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Am 18.10.23 fand die 7. Fortbildungsveranstaltung der ÄSH als Hybridveranstaltung statt.
Informationen und Fragen zum neuen Strahlenschutzrecht und untergesetzlichen Regelwerken wurden vorgestellt und diskutiert. Aktuelles aus Prüfungen der Ärztlichen Stelle, Leitlinien der Bundesärztekammer und Normen sowie ein Blick auf neue und zukünftige Entwicklungen wurden präsentiert.
Die Vorträge finden Sie hier:
Der Jahresbericht des BEVOMED wurde im Oktober 2023 veröffentlicht.
Die Anzahl der Meldungen sind im 4. Erfassungsjahr 2022 gestiegen. Wie im Jahresbericht 2021 dargelegt, liegt es jedoch nahe, dass die tatsächliche Zahl der bedeutsamen Vorkommnisse weitaus höher liegt als die der gemeldeten Fälle. Gerade aus dem niedergelassenen Bereich wurden kaum Vorkommnisse außerhalb der Strahlentherapie gemeldet.
Die systematische Auswertung der im Berichtzeitraum gemeldeten bedeutsamen Vorkommnisse lässt folgende typische Muster und Probleme erkennen:
- Erhöhte Expositionen bei CT-Untersuchungen mit Kontrastmittel und Bolus-Tracking •
- Unzulänglichkeiten bei der Kontrastmittelgabe in der CT •
- Erhöhte Expositionen durch falsch gewählte Untersuchungsprotokolle in der CT •
- Bestrahlungsplanverwechslungen •
- Personenverwechslungen in der Strahlentherapie
Weitere Informationen finden Sie hier:
Die DRW dienen der Optimierung im Strahlenschutz bei diagnostischen und interventionellen Strahlenanwendungen am Menschen. Sie werden für typische Untersuchungen, bezogen auf Patientengruppen, und für einzelne Gerätekategorien festgelegt. Unter dem Oberbegriff "Untersuchungen" sind diagnostische und interventionelle Röntgenanwendungen zusammengefasst. Zur Orientierung wird jeweils das 75. Perzentil einer Verteilung der Medianwerte von Expositionswerten verschiedener Anwender herangezogen.
Der Leitfaden gibt Informationen für Anwender und Ärztliche Stellen zur Handhabung der DRW.
Auch für Untersuchungen ohne DRW sind seitens der Strahlenanwender typische Dosiswerte (lokale DRW) festzulegen und regelmäßige Dosisauswertungen nach § 122 StrlSchV durchzuführen, um unnötige Strahlenexpositionen zu erkennen und vermeiden.
Eine Veröffentlichung von Orientierungswerten für Untersuchungsarten, zu denen keine nationalen DRW vorliegen, wird von der Arbeitsgemeinschaft Physik und Technik der DRG in 2024 erwartet.
Hier finden Sie den Leitfaden:
Weitere Informationen (DRW) finden Sie hier:
Die Studie, die im November im Fachmagazin "Nature Medicine" veröffentlicht wurde, zeigt signifikante Zusammenhänge zwischen einer CT-bedingten Strahlenbelastung und einem erhöhten Risiko für Leukämien und Lymphome auf.
In Deutschland werden pro Jahr rund 110.000 CT-Untersuchungen bei Kindern und Jugendlichen unter 20 Jahren durchgeführt, wobei die Zahl seit Jahren sinkt. Hieraus ergäben sich rein rechnerisch rund 15 zusätzliche hämatologische Krebsfälle in Deutschland binnen 12 Jahren. Insgesamt erkranken jedes Jahr rund 1100 Kinder und Jugendliche unter 18 an hämatologischen Krebserkrankungen. Die Ergebnisse der Studie stellen einen wichtigen Beitrag zur Bewertung der Risiken kleiner Strahlendosen dar. Sie untermauern die Bedeutung der Prinzipien des Strahlenschutzes in der Medizin. CT-Untersuchungen sind grundsätzlich nur dann angebracht, wenn es hierfür eine klare Indikation gibt. Bei Kindern und Jugendlichen wird auf eine besonders enge Auslegung dieser "rechtfertigenden Indikation" geachtet.
Hier finden Sie den Link zum Artikel des BfS und zur Studie: