Virtual Reality für Berufsschüler
Virtual Reality für Berufsschüler
30. Juli 2026
Einen Hallenkran sicher zu bedienen, gehört in vielen Fertigungsindustrien zur beruflichen Praxis. Die Berufsschule Regen hat jetzt in Zusammenarbeit mit der TÜV SÜD Akademie ein Ausbildungskonzept umgesetzt, das den Erwerb eines Hallenkranscheins bereits während der regulären Berufsausbildung ermöglicht.
Kern des Ansatzes ist ein VR-gestütztes Trainingssystem, das theoretische Lerninhalte mit simulationsbasierter Praxis verbindet. Im Rahmen des Schulversuchs „clever clustern – gut vernetzt in den Beruf“ durchliefen Auszubildende aus den drei beruflichen Fachrichtungen Metalltechnik, Bau/Holz sowie Lagerlogistik ein strukturiertes Trainingsprogramm mit virtuellen Übungsszenarien.
Die eingesetzte Kombination aus VR-Brille und digitaler Simulation bildet typische Arbeitsabläufe beim Einsatz von Hallenkranen ab. Dazu zählen insbesondere die korrekte Lastaufnahme, das sichere Verfahren von Lasten sowie die Navigation durch vorgegebene Parcours.

Völlig gefahrlos in einer virtuellen Umgebung die Bedienung eines Hallenkrans trainieren. Quelle: TÜV SÜD
Das VR-Training schafft eine kontrollierte Lernumgebung, in der Abläufe standardisiert, reproduzierbar und ohne Gefährdung trainiert werden können. Dadurch werden grundlegende Sicherheitsprinzipien frühzeitig vermittelt und Fehlhandlungen ohne reale Risiken korrigierbar. Gleichzeitig ermöglicht der simulationsbasierte Ansatz eine schrittweise Kompetenzentwicklung, bevor der Übergang in reale Arbeitsumgebungen erfolgt.
Nach Abschluss der virtuellen Trainingsphasen legten die Teilnehmenden der Berufsschule Regen eine praktische Prüfung unter Realbedingungen ab, die von einem TÜV SÜD-Kranausbilder durchgeführt wurde. Bewertet wurden unter anderem die normgerechte Lastaufnahme, die sichere Lastführung sowie die präzise Steuerung des Krans im definierten Prüf-Parcours. Alle Teilnehmenden bestanden die Prüfung und erhielten ein Zertifikat zum Führen von Hallenkranen.
„Der Einsatz von Virtual Reality ermöglicht, standardisierte Trainingsbedingungen für sicherheitskritische Arbeitsabläufe zu schaffen. Dies unterstützt den systematischen Aufbau von Handlungssicherheit und reduziert gleichzeitig Risiken im praktischen Training“, sagt Oswin Breitenbach, verantwortlich für TÜV SÜD ivee. „Die Zusammenarbeit zwischen Berufsschule, Ausbildungspartnern und TÜV SÜD zeigt, wie digitale Simulationstechnologien systematisch in die berufliche Bildung eingebunden werden können.“
Weitere Informationen zu den virtuellen Trainings der TÜV SÜD Akademie gibt es unter ivee.me.
Pressekontakt: Laura Albrecht