereich auf dem richtigen Weg, und das Kundenfeedback fällt in unseren Befragungen regelmäßig positiv aus. Durch unsere Wiederholungsaudits verbessern wir ständig unsere Prozesse. Unsere Auftraggeber wissen so, dass sie von uns hohe Qualität erwarten können – und bekommen“, resümiert Hermann Seeböck zufrieden.
Dass die soziale Einrichtung auch in puncto Weiterbildung bei der Qualität keine Kompromisse eingeht, zeigt die seit 2012 bestehende AZAV-Zertifizierung. AZAV steht für „Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung" und ist das Qualitätssiegel im Bildungsbereich. Aufgrund der überzeugenden Zusammenarbeit und hohen Professionalität setzen die Pidinger Werkstätten natürlich auch bei dieser Zertifizierung auf TÜV SÜD, den Premium-Anbieter mit dem blauen Oktagon. TÜV SÜD-Auditorin Eva Öhler prüft dafür regelmäßig den Berufsbildungsbereich in den Werkstätten. Besonders stolz sind die Pidinger Werkstätten auf die zahlreichen erfolgreichen Aktivitäten auf dem ersten Arbeitsmarkt, beispielsweise die Vermittlung einer Person in eine Gärtnerei oder die Vielzahl an Praktika und Arbeitseinsätzen in den Firmen der Region vor Ort.
Spielt Qualität bei Ihnen auch die zentrale Rolle? Weitere Informationen zur ISO 9001-Zertifizierung gibt es hier. Und erfahren Sie, wie Sie von AZAV profitieren können.
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