TÜV SÜD/Weihnachtsbaum/Transport
TÜV SÜD/Weihnachtsbaum/Transport
29. Oktober 2026
Weihnachten naht und damit werden wieder Tannen und Fichten ins heimische Wohnzimmer transportiert. Bei dem Umzug vom Verkaufsstand nach Hause gibt es nach Angaben des TÜV SÜD in München jedoch einiges zu beachten. „Ganz wichtig ist die korrekte Ladungssicherung“, unterstreicht TÜV SÜD-Experte Alexander Bausch. „Egal, ob das Weihnachtssymbol auf dem Autodach oder im Innenraum transportiert wird – der Baum sollte immer in einem Netz verpackt sein.“ Das hält die Zweige zusammen und verhindert Schäden am Baum sowie am Fahrzeug.
„Bei einem Transport auf dem Autodach sollte die Spitze des Christbaums nach hinten zeigen“, rät Bausch. So kann der Fahrtwind die Äste nicht abreißen. Zudem muss der Baum direkt am Stamm mit fest verzurrten Spanngurten gesichert werden. „Gummi-Riemen, Schnüre oder Expander sind völlig ungeeignet, wie Crashtests zeigen“, warnt der Experte.
„Auch im Innenraum ist auf eine korrekte Sicherung zu achten“, legt er Weihnachtsbaum-Käufern ans Herz. Hier bieten neben den Spanngurten die Rückenlehnen der Sitze stabilen Halt. Der Fachmann empfiehlt: „Ein Holzbrett zwischen dem Stamm und der Lehne sorgt dafür, dass die Kräfte bei einer Bremsung besser verteilt werden. Zudem muss die Sicht des Fahrers jederzeit komplett frei sein.“
Falls der Baum beim Dachtransport mehr als einen Meter über das Fahrzeugheck hinausragt, muss er mit einem roten Tuch (30 x 30 cm) gekennzeichnet werden. „Bei Dunkelheit ist eine rote Leuchte vorgeschrieben“, erinnert der TÜV SÜD-Fachmann an die Verkehrsregeln. Maximal darf der Baum 1,5 Meter über das Heck hinausragen, wobei er die Fahrzeugbeleuchtung niemals verdecken darf. Wer seine Ladung nicht verkehrssicher verstaut, riskiert ein Bußgeld von mindestens 35 Euro. Bei einer Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer drohen zusätzlich ein Punkt in Flensburg sowie ein höheres Bußgeld.
Pressekontakt: Vincenzo Lucá