24. November 2025
Ob E-Sport-, Action- oder Rollenspiele – für viele Gamer ist der Bildschirm das Herzstück ihres Setups. Ein guter Gaming-Monitor sorgt für eine flüssige Bildwiedergabe, brillante Farben und minimale Verzögerungen. Doch angesichts der großen Auswahl ist es nicht leicht, das passende Modell zu finden. Florian Hockel, Produktexperte bei TÜV SÜD, verrät, worauf es beim Kauf ankommt.
Bei der Monitor-Auswahl sind für Gamer zwei Werte besonders entscheidend:
Für Konsolenspieler lohnt sich der Blick auf spezielle Gaming-Monitore, die mit „FreeSync“ oder „G-Sync“ ausgestattet sind. Diese Technologien synchronisieren die Bildrate von Monitor und Grafikkarte und verhindern so störendes „Tearing“ (Bildzerreißen).
Gaming-Monitore sind in verschiedenen Auflösungen erhältlich. Am Markt gängig sind Auflösungen von Full HD bis 4K. Welche Variante sinnvoll ist, hängt vor allem von der Monitorgröße, dem Sitzabstand und der Leistungsfähigkeit des Computers ab.
Auch der Sitzabstand spielt eine Rolle. Zu große Displays können bei zu geringer Entfernung schnell anstrengend für die Augen werden und bei dauerhaftem Hoch- oder Seitwärtsblicken sogar Haltungsschäden begünstigen. Als Faustregel gilt: Der Abstand sollte etwa das 1,2- bis 1,5-Fache der Bildschirmdiagonale betragen. Bei Ultra-Wide- und Curved-Modellen kann der optimale Abstand leicht variieren, da sie größer ausfallen.
Während klassische Gaming-Monitore im 16:9-Format angeboten werden, bieten Ultra-Wide-Modelle (im Format: 21:9 oder 32:9) ein besonders breites Sichtfeld. Damit schaffen sie mehr Raum für Spielwelten oder Multitasking.
Curved-Monitore sind zusätzlich gebogen und passen sich dem natürlichen Sichtfeld an. Das kann bei vielen Spielen für ein intensiveres, immersives Erlebnis sorgen. Allerdings unterstützen nicht alle Spiele die breiten Formate optimal. So kann es zu schwarzen Balken oder Verzerrungen am Bildrand kommen. Bei Ego-Shootern beispielsweise kann es zudem von Nachteil sein, nicht das gesamte Bild auf einen Blick zu erfassen.
Wer häufig auch Filme schaut oder den Monitor beruflich nutzt, sollte prüfen, ob das Format für Office-Anwendungen geeignet ist. Bei der Textverarbeitung oder der Arbeit mit Tabellen kann ein zu stark gebogenes Display unpraktisch sein.
Die Paneltechnologie beeinflusst die Farbdarstellung, den Kontrast und den Blickwinkel maßgeblich. Gängig sind folgende Varianten:
Für hohe Auflösungen und Bildraten sind entsprechende Anschlüsse entscheidend. „DisplayPort 1.4 für PC-Gamer oder HDMI 2.1 für Konsolen sollten vorhanden sein, um 144 Hz oder mehr bei hoher Auflösung zu ermöglichen“, rät der Produktexperte. Wer mehrere Geräte anschließen möchte – etwa PC, Konsole und Streaming-Stick –, sollte auf genügend HDMI-Ports und USB-C-Anschlüsse achten.
Die Ergonomie wiederum ist ein Schlüsselfaktor für Komfort und Ausdauer – besonders bei langen Spielsitzungen. Empfehlenswert sind höhenverstellbare, dreh- und neigbare Standfüße sowie Funktionen wie Blaulichtreduktion und Flicker-Freiheit, um die Augen zu entlasten. Monitore mit dem TÜV SÜD-Prüfzeichen „Low Blue Light“ sind besonders augenschonend geprüft.
Eine gute Orientierung beim Kauf bieten das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit und das blaue TÜV SÜD-Oktagon. TÜV SÜD prüft unter anderem auf elektrische Sicherheit, Materialqualität und Stabilität. So können Verbraucher darauf vertrauen, dass ihr Gerät zuverlässig und sicher im Alltag funktioniert.
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Pressekontakt: Dirk Moser-Delarami