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So bleibt der Innenraum trocken

TÜV SÜD/Technik/Feuchtigkeit

TÜV SÜD/Technik/Feuchtigkeit

8. Oktober 2026

Beschlagene Scheiben, Modergeruch oder sogar Pfützen unter den Sitzen: Im Herbst kämpfen viele Autofahrer mit Feuchtigkeit im Wagen. Wer das Problem ignoriert, riskiert Schimmel, Rost und defekte Elektronik. Alexander Bausch von TÜV SÜD erklärt, wie das Wasser ins Auto kommt und wie man es schnell wieder los wird.

Die Hauptursache: Verstopfte Regenabläufe

Feuchtigkeit ist meistens hausgemacht. Ein Schwachpunkt im Herbst ist herabgefallenes Laub. Sammelt es sich in der Senke zwischen Motorhaube und Windschutzscheibe, verstopfen die Regenabläufe. Die Folge: Angestautes Wasser schwappt in die Lüftung oder sickert direkt in den Fußraum. Auch verstopfte Abläufe am Schiebedach können den Dachhimmel durchfeuchten. Alexander Bausch empfiehlt, „prüfen Sie die Abläufe vorsichtig mit etwas Wasser. Wo das Wasser austritt, ist je nach Fahrzeugmodell unterschiedlich. Beachten Sie deshalb immer die Vorgaben des Fahrzeugherstellers.“ Laub und andere lose Verschmutzungen sollten nur an gut zugänglichen Stellen vorsichtig entfernt werden. Auf Draht, Schraubendreher oder andere spitze beziehungsweise scharfe Werkzeuge sollte man verzichten, da sie Kunststoffteile und Leitungen beschädigen können. Im Zweifel empfiehlt sich die Reinigung in einer Fachwerkstatt.

Nässe richtig aussperren und bekämpfen

Oft wird Feuchtigkeit auch durch nasse Kleidung, Schirme oder Schuhe eingeschleppt. „Nehmen Sie feuchte Utensilien beim Parken aus dem Wagen und hängen Sie nasse Textilmatten zum Trocknen auf“, rät Bausch.

Drei Sofort-Tipps gegen Feuchtigkeit im Auto:

  • Klimaanlage nutzen: Schalten Sie die Klimaanlage ein und vermeiden Sie den Umluftbetrieb. Die Anlage entzieht der Innenraumluft Feuchtigkeit. Bei niedrigen Außentemperaturen kann diese Funktion je nach Fahrzeug jedoch automatisch eingeschränkt oder unterdrückt werden.
  • Zeitungs-Trick bei leichter Feuchtigkeit: Zeitungspapier unter den Fußmatten kann kleinere Mengen Feuchtigkeit aus dem Teppich aufnehmen. Bei stärkerer Nässe reicht diese Maßnahme nicht aus.
  • Luftstrom nicht behindern: Nachträgliche Einbauten oder Verkleidungen im Kofferraum dürfen die vom Hersteller vorgesehenen Be- und Entlüftungswege nicht blockieren.

Wichtig: Bleibt der Innenraum trotz Trocknungsmaßnahmen feucht, tritt weiterhin Wasser ein oder sind bereits Pfützen, ein muffiger Geruch oder Feuchtigkeit unter dem Teppich festzustellen, sollte die Ursache zeitnah in einer Werkstatt geklärt werden. Bei größeren Wassermengen oder möglichem Kontakt mit elektrischen Bauteilen empfiehlt sich eine zeitnahe professionelle Kontrolle und Trocknung.

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Pressekontakt: Vincenzo Lucà

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