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Fahren mit Haken

TÜV SÜD/Wohnwagen/Sicherheit

TÜV SÜD/Wohnwagen/Sicherheit

29. Juni 2023

Wohnwagengespanne sind statistisch betrachtet sehr sichere Verkehrsteilnehmer. Doch so manche Fahrsituation stellt den Menschen am Steuer trotz aller elektronischen Sicherheitssysteme unverhofft vor Probleme. „Das Fahren mit dem Heim am Haken erfordert Erfahrung, Übung und Geschick“, schildert Jürgen Lebherz von TÜV SÜD seine Beobachtungen. Selbst für routinierte Pkw-Fahrer ist das Ziehen von Lasten eine Herausforderung, deshalb heißt eine der dringendsten Empfehlungen: „Diszipliniert fahren und die Tempolimits unbedingt einhalten“, erinnert Lebherz. Letztere sind je nach Land sehr unterschiedlich. Man sollte sich deshalb vorab über die Regeln im Ausland informieren. Schneller als 100 Stundenkilometer (km/h) sollte man mit dem Gespann ohnehin nicht unterwegs sein – auch wenn die Verkehrsregeln dies erlauben. Die allermeisten Wohnwagen sind bauartbedingt nur bis 100 km/h zugelassen.

Zur sicheren Reise gehört überdies das richtige Packen. Schwere Teile immer in Achsnähe des Caravans platzieren und fixieren, damit sie während der Fahrt auch dort bleiben. Möglichst die zulässige Stützlast von Anhänger oder Fahrzeug ausnutzen. Ebenfalls beachten: Weil die Hinterachse des Pkw die zusätzliche Stützlast des Anhängers verkraften muss, nicht die Hinterachse des Autos zusätzlich beladen. Schwere Gegenstände hier besser vor die Hinterachse, also dicht hinter die Rückbank, stellen. Den Kofferraum in einem solchen Fall besser nur mit leichten Gegenständen beladen.

„Grundsätzlich haben Fahrzeug und Anhänger einen deutlich längeren Bremsweg und eine geringere Beschleunigung“, erinnert der TÜV SÜD-Fachmann: „Das heißt als Erstes, mit viel mehr Abstand unterwegs sein.“ Bei einem Überholmanöver sollte man auf ausreichenden Abstand zum Nebenmann achten, sonst entsteht ein Sog und der Hänger gerät ins Schlingern. Bei Seitenwind ebenfalls vom Gas gehen. Bei Bergpassagen empfiehlt Lebherz, früh in niedrigere Gänge schalten. Das schont den Motor und schützt ihn vor Überhitzung. Geht es talwärts, Bremskraft des Motors in niedrigen Gängen nutzen. Das hält die Bremsen kühl und griffig.

Moderne Assistenzsysteme erleichtern zwar das Gespannfahren, doch trotzdem kann die Fuhre instabil werden. „Dem Schlingern eines Anhängers geht ein Prozess voraus, den man durchaus frühzeitig wahrnehmen kann“, schildert der TÜV SÜD-Fachmann seine Erfahrungen. Die Alarmlampen beim Fahrer sollten angehen, wenn der Wohnwagen leicht schlingert, obwohl es keine Lenkbewegungen gibt. Hier gilt Tempo reduzieren, dann beruhigt sich das Gespann wieder. Kritischer wird es, wenn sich die Schlingerimpulse vom Anhänger auf das Zugfahrzeug übertragen. Jetzt gilt: Lenkrad gerade halten und kurz, aber kräftig auf die Bremse treten.

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Pressekontakt: Vincenzo Lucá

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