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Runter vom Gas und mehr Abstand

TÜV SÜD/Regen/Abstand

TÜV SÜD/Regen/Abstand

17. November 2025

Eine Fahrt auf nasser Straße kann unversehens mit einer Rutschpartie enden. „Regenunfälle werden hauptsächlich durch die nicht angepasste Geschwindigkeit von Autofahrern verursacht, die die schlechteren Sichtverhältnisse und den geringeren Grip auf nasser Fahrbahn nicht berücksichtigen“, fasst Marcellus Kaup von TÜV SÜD zusammen. Plötzliche Bremsmanöver, ruckartige Lenkaktionen oder unvorsichtiges Überholen verschärfen die Gefahrensituation bei nassem Wetter. Zunehmender Klimawandel trägt dazu bei, dass Starkregenereignisse häufiger und intensiver werden. Wird die Fahrbahn nass, gilt nur eins: „Runter vom Gas und mehr Abstand“, so Kaup.

„Anstelle von 31 Metern kann ein Personenwagen auf nasser Straße 50 Meter Bremsweg oder mehr haben, bis er aus 80 Stundenkilometern (km/h) zum Stand kommt“, warnt der TÜV SÜD-Fachmann. Mit mehr Abstand bleibt mehr Zeit, auf die Bremse zu treten, wenn es kritisch wird. Aber nicht nur der Bremsweg ist auf nasser Straße länger, auch ist die Sicht bei Regen oft schlechter. Auf Schnellstraßen ist die Sicht auf das Verkehrsgeschehen weiter vorn durch die aufgewirbelte Gischt oft gar nicht möglich. „Grundsätzlich“, sagt Kaup, „wer langsamer fährt, hat im Notfall mehr Zeit zu reagieren. Das verringert die Gefahr von Auffahrunfällen, Schleudern, aus der Kurve zu rutschen oder bei Aquaplaning die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren.“

Grundsätzlich sollte man bei Schmuddelwetter mit dem Fahrlicht (Abblendlicht) unterwegs sein und die Lichtautomatik deaktivieren. Das eigene Fahrzeug wird von anderen Verkehrsteilnehmern so früher gesehen – auch von hinten. Die Straßenverkehrsordnung (StVO) verlangt, das Abblendlicht einzuschalten, wenn die Sicht erheblich eingeschränkt ist.

Fahren bei Nässe erfordert mehr Konzentration und Aufmerksamkeit als bei trockenem Wetter. Deshalb sollte man sich nicht von Navi, Audioanlage oder Beifahrern ablenken lassen, sondern konzentriert und bremsbereit bleiben. Schwimmt das Fahrzeug auf, lässt sich nicht mehr lenken, sofort vom Gas gehen, Kupplung treten und möglichst wenig lenken, bis die Räder wieder greifen.

Besonders nervig sind Nachtfahrten bei Regen. „Starke Lichtspiegelungen auf der nassen Fahrbahn und den Scheiben können stark blenden und irritieren“, warnt der TÜV SÜD-Fachmann. Verschmutzte und beschlagene Scheiben können diese Effekte noch verstärken und in den dunkleren Monaten sollte man auch den Scheibenwischern einen prüfenden Blick gönnen.

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Pressekontakt: Vincenzo Lucà

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