Junge Frau im Labor vor Medizingeräten als Symbol für die Aufbereitung von Medizinprodukten

Aufbereitung von Medizinprodukten

Patientensicherheit und Nachhaltigkeit im Fokus

Patientensicherheit und Nachhaltigkeit im Fokus

Wiederaufbereitung von Medizinprodukten: Ressourcen schonen, Wettbewerbsvorteile sichern

Die Wiederaufbereitung von Medizinprodukten ermöglicht die mehrfache Nutzung meist teurer Medizingeräte und leistet so einen wichtigen Beitrag zu Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Beim sogenannten „Reprocessing of Medical Devices“ muss allerdings gewährleistet werden, dass das aufbereitete Produkt rundum sicher für Patienten und Anwender ist. Deshalb hat der Gesetzgeber strenge regulatorische Anforderungen erlassen, die Hersteller oft vor große Herausforderungen stellen. Die erfahrenen Experten von TÜV SÜD kennen diese Herausforderungen und bieten umfangreiche Testservices an, um diese gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen. 

Jetzt Angebot anfragen


Aufbereitung von Medizinprodukten mit TÜV SÜD validieren: Ihre Vorteile

 

Pictogram in .SVG for ReuseStethoscope  Jahrelange Erfahrung im Reprocessing
  Umfassende Prüf- und Zertifizierungsleistungen aus einer Hand
  Offiziell akkreditierte Labore
  Nationale und internationale Expertise 
  Unabhängigkeit und Transparenz 


Unsere Serviceleistungen für die Wiederaufbereitung von Medizinprodukten

  • Die Validierung von Reinigungsprozessen stellt sicher, dass Medizinprodukte zwischen den Anwendungen ausreichend gereinigt werden, um Kontaminationen zu vermeiden.
  • Die Validierung der Desinfektion weist nach, dass die Desinfektion die Anzahl der lebenden Organismen auf ein vorgeschriebenes akzeptables Maß reduziert.
  • Sterilisations- und Trocknungsvalidierung gewährleisten, dass Produkte nach der Sterilisation frei von Mikroorganismen und bereit für die nächste Anwendung sind.
  • Funktionalitätstests stellen sicher, dass das Medizinprodukt auch nach wiederholter Aufbereitung alle vorgegebenen Leistungsanforderungen erfüllt.
  • Lebenszyklustests prüfen, ob ein Medizinprodukt auch nach mehrmaligen Aufbereitungszyklen sicher und funktional bleibt. Das Medizinprodukt durchläuft dabei wiederholt den Aufbereitungsprozess, bis die maximale Zahl von Aufbereitungen nach Herstellervorgabe erreicht ist. So wird sichergestellt, dass es auch nach mehrfacher Nutzung und Wiederaufbereitung sicher und funktional bleibt.
  • Biokompatibilitätsprüfungen stellen sicher, dass die verwendeten Materialien und eventuelle Rückstände nach der Wiederaufbereitung keine toxischen oder schädlichen Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben. Im Rahmen dieser wichtigen Prüfung kann auch die Prüfung auf Zytotoxizität erfolgen. Sie stellt fest, ob sich mit jeder Aufbereitung Stoffe anreichern, die zum Patientenrisiko werden könnten.
  • Tests zu Benutzerfreundlichkeit und Gebrauchsanweisungen prüfen, ob Kennzeichnungen und Anleitungen verständlich und in der Praxis sicher anwendbar sind.

Medizinprodukte und Wiederaufarbeitung: darum TÜV SÜD

TÜV SÜD ist Ihr Experte für Wiederaufarbeitung von Medizinprodukten. Wir sind bestens mit den regulatorischen Anforderungen und ihrer sicheren und effizienten Umsetzung vertraut. Für Sie bedeutet das: transparente Validierungsleistungen, professionelle Prüfungen und letztlich eine möglichst reibungslose Marktzulassung Ihrer aufbereitbaren Medizinprodukte. Gerne erstellen wir Ihnen ein unverbindliches Angebot. 

Jetzt Angebot anfragen

  • Was ist die Wiederaufbereitung von Medizinprodukten?

    Bei der Wiederaufbereitung von Medizinprodukten wird ein mehrfach verwendbares Medizinprodukt nach der Anwendung wieder in einen Zustand gebracht, der es erneut einsatzbereit macht und dabei eine sichere Wiederverwendung gewährleistet. Die Hersteller von wiederverwendbaren Medizinprodukten müssen eine ausführliche Gebrauchsanweisung (instructions for use - IFU) vorlegen, die Informationen über die empfohlenen Reinigungs- und Sterilisationsverfahren enthält. Die Gebrauchsanweisung muss klar, verständlich und präzise sein sowie in den Sprachen vorliegen, die in den Mitgliedstaaten, in denen das Produkt verkauft werden soll, akzeptiert werden.

  • Wie wird ein Medizinprodukt wiederaufbereitet?

    Je nach Kritikalität des Medizinproduktes (Spaulding Classification) ändert sich auch der Wiederaufbereitungsprozess. Abläufe sind hier Reinigung (immer), Desinfektion und/oder Sterilisation.  

  • Welche Vorteile bietet die Wiederaufbereitung von Medizinprodukten?

    Die Medizinprodukte-Wiederaufbereitung bringt viele Vorteile mit sich – allen voran in den Bereichen Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Dank ihr können teure Produkte mehrfach genutzt werden, anstatt nach nur einmaliger Verwendung entsorgt zu werden. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern reduziert auch die Kosten im Gesundheitswesen. Auch für Hersteller tun sich vielfältige Vorteile auf: Die Prüfung wiederaufbereitbarer Produkte ist eine Voraussetzung für die Marktzulassung und damit eine Grundlage für eine wettbewerbsfähige Position im Markt.

  • Wie sieht die Prüfung und Validierung eines wiederaufbereitbaren Medizinprodukts konkret aus?

    Im akkreditierten TÜV SÜD-Labor gibt es unterschiedliche Anschmutzungsmaterialien, die je nach Anwendungsgebiet des Produkts verwendet werden. Sie simulieren die Nutzung des Medizinproduktes, z. B. den Kontakt mit Haut, Schleimhaut oder Blut. Nach der sogenannten Anschmutzung und anschließenden Desinfektion/Sterilisation wird das Medizinprodukt untersucht, um zu prüfen, ob und in welchem Ausmaß noch Bakterien wachsen. So kann der Hersteller die Validität seines Aufbereitungsprozesses nachweisen.

  • Für wen ist die Validierung wiederaufbereitbarer Medizinprodukte wichtig?

    Grundsätzlich für alle Hersteller, Inverkehrbringer und Anwender. Zu den wiederaufbereitbaren Produkten gehören chirurgische Instrumente, Endoskope, medizinische Implantate und wiederverwendbare Geräte im Bereich Diagnostik. Hersteller müssen die Medizinprodukte-Wiederaufbereitung im Rahmen der Produktentwicklung und -zulassung validieren. Inverkehrbringer müssen dafür Sorge tragen, dass die Produkte, die sie vertreiben, alle regulatorischen Anforderungen erfüllen. Anwender wie Krankenhäuser und Kliniken sind für die sichere Durchführung des Wiederaufbereitungsprozesses verantwortlich.

  • Wie unterscheiden sich die Anforderungen an wiederaufbereitbare Medizinprodukte in den USA und in Europa?

    In Europa gelten die MDR und (DIN) EN ISO 17664-1/-2 als Standards für nicht-kritische und kritische Produkte. In USA gibt es ein Guidance Dokument der FDA (2015) und den Reinigungsstandard ST98(2022), der angibt, wie die Reinigung erfolgen sollte. 

    Die FDA erlaubt, dass man bei Produkten mit geringem Kontaminationsrisiko die Reinigung durchführt und direkt in die Sterilisation geht. Die Desinfektion kann hier also unter bestimmten Umständen entfallen. In Europa ist dieses Vorgehen nicht vorgesehen. Hier muss unabhängig vom Kontaminationsrisiko immer eine Desinfektion erfolgen. Das Guidance Paper der FDA und auch die (DIN) EN ISO 17664 -1/-2 verweisen auf die sogenannte Spaulding-Klassifzierung, die in den USA verwendet wird.

    Der Spaulding-Ansatz teilt Medizinprodukte in drei Kategorien ein, basierend auf Verwendungszweck und Risiko einer Infektionsübertragung.

    • Kritische Produkte kommen z. B. mit Blut in Kontakt wie chirurgische Instrumente/Skalpelle und müssen steril aufbereitet werden.
    • Semi-kritische Produkte kommen mit Schleimhäuten oder nicht-intakter Haut in Kontakt (z. B. Endoskope, Zahnprodukte). Sie müssen mindestens desinfiziert werden.
    • Unkritische Produkte kommen nur mit intakter Haut in Kontakt, z. B. Blutdruckmanschetten. Hier reicht eine Reinigung und Desinfektion (Low Level Disinfection) aus.

    Diese Klassifikation hilft Herstellern und Aufbereitern, die Anforderungen an die Wiederaufbereitung von Medizinprodukten festzulegen. In der Praxis orientieren sich auch viele Hersteller in Europa am Spaulding-Ansatz, um die Anforderungen besser umsetzen zu können. Nach ihnen richtet sich unter anderem der Validierungsaufwand des Herstellers.

  • Was versteht man unter initialer Aufbereitung?

    Bei manchen Medizinprodukten ist eine sogenannte initiale Aufbereitung nötig, d. h. diese Produkte sind bei Auslieferung nicht steril und müssen bereits vor dem ersten Patientenkontakt sterilisiert werden, um sicher für die Patienten zu sein. 

  • Wie lange ist die Validierung gültig?

    Die Gültigkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab – allen voran von den spezifischen Anforderungen des Produkts und der Häufigkeit der Wiederaufbereitung. Generell empfiehlt es sich, Validierungen regelmäßig zu überprüfen und zu erneuern, wenn sich Änderungen am Produktdesign, den verwendeten Materialien oder den Aufbereitungsverfahren ergeben. So stellen Hersteller sicher, dass die Sicherheit und Funktionalität ihres Produkts gewährleistet bleiben.

  • Wie lange dauert die Validierung wiederaufbereitbarer Medizinprodukte?

    Die Dauer einer Validierung der Wiederaufbereitung von Medizinprodukten hängt von der Komplexität des Produkts und den spezifischen Anforderungen der Prüfverfahren ab. Für einfache Produkte nimmt die Validierung oft nur wenige Wochen in Anspruch, während Hersteller komplexer Geräte mehrere Monate einplanen sollten. Auch Faktoren wie die Anzahl der benötigten Tests und die Verfügbarkeit aller erforderlichen Daten beeinflussen die Bearbeitungszeit. TÜV SÜD unterstützt Sie dabei, den Prozess so effizient wie möglich zu gestalten.

  • Wie hoch sind die Kosten?

    Die Kosten hängen von einer Vielzahl von Faktoren ab, unter anderem von der Art des Produkts und der Komplexität der notwendigen Tests. Für ein unverbindliches, individuelles Angebot nehmen Sie bitte Kontakt zu unseren Experten auf.

 

Jetzt Angebot anfragen

 

 

Aufbereitung von Medizinprodukten: Das sagen unsere Experten

Dr. Helena Ziert, TÜV SÜD-Expertin

Die Validierung der Wiederaufbereitung von Medizinprodukten ist ein entscheidender Faktor für die Sicherheit von Patienten und Anwendern. Unsere Erfahrung zeigt, dass Hersteller, die frühzeitig auf professionelle Unterstützung setzen, nicht nur den Zertifizierungsprozess beschleunigen, sondern auch langfristig von optimierten Abläufen und einem positiven Markenimage profitieren.

Dr. Helena Ziert

Expertin für Biokompatibilitäts-Tests und Validierungen unter ISO 17025 bei TÜV SÜD

 

 

Wiederaufbereitung von Medizinprodukten im Fokus: In nur 7 Schritten zur Validierung

Schritte zur Wiederaufbereitung von Medizinprodukten von der Kontaktaufnahme bis zum Prüfbericht

Grafik: Schritte zur Validierung der Wiederaufbereitung von Medizinprodukten von der Kontaktaufnahme bis zum Prüfbericht

 

Aufbereitung von Medizinprodukten: Validierung leicht gemacht

Lassen Sie die Aufbereitung Ihres Medizinprodukts professionell und zeitnah validieren. Ob chirurgisches Instrument oder Blutdruckmanschette: unsere Experten unterstützen Sie mit ihrem ganzen Know-how und ihrer langjährigen Erfahrung.

Kontaktieren Sie uns noch heute für ein individuelles Angebot – kostenlos und unverbindlich. 

Jetzt Angebot anfragen

Wissenswert

Junge Frau mit Handy Symbol Kopfhörer für Podcast
Podcast

Normen Checker

Aufbereitbare Medizinprodukte: Erfahren Sie, warum Worst-Case-Bedingungen wichtig sind, wie Labore testen und welche Tipps Hersteller aus Übersee nutzen können.

Jetzt reinhören

Wie können wir Ihnen helfen?

WORLDWIDE

Germany

German