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Was das perfekte Familienauto können muss

TÜV SÜD/Technik/Familienauto

TÜV SÜD/Technik/Familienauto

22. Juli 2026

„Das ideale Familienauto muss drei Kriterien erfüllen: Platz, Platz und nochmals Platz“, bringt es Ann-Christin Mainz von TÜV SÜD auf den Punkt. Vans mögen früher die erste Wahl gewesen sein, doch heute dominieren SUVs das Straßenbild. Die täglichen Herausforderungen bleiben jedoch dieselben: Ob Fahrgemeinschaft zur Kita, Großeinkauf oder Sportverein – maximales Stauvolumen ist Pflicht. Doch neben der reinen Größe entscheiden oft die kleinen, versteckten Details darüber, ob ein Auto im Familienalltag begeistert oder im ständigen Nervenkrieg endet.

Ein kindgerechter Innenraum muss vor allem praktisch und strapazierfähig sein. Türen und Griffe sollten auch für kleine Hände leicht zu öffnen und Getränkehalter sowie Ablagen für Proviant oder Spielzeug für angeschnallte Kinder im Fond mühelos erreichbar sein.

  • Schmutzresistenz: Abwischbare Oberflächen und dunkle Schutzbezüge an den Rückseiten der Vordersitze verhindern dauerhafte Spuren von schmutzigen Kinderschuhen.
  • Entertainment & Komfort: USB-Ladesteckdosen und Tablet-Halterungen an den Kopfstützen gehören heute fast zur Standardausstattung.
  • Der Eltern-Blick: Ein zusätzlicher Panorama-Innenspiegel ist Gold wert, um den Nachwuchs jederzeit im Rückspiegel zu beobachten.

Von Isofix bis zum Assistenten

Sicherheit hat immer oberste Priorität. Für den Ernstfall sind ein stabiles Gepäck-Trennnetz, elektronische Fensterheber mit Einklemmschutz sowie eine zuverlässige Kindersicherung unverzichtbar.

Die Sicherheitsbasis:

  • Antiblockiersystem (ABS) & Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP)
  • Mindestens sechs Airbags

Kindersitz-Komfort: TÜV SÜD empfiehlt Fahrzeuge, bei denen sich Isofix-Systeme auch auf dem Beifahrersitz nutzen lassen. Wichtig hierbei: Der Beifahrer-Airbag muss sich zwingend abschalten lassen. „Moderne Fahrassistenten, Spurhalteassistent, Totwinkelwarner und Abstandsradar sind die perfekte Unterstützung“, rät Mainz: „Da Eltern durch den Lärm und das Geschehen im Fond oft abgelenkt sind, wirken diese Assistenten wie ein Airbag vor dem Unfall.“ Ein oft unterschätzter Wohlfühlfaktor ist die Geräuschkulisse. Ein leiser Motor und eine gute Dämmung schonen die Nerven aller Passagiere. „Kaufen Sie das Auto nicht, ohne es vorher ausgiebig mit der ganzen Familie getestet zu haben“, so die Expertin.

Drei Dinge, auf die man bei der Probefahrt achten sollte:

  1. Klimatisierung: Kommt die kühle Luft auch im Fond an? Ideal ist eine separat regelbare Klimaautomatik für die hintere Sitzreihe.
  2. Ladekante: Ist der Kofferraum niedrig genug, um Kinderwagen und Getränkekisten rückenschonend ein- und auszuladen?
  3. Sinnvolle Extras: Klapptische an den Vordersitzen sind genial für Malbücher. Auf teure Panoramadächer kann man meist verzichten – sie heizen den Innenraum im Sommer extrem auf und zwingen dazu, die Jalousie dauerhaft geschlossen zu halten.

Das Fazit: „Nur wer den Wagen im realen Familienalltag auf Herz und Nieren testet, findet heraus, ob er den Belastungen der nächsten Jahre wirklich gewachsen ist“, fasst die TÜV SÜD-Fachfrau zusammen.

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Pressekontakt: Vincenzo Lucà

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