TÜV SÜD/Sicherheitsgurt/Bekleidung
TÜV SÜD/Sicherheitsgurt/Bekleidung
27. November 2025
Airbags sind inzwischen Standard und dies in mannigfaltigen Ausführungen. Gleichwohl bleibt der Sicherheitsgurt immer noch Lebensretter Nummer Eins. Doch nur, wenn er richtig angelegt und in einem guten Zustand ist. Grundsätzlich gilt: Damit sich der Gurt rasch straffen kann, muss er eng am Körper anliegen. „Dicke Jacken – insbesondere jetzt während der kalten Jahreszeit – sollten deshalb im Auto ausgezogen werden“, rät Marcellus Kaup von TÜV SÜD: „Das ist besonders wichtig bei Kindern. Denn unter einem zu lockeren Gurt können sie leicht durchrutschen.“ Weiterhin soll der Gurt über Becken und Brust, nicht über Bauch und Hals verlaufen. Bei einem Aufprall drohen sonst schlimme Verletzungen.
Dicke Wintermäntel, flauschige Anoraks oder wattierte Babyanzüge: Durch die zentimeterdicke Kleidungsschicht liegt der Gurt nicht stramm und korrekt am Körper an. Der Gurtstraffer, der die Aufgabe hat, den Gurt im Augenblick des Unfalls so straff wie möglich zu ziehen, kann ebenfalls seine Schutzfunktion nicht voll erfüllen. Besonders problematisch ist dies bei Kleinkindern. „Hier kann der Gurt zusätzlich an der meist glatten Oberfläche der Kindeskleidung von der Schulter abrutschen und das Kind wird dann unkontrolliert nach vorne oder zur Seite geschleudert“, erklärt Kaup.
Es sei ratsam, dicke Wintermäntel und Thermojacken vor Fahrtantritt abzulegen. Kinder im Kindersitz sollten mit einer Decke oder einem Anorak zugedeckt werden. Dies reiche in der Regel als Wärmeschutz aus, bis die Fahrzeugheizung für angenehme Temperaturen im Auto sorge.
Darüber hinaus sollte man ab und an den Gurten selbst einen prüfenden Blick gönnen. Selbst ein korrekt angelegter Gurt kann unter Umständen versagen. Der TÜV SÜD-Fachmann: „Sicherheitsgurte können beispielsweise durch starke Sonneneinstrahlung über die Jahre verschleißen.“ Mit Spannkraft und Flexibilität gehen dem Gurt die wesentlichen Eigenschaften verloren. Rollt sich der Gurt nicht mehr von selbst auf, hat er ausgefranste Stellen oder Risse, sollte er auf jeden Fall ausgetauscht werden. Auch nach einem Unfall ist es empfehlenswert, die Gurte von einem Experten sorgfältig prüfen zu lassen und im Zweifelsfall zu erneuern.
Pressekontakt: Vincenzo Lucà