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Mitarbeiterzufriedenheit als Erfolgsfaktor

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Mitarbeiterzufriedenheit als Erfolgsfaktor

Kompetente, glückliche Mitarbeiter sind das größte Kapital eines jeden Unternehmens. Wie sich die Mitarbeiterzufriedenheit – auch in Zeiten von Corona – verbessern lässt, weiß Barbara Hochbaum.


Frau Hochbaum, warum bringen zufriedene Mitarbeiter mehr Erfolg?

Zufriedene Mitarbeiter sind motiviert und freuen sich, wenn sie das Unternehmen voranbringen. Sie sind die Visitenkarte des Unternehmens und die Gesichter zum Kunden. Ein Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales hat zum Beispiel belegt, dass eine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur und das persönliche Engagement der Mitarbeitenden ein sehr wichtiges Potenzial für den Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen aller Größen und Branchen darstellt. Ganz konkret messbar wird das zum Beispiel an Umsatz und Gewinn. Ist die generelle Zufriedenheit unter den Mitarbeitern nicht gut, laufen einem schnell die Kunden weg. Denn Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit sind eng miteinander verzahnt. Jeder hat schon einmal die Erfahrung mit unfreundlichem Service im Kundenkontakt gemacht. Häufig steckt dahinter Frust über die eigene Tätigkeit. Die Auswirkung auf das Unternehmen ist allerdings fatal, denn ein Kunde wendet sich bei Unzufriedenheit schnell ab. Ein zufriedener Mitarbeiter hingegen bemüht sich aktiv um Lösungen für den Kunden.

 

Wie können Unternehmen Mitarbeiter zufriedener machen?

Da ist die Liste lang und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Flexible Arbeitszeiten und Homeoffice sind beispielsweise für Pendler und junge Eltern eine große Erleichterung, Berufsanfängern ist die Work-Life-Balance wichtig. Wertschätzung und Lob sollten bei entsprechenden Leistungen eine Selbstverständlichkeit sein. Ein Unternehmensleitbild schafft einen Rahmen für ein gutes Miteinander. Zur Arbeitsmotivation tragen auch regelmäßige Schulungen und Weiterbildungen bei. Finanzielle Vergünstigungen wie Mitgliedschaften im Fitnesscenter, Rabatte in Geschäften, Sprachkurse oder auch ein Obstkorb tragen dazu ebenfalls bei. Das alles kann die Attraktivität von Unternehmen für die Mitarbeiter verbessern, die jeweiligen Bedürfnisse unterscheiden sich aber natürlich. Deshalb ist es erst einmal wichtig, den Mitarbeitenden zuzuhören, auf sie einzugehen und ein Umfeld zu schaffen, in dem sie gerne arbeiten. Aber was wünschen sie sich konkret? Um das zu erheben, eignet sich insbesondere eine klassische Mitarbeiterbefragung.

 

Worauf müssen Unternehmen bei einer solchen Befragung achten?

Sie müssen die richtigen Fragen stellen. Denn nur dann bekommt man aussagekräftigte Ergebnisse, aus denen sich verwertbare Rückschlüsse auf die Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit ziehen lassen. Eine Folgebefragung zwei Jahre später zeigt auf, wie sich das Betriebsklima aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen entwickelt hat. Die Methode „Befragung“ ist übrigens immer noch die aussagefähigste und beste, um die Meinung der Mitarbeiter einzuholen. Welchen Kanal man dafür wählt – telefonisch, postalisch, E-Mail oder Online-Tool – hängt natürlich vom individuellen Unternehmen und den Präferenzen der Mitarbeiter ab.

 

Wie geht man am besten vor?

Im ersten Schritt sollte die Führungsebene eines Unternehmens ein klares Ziel für die Befragung formulieren – beispielsweise „Verbesserung der Arbeitsatmosphäre“ oder „Senkung des Krankenstandes“. Und es lohnt immer, sich externe Expertise ins Haus zu holen. Vom Projektstart an sind Transparenz und Kommunikation sehr wichtig, denn schließlich sollen die Mitarbeiter motiviert werden, an der Befragung teilzunehmen. Im Fragebogen sollte richtig viel Hirnschmalz stecken, damit die passenden Fragen gestellt werden. Wer nur „ja“ und „nein“ als Antwort erhält, kann damit nicht viel anfangen, das „Warum“ und „wie sehr“ sind wichtig. Nachfragen, wo es kritisch ist, und nicht verschleiern, dass es Verbesserungspotenziale gibt. Zudem ist ein offener Umgang mit den Ergebnissen wichtig. Ein Unternehmen verspielt viel Glaubwürdigkeit, wenn die Ergebnisse der Befragung unter den Teppich gekehrt werden und alles beim Alten bleibt. Eine Befragung zum Selbstzweck sollte man sich lieber sparen. Wer die Sache ernst nimmt, macht ohnehin regelmäßige Befragungen; schließlich will man überprüfen, ob die eingeführten Maßnahmen wie gewünscht wirken.

 

Welche Vorteile bringt eine Zertifizierung dem Unternehmen?

Die qualifizierte externe Sicht auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter ermöglicht neutrale Ergebnisse. In Zusammenarbeit mit der Uni Koblenz/Landau haben wir einen wissenschaftlich anerkannten Fragebogen erstellt, der im Rahmen der Zertifizierung der TÜV SÜD geprüften Mitarbeiterzufriedenheit zum Einsatz kommt. Abschließend legt der Prüfbericht die zu verbessernden Themenbereiche dar, die dann im nächsten Audit geprüft werden. Für ein gültiges Zertifikat muss die Befragung alle zwei Jahre durchgeführt werden. Wer die Mitarbeiterzufriedenheit zertifizieren lässt, beweist eindeutig, dass das Thema in der Unternehmenskultur einen hohen Stellenwert hat. Das führt natürlich zu einem positiven Image als Arbeitgeber, was wiederum dabei hilft, die besten Fachkräfte zu gewinnen und sie vor allem auch zu halten.

 

Und wer sich nicht gleich zertifizieren lassen will?

Dem bieten wir im Rahmen unserer Audit Services unsere Expertise an. Wir unterstützen Unternehmen bei der Planung, der strategischen Ausrichtung, dem Aufbau des richtigen Projektteams und informieren über rechtliche Vorgaben. Stichwort: DSGVO. Anschließend entwickeln wir einen maßgeschneiderten Fragenkatalog gemäß den individuellen Kriterien und Zielen des Kunden. Nachdem wir die Befragung durchgeführt haben, erhalten Unternehmen eine detaillierte Auswertung, die Basis für einen Handlungsplan bzw. Maßnahmenkatalog – damit die Mitarbeiter noch zufriedener werden.

 

Und zum Abschluss noch das Stichwort „Corona“: Wie können Unternehmen die Mitarbeiterzufriedenheit im Homeoffice stützen?

In der aktuellen Corona-Zeit ist eine regelmäßige Kommunikation besonders wichtig. Führungskräfte sollten sich intensiver als sonst mit den Mitarbeitern austauschen, im Einzelgespräch auch mal nach dem persönlichen Wohlbefinden fragen und zum Beispiel Unterstützung bei der Ausstattung des Heim-Arbeitsplatztes anbieten. Während der Homeoffice-Zeit müssen Vorgesetzte außerdem darauf achten, dass das Überstundenkonto der Mitarbeiter nicht plötzlich vollläuft, weil sie sich nicht von der Arbeit lösen können. Und speziell Eltern sind derzeit auf etwas mehr Flexibilität angewiesen. Darüber hinaus sollten Arbeitgeber natürlich den Betriebsrat bei zentralen Entscheidungen einbinden und die Mitarbeiter immer wieder transparent informieren, wie das Unternehmen dasteht, damit sich Vorgaben auch nachvollziehen lassen.

 Ansprechpartner: Barbara Hochbaum, Product Performance Manager, TÜV SÜD Management Service GmbH

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