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Gefahr im Verborgenen

TÜV SÜD/Stoßdämpfer/Fahrsicherheit

TÜV SÜD/Stoßdämpfer/Fahrsicherheit

4. Dezember 2025

Ein modernes Auto wirft so schnell nichts aus der Bahn. Dank ausgeklügelter Elektronik wie ESP, Traktionskontrolle oder ABS werden selbst kniffelige Fahrsituationen gemeistert. „Doch die elektronischen Regelsysteme können die Grenzen der Fahrphysik nicht außer Kraft setzen und sind auf ein intaktes Fahrwerk angewiesen“, erinnert Alexander Bausch von TÜV SÜD: „Sind die Stoßdämpfer verschlissen, gerät das Fahrzeug unversehens in einen Schlingerkurs.“

Bei Kurvenfahrten oder Ausweichmanövern bricht das Fahrzeug erheblich eher aus. Der Bremsweg verlängert sich etwa ab Tempo 80 um zwei bis drei Meter und der gefürchtete Aquaplaning-Effekt setzt viel früher ein. Außerdem verschleißen die Reifen schneller. Auch die Funktionsfähigkeit elektronischer Fahrassistenzsysteme wie ABS (Antiblockiersystem), ASR (Antischlupfregelung) oder ESP (Elektronische Stabilitätskontrolle) wird durch mangelhafte Dämpfer stark beeinträchtigt, da sie eben auf Fahrbahnkontakt angewiesen sind.

Das tückische am Dämpferverschleiß ist, er tritt schleichend auf. „Der Fahrer gewöhnt sich an ein Nachlassen der Dämpferwirkung und ihm fehlt meist der direkte Vergleich mit intakten Dämpfern“, schildert der TÜV SÜD-Fachmann seine Erfahrungen. Eine einfache Sichtprüfung oder der Wipptest mit der Hand liefern keine verlässlichen Kontrollergebnisse. „Optimal ist eine Dämpferprüfung auf einer sogenannten Rüttelplatte“, rät der Fachmann. Dabei wird das Dämpfungsverhalten des gesamten Fahrwerks unter die Lupe genommen. Deshalb sollten Autobesitzer regelmäßig die Stoßdämpfer fachmännisch kontrollieren lassen, sofern solche Kontrollen nicht im Inspektionsumfang aufgelistet sind. Solche Begutachtungen sollten spätestens ab Laufleistungen von 80.000 Kilometern im Abstand von 20.000 Kilometern erfolgen.

„Aufgabe der Stoßdämpfer ist es, die Schwingungen des Fahrzeuges abzubremsen, wenn es bei Bodenwellen, Schlaglöchern oder Hindernissen ein- und ausfedert“, erläutert der TÜV SÜD-Fachmann. Damit sorgen die Dämpfer dafür, dass die Räder selbst auf unebener Fahrbahn ununterbrochen in engem Kontakt zur Fahrbahn bleiben. Intakte Dämpfer gewährleisten, dass eine sichere Bodenhaftung unter möglichst allen Fahrzuständen erhalten bleibt. Die durch Federn, Fahrstil und Fahrbahn entstehenden Schwingungen werden abgebremst. Dazu wird – vereinfacht dargestellt – im Kolbengehäuse des Dämpfers Öl durch genau definierte Öffnungen oder Ventile gepresst. Deshalb sprechen Techniker auch genau genommen von Schwingungsdämpfern.

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Pressekontakt: Vincenzo Lucà

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