Umwelt

Mehr Schutz für ein lebenswertes Klima und gesunde Natur

Mehr Schutz für ein lebenswertes Klima und gesunde Natur

  Wir wollen die negativen Umwelteinflüsse unserer Geschäftstätigkeit minimieren und so unseren Beitrag zu Klimaschutz und Ressourcenschonung leisten. 


Engagement für die Umwelt

 

Mit unseren Dienstleistungen helfen wir unserer Kundschaft, den Umwelt- und Klimaschutz voranzutreiben – so wie es auch unserem Unternehmenszweck entspricht. Gleichzeitig versuchen wir, unser eigenes wirtschaftliches Handeln möglichst nachhaltig zu gestalten und negative Umwelteinflüsse zu minimieren. In unseren Büros und für den Betrieb unserer Labore und Prüfstellen brauchen wir Ressourcen wie Strom, Heizenergie, Papier und Wasser. Außerdem sind unsere Mitarbeitenden viel unterwegs, um zu den Kunden zu kommen, das verursacht auch Emissionen. 

Auch wenn wir als Dienstleistungsunternehmen einen deutlich kleineren ökologischen Fußabdruck hinterlassen als Unternehmen anderer Branchen, wollen wir dennoch unseren Beitrag zu Klimaschutz und Ressourcenschonung leisten und Verantwortung für die ökologischen Folgen unserer Geschäftstätigkeit übernehmen.

 

TÜV SÜD bekennt sich zum Pariser Klimaabkommen und zur Eindämmung der globalen Erderhitzung. Mit unseren Dienstleistungen leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der Wirtschaft. Aber auch innerhalb unseres Unternehmens ist der Klimaschutz von zentraler Bedeutung. Eine belastbare Datengrundlage für zielgerichtete Maßnahmen liefert uns die Treibhausgas-Bilanz (THG-Bilanz). 

Bei der Erstellung unserer THG-Bilanz orientieren wir uns am Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol) und an der internationalen Norm ISO 14064-1, ohne ihr dabei vollumfänglich zu entsprechen. Eine vollumfängliche Erhebung unserer gesamten Wertschöpfungskette (Scope-3-THG-Emissionen) ist derzeit in Arbeit und wir streben eine Verifizierung unseres Corporate Carbon Footprints gemäß ISO 14064-3 an. 

Dem finanziellen Kontrollansatz folgend umfasst unsere THG-Bilanz 2022 die Daten der vollkonsolidierten Tochtergesellschaften in Deutschland, Italien, Spanien, Großbritannien, den USA, China, Japan und Südkorea, die mehr als 90 % unseres Umsatzvolumens und unserer Belegschaft ausmachen. 

 

                 Treibhausgase

 

Der größte Teil unseres Corporate Carbon Footprints entfällt auf den Verbrauch von Energie durch Dienstreisen oder für unsere Standorte und den damit verbundenen Treibhausgas-Emissionen. Deshalb ist unser oberstes Ziel, unsere Emissionen in diesen Bereichen zu reduzieren.

 

Im Jahr 2022 wurden 41,2 % der von TÜV SÜD benötigten Elektrizität aus erneuerbaren Ressourcen mit entsprechenden Herkunftsnachweisen (Grünstrom) bezogen. Wie bereits im Vorjahr lag in Deutschland der Anteil regenerativ erzeugten Stroms am gesamten Stromverbrauch von TÜV SÜD bei rund 80 %. Elektrizität, deren Herkunft nicht eindeutig verifizierbar war, floss als Graustrom in unsere THG-Bilanz ein. Besonders im Ausland wollen wir den Anteil bezogenen Grünstroms am Gesamtverbrauch weiter erhöhen. 

Gezielt fördern wir dabei den Einsatz von Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen). Allein in Deutschland wollen wir in den nächsten Jahren PV-Anlagen mit einer jährlichen Leistung von insgesamt rund 2.800 MWh installieren. An unseren internationalen Standorten soll zudem eine jährliche Leistung von rund 1.500 MWh durch zusätzliche PV-Anlagen generiert werden.


 

Herangehensweise & Ziele

 

Den Rahmen für alle Aktivitäten im Umweltschutz setzt die Umweltrichtlinie, die weltweit Gültigkeit hat. Diese wird jährlich überarbeitet und angepasst. Schwerpunkte der Richtlinie sind derzeit die Verringerung des Verbrauchs von Energie, die Beschaffung von ressourcenschonenden Produkten und Dienstleistungen sowie das Training der Beschäftigten zum schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen.

Unsere Umweltrichtlinie definiert auch unser kurzfristiges Klimaziel:Dieses wurde im Jahr 2022 weiter konkretisiert und eine eigene Klimastrategie formuliert: Unser Ziel sind Netto-Null Emissionen. 

Diese Zielsetzung wollen wir in mehreren Etappen erreichen:

  • Ab dem Jahr 2025 wollen wir innerhalb unseres Geschäftsbetriebs kohlenstoffneutral wirtschaften (Scope 1, 2 und 3: Dienstreisen). Dazu gilt es, THG-Emissionen so weit wie möglich zu vermeiden und den Ressourcenverbrauch zu reduzieren. Alle im Jahr 2025 noch anfallenden THG-Emissionen sollen mithilfe zertifizierter Kompensationsprojekte ausgeglichen werden.  
  • Mit dem Beitritt zur Science Based Targets Initiative (SBTi) im Jahr 2022 haben wir uns verpflichtet, im Rahmen des 1,5°-C-Ziels zu wirtschaften und THG-Emissionen kontinuierlich zu senken. Derzeit erarbeiten wir dazu wissenschaftsbasierte Ziele und adäquate Maßnahmen. 
  • Unser langfristiges Ziel ist es, bis zum Jahr 2050 Netto-Null-Emissionen im Geschäftsbetrieb zu erreichen. Dazu wollen wir die THG-Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette (Scope 1, 2 und 3) um 90 % gegenüber dem Basisjahr 2022 reduzieren. Die noch verbleibenden, unvermeidlichen THG-Emissionen sollen dann mit Klimaschutzprojekten ausgeglichen werden, die Kohlenstoff permanent binden und so der Atmosphäre entziehen (Removal-Projekte).

 

Neues Energiemanagementsystem

 

Seit dem Jahr 2021 werden für alle deutschen und seit dem Jahr 2022 auch für alle internationalen Standorte Energiedaten über eine Energiemanagement-Software erfasst. Dies ermöglicht uns, die Energieverbräuche und Optimierungsmöglichkeiten von derzeit mehr als 30 Ländern zentral zu analysieren. Art und Umfang der Datenerhebung orientieren sich an den Normen ISO 50001 und ISO 14064-1. Zudem nutzen wir regelmäßige Energieaudits, um die Datenerhebung weiter zu optimieren.

 

Sparsamer Ressourceneinsatz 

 

Im Jahr 2022 wurden – so unsere Schätzung – an den Standorten von TÜV SÜD, die in die Berichterstattung einbezogen sind, rund 371 t Papier (Vorjahr 345 t) verbraucht. Der Anteil unserer deutschen Standorte am weltweiten Papierverbrauch von TÜV SÜD beträgt rund 34 %. Wir legen besonderen Wert darauf, ausschließlich FSC-zertifiziertes Kopierpapier aus nachhaltiger Forstwirtschaft zu beziehen, gleichzeitig wollen wir zukünftig vermehrt Recycling-Papier einsetzen und arbeiten an Vorgaben dazu. Um den Papierverbrauch zu senken, fördern wir die Digitalisierung unserer Prozesse, beispielsweise durch den Einsatz von Cloud-Lösungen.

Im Jahr 2022 konnten wir unsere konzernweite Umweltdatenerfassung um den Aspekt Abfall erweitern. Die um eine Strategie zur Kreislaufwirtschaft ergänzte Umweltrichtlinie setzt dabei konzernweit die Leitplanken. Für das Jahr 2022 schätzen wir das Abfallaufkommen von Papier und Pappe auf 4.000 t (Deutschland: 3.380 t). Die Recycling- und Wiederverwendungsquote schätzen wir dabei auf 70 % (Deutschland: 80 %). Das Aufkommen gemischter Siedlungsabfälle (sog. „Restmüll“) wurde auf 6.480 t modelliert, davon entfallen 1.760 t auf die deutschen Standorte. Dieser wird, soweit möglich, der thermischen Verwertung zugeführt.

Auch wenn wir im Unternehmen vergleichsweise wenig Wasser verbrauchen, wollen wir sparsam damit umgehen. Insgesamt wurden im Jahr 2022 innerhalb der betrachteten Länder 206.616 m³ Frischwasser verbraucht. Damit ergibt sich ein Wasserverbrauch von 8,8 m³ (Vorjahr 12 m3) pro Beschäftigtem. 
Wasser wird bei TÜV SÜD nur zu einem geringen Teil für Prüfprozesse verwendet, es wird überwiegend an den Bürostandorten als Brauchwasser genutzt. In Laboren oder Technischen Service Centern, wo es durch die Prüfprozesse zu Verunreinigungen kommen kann, werden Ölabscheider und andere Reinigungsmethoden eingesetzt. Das so gereinigte Wasser wird über die Kanalisation wieder dem Kreislauf zugeführt.

 

Einige Eindrücke unserer Aktivitäten:

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