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Sehvermögen regelmäßig überprüfen

TÜV SÜD/Sehvermögen/Führerschein

TÜV SÜD/Sehvermögen/Führerschein

20. Dezember 2023

Für die wohl meisten Autofahrerinnen und Autofahrer ist das Thema Augenkontrolle mit dem bestandenen Sehtest vor dem Erwerb des Führerscheins erledigt. Doch erfahrungsgemäß nimmt das Sehvermögen mit zunehmendem Alter ab, eine regelmäßige, freiwillige Überprüfung der Sehfähigkeit durch einen Augenarzt ist daher sinnvoll. „Einen Sehtest sollte man aus Eigenverantwortlichkeit machen, unabhängig von den derzeitigen Diskussionen quer durch die politischen Parteien oder den Überlegungen der EU-Kommission“, gibt Marcellus Kaup von TÜV SÜD zu bedenken. Der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) schätzt, dass jedes Jahr 300.000 Verkehrsunfälle durch mangelnde Sehleistung verursacht werden.

Etwa ab dem 40. Lebensjahr können verstärkt ernst zu nehmende Augenerkrankungen auftreten, die eine sichere Verkehrsteilnahme gefährden. „Tückisch an vielen Erkrankungen des Auges ist, dass sie nicht schlagartig auftreten“, schildert Marcellus Kaup seine Beobachtungen: „Vielfach sinkt das Sehvermögen schleichend und wird nicht wahrgenommen“. Der Graue Star (Katarakt) beispielsweise ist eine Augenerkrankung, bei der sich die Augenlinse trübt. Hier handelt es sich zumeist um einen Alterungsprozess, der unterschiedlich schnell abläuft. Langsam zunehmende Sehstörungen und starke Blendungserscheinungen gelten als Symptome. „Im fortgeschrittenen Stadium empfinden es Patientinnen und Patienten oft so, als würden sie durch Milchglas sehen. Auch beispielsweise entgegenkommende Autoscheinwerfer werden nicht mehr klar erkannt, die Wahrnehmung ist verschwommen“, warnt der TÜV SÜD-Fachmann. Zusätzlich kommt es durch diese Trübungen zu einer erhöhten Blendempfindlichkeit.

Die Staroperation zählt heute zu den häufigsten Operationen überhaupt. Jahr für Jahr werden in Deutschland etwa 900.000 Operationen wegen eines Grauen Stars vorgenommen. Bei diesem überwiegend ambulanten Eingriff wird die trübe Linse aus dem Auge operativ entfernt und heute in der Regel durch eine sogenannte Intraokularlinse aus Kunststoff ersetzt.

Will man als Brillenträger nach erfolgreicher OP die Einträge im Führerschein ändern lassen, muss nach dem Augenlasern oder einer entsprechenden Operation ein erneuter Sehtest vorgelegt werden. Bei einem Führerschein der Klasse B ist meist ein normaler Sehtest ausreichend. Für die Austragung bei LKW- oder Bus-Führerscheinen muss in der Regel ein augenärztliches Gutachten vorhanden sein. „Klären Sie am besten mit der Behörde, welche Nachweise diese verlangt“, empfiehlt der TÜV SÜD-Fachmann.

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Pressekontakt: Vincenzo Lucà

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