TÜV SÜD/Alufelgen/Putzaktion
TÜV SÜD/Alufelgen/Putzaktion
23. Juli 2025
Leichtmetallfelgen stehen auf der Wunschliste vieler Autobesitzer ganz oben. Sie versprechen sich von der entsprechenden Investition ein individuelleres, vor allem aber ein besseres Aussehen ihres Fahrzeugs. Bei Neuwagen pendelt seit Jahren die Ausrüstungsquote um 60 Prozent. Doch der Glanz der schmucken Stücke verblasst im Autoalltag rasch, wenn sie nicht entsprechend gepflegt werden.
Sprachpuristen differenzieren übrigens - der Ausdruck „Felge“ bezeichnet nur den äußeren Teil des Rades, auf dem der Reifen aufliegt. Der Begriff „Rad“ hingegen bezieht sich auf die feste Kombination aus Felge, Speichen und der Radanschlussfläche mit Lochkranz und Lochkreis. Wohl weitaus wichtiger im Alltag, „je länger der Schmutz auf den Felgen bleibt, umso höher ist der Aufwand für seine Beseitigung“, warnt Alexander Bausch von TÜV SÜD vor falscher Geduld. Zusammen mit Wärme, die bei jedem Bremsvorgang entsteht und Nässe kann der Dreck an den Felgen förmlich festbacken. Deshalb sollte man mit einer Reinigungsaktion nicht zu lange warten.
„Erst wenn die Waschanlage nicht mehr das gewünschte Putzergebnis erbringt, sollte man zu Spezialreinigern greifen“, sagt Bausch und empfiehlt, sich bei Wahl des Produktes an neutralen Tests zu orientieren. Von vermeintlichen Hausmitteln wie etwa Backofenreinigern rät der Fachmann dringend ab: „Der Dreck geht da zwar weg, aber auch die Oberfläche der Felge leidet.“
Zudem sollte man beachten: selbst, wenn viele Felgenreiniger der Wassergefährdungsklasse Eins angehören, sollte die Putzaktion möglichst an Waschplätzen mit Ölabscheidern durchgeführt werden. Erfahrungsgemäß ist der meiste Schmutz auf Felgen Staub. Der lässt sich nur bis zu einem gewissen Grad ohne Reiniger mit Wasser und Schwamm beseitigen. Trotzdem empfiehlt sich die Methode als erste Maßnahme, denn dem verbliebenen hartnäckigeren Schmutz kann dann besser mit speziellen Felgenreinigern zu Leibe gerückt werden.
Im Handel werden säurehaltige und säurefreie Tinkturen angeboten. „Grundsätzlich sind säurehaltige Felgenreiniger deutlich aggressiver als säurefreie Reiniger“, erläutert der TÜV SÜD-Fachmann: „Wenn auf der Packung Warnhinweise auf ätzende oder reizende Inhaltsstoffe aufmerksam machen, dann ist Vorsicht angezeigt.“ Neben einem guten Schutz der Hände - Gummihandschuhe - sollte man vermeiden, den Sprühnebel beim Auftragen des Reinigers einzuatmen. Bausch: „Deshalb solche Mittel immer außerhalb geschlossener Räume anwenden und möglichen Wind beachten.“ Zudem ist eine Schutzbrille ratsam.
Vor Beginn der Putzaktion empfiehlt er, grundsätzlich die Gebrauchsanweisung des Herstellers sorgsam durchzulesen. „Ganz wichtig ist, dass das Mittel nicht zu lange aufgetragen bleibt“, rät der TÜV SÜD-Fachmann, denn sonst kann der Reifen beschädigt werden. Manche Produkte zeigen durch eine Verfärbung, wann die Zeit zum Abspülen reif ist. Die ungeschützten Metallteile von Bremse und Radbefestigung müssen nach dem Aufbringen des Reinigers mit reichlich Wasser abgespült werden. Besser ist es deshalb, säurehaltige Felgenreiniger nur an demontierten Rädern anzuwenden. Will man seiner Putzaktion den letzten Schliff geben, kann man nach dem Putzen die Leichtmetallfelgen mit einem speziellen Konservierer behandeln. Das verzögert die erneute Verschmutzung.
Pressekontakt: Vincenzo Lucá