Radiologie

Newsletter der Ärztlichen Stelle Hessen

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7. Fortbildungsveranstaltung der Ärztlichen Stelle Hessen 

Am 18.10.23 fand die 7. Fortbildungsveranstaltung der ÄSH als Hybridveranstaltung statt. 
Informationen und Fragen zum neuen Strahlenschutzrecht und untergesetzlichen Regelwerken wurden vorgestellt und diskutiert. Aktuelles aus Prüfungen der Ärztlichen Stelle, Leitlinien der Bundesärztekammer und Normen sowie ein Blick auf neue und zukünftige Entwicklungen wurden präsentiert. 

Die Vorträge finden Sie hier: 


Bundesqualitätsbericht IQTIG 
8. November 2023, erstellt im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses

Der Bundesqualitätsbericht wird einmal jährlich auf Grundlage der „Richtlinie zur datengestützten einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung" (DeQS-RL) erstellt und zum 15. August eines jeden Jahres an den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) übergeben und wurde 08.11.23 veröffentlicht. 
Die Qualitätssicherungsverfahren des IQTIG beinhalten strahlenschutzrelevante Themen der perkutanen Koronarangiographie bzw. Koronarinterventionen und Versorgung mit Herzschrittmachern und implantierbaren Defibrilatoren. 
 
Für den Bereich der Herzschrittmacher zeigt sich trotz positiven Entwicklungen, dass an vielen Standorten noch deutliches Verbesserungspotenzial bezüglich der Vermeidung unnötiger Strahlenbelastung besteht. 
Eine Reduzierung der Strahlenbelastung wird auch bei der Implementierung von Defibrilatoren als besonders wichtig angesehen, da sie dem Schutz sowohl der Patientinnen und Patienten als auch des medizinischen Personals dient. Aus Sicht des Expertengremiums schreiten die Verbesserungen in diesem Bereich allerdings noch nicht schnell genug voran.
 


Jahresbericht 2022 
Melde- und Informationssystem für bedeutsame Vorkommnisse bei Strahlenanwendungen am Menschen Bericht der zentralen Stelle gemäß § 111 Abs. 1 Nr. 6 StrlSch

 

Der Jahresbericht des BEVOMED wurde im Oktober 2023 veröffentlicht. 
Die Anzahl der Meldungen sind im 4. Erfassungsjahr 2022 gestiegen. Wie im Jahresbericht 2021 dargelegt, liegt es jedoch nahe, dass die tatsächliche Zahl der bedeutsamen Vorkommnisse weitaus höher liegt als die der gemeldeten Fälle. Gerade aus dem niedergelassenen Bereich wurden kaum Vorkommnisse außerhalb der Strahlentherapie gemeldet. 
Die systematische Auswertung der im Berichtzeitraum gemeldeten bedeutsamen Vorkommnisse lässt folgende typische Muster und Probleme erkennen:

- Erhöhte Expositionen bei CT-Untersuchungen mit Kontrastmittel und Bolus-Tracking • 
- Unzulänglichkeiten bei der Kontrastmittelgabe in der CT • 
- Erhöhte Expositionen durch falsch gewählte Untersuchungsprotokolle in der CT • 
- Bestrahlungsplanverwechslungen • 
- Personenverwechslungen in der Strahlentherapie

Weitere Informationen finden Sie hier: 


Leitfaden zur Handhabung der diagnostischen Referenzwerte für diagnostische und interventionelle Röntgenanwendungen, 14.11.2023

 

Die DRW dienen der Optimierung im Strahlenschutz bei diagnostischen und interventionellen Strahlenanwendungen am Menschen. Sie werden für typische Untersuchungen, bezogen auf Patientengruppen, und für einzelne Gerätekategorien festgelegt. Unter dem Oberbegriff "Untersuchungen" sind diagnostische und interventionelle Röntgenanwendungen zusammengefasst. Zur Orientierung wird jeweils das 75. Perzentil einer Verteilung der Medianwerte von Expositionswerten verschiedener Anwender herangezogen. 

Der Leitfaden gibt Informationen für Anwender und Ärztliche Stellen zur Handhabung der DRW.  

Auch für Untersuchungen ohne DRW sind seitens der Strahlenanwender typische Dosiswerte (lokale DRW) festzulegen und regelmäßige Dosisauswertungen nach § 122 StrlSchV durchzuführen, um unnötige Strahlenexpositionen zu erkennen und vermeiden. 

Eine Veröffentlichung von Orientierungswerten für Untersuchungsarten, zu denen keine nationalen DRW vorliegen, wird von der Arbeitsgemeinschaft Physik und Technik der DRG in 2024 erwartet.

 

Hier finden Sie den Leitfaden:

 

Weitere Informationen (DRW) finden Sie hier: 


Internationale Studie zu CT-Untersuchungen und Leukämierisiken bei Kindern erschienen

Information des BfS zum Artikel: 

Risk of hematological malignancies from CT radiation exposure in children, adolescents and young adults

Nature 29,3111-3119 (2023) 

Published 09.11.2023 

 

Die Studie, die im November im Fachmagazin "Nature Medicine" veröffentlicht wurde, zeigt signifikante Zusammenhänge zwischen einer CT-bedingten Strahlenbelastung und einem erhöhten Risiko für Leukämien und Lymphome auf.

In Deutschland werden pro Jahr rund 110.000 CT-Untersuchungen bei Kindern und Jugendlichen unter 20 Jahren durchgeführt, wobei die Zahl seit Jahren sinkt. Hieraus ergäben sich rein rechnerisch rund 15 zusätzliche hämatologische Krebsfälle in Deutschland binnen 12 Jahren. Insgesamt erkranken jedes Jahr rund 1100 Kinder und Jugendliche unter 18 an hämatologischen Krebserkrankungen. Die Ergebnisse der Studie stellen einen wichtigen Beitrag zur Bewertung der Risiken kleiner Strahlendosen dar. Sie untermauern die Bedeutung der Prinzipien des Strahlenschutzes in der Medizin. CT-Untersuchungen sind grundsätzlich nur dann angebracht, wenn es hierfür eine klare Indikation gibt. Bei Kindern und Jugendlichen wird auf eine besonders enge Auslegung dieser "rechtfertigenden Indikation" geachtet.

 

Hier finden Sie den Link zum Artikel des BfS und zur Studie:

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