Die Dekarbonisierung des Schienenverkehrs ist in Europa ein klar formuliertes Ziel. Alternative Antriebskonzepte wie Batterie- und Wasserstoffsysteme kommen bereits heute erfolgreich in Schienenfahrzeugen zum Einsatz. Gleichzeitig zeigt sich in der Praxis ein heterogenes Bild bei der sicherheitstechnischen Bewertung dieser Systeme: Es fehlen bislang verbindliche, harmonisierte Sicherheitsstandards für diese neuen Antriebskonzepte im Bahnumfeld.
Einige Hersteller lassen batterie- oder wasserstoffbasierte Schienenfahrzeuge umfassend sicherheitstechnisch begutachten, andere verzichten bewusst auf externe Bewertungen oder Bewertungsstellen führen nur eine Prozessbewertung durch. Häufig wird dabei die Komplexität der Systemsicherheit unterschätzt und argumentiert, dass z.B. Batterien "proven components" seien und daher keiner erneuten sicherheitstechnischen Bewertung bedürften.
Dieses White Paper setzt genau hier an und zeigt auf, warum diese Annahme Risiken birgt.
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Der Assessment Guide für alternative Antriebssysteme in Schienenfahrzeugen bietet Ihnen eine strukturierte und praxisnahe Orientierung zur sicherheitstechnischen Bewertung von Batterie- und Wasserstoffantriebslösungen im europäischen Bahnkontext:
✓ Einordnung des regulatorischen Rahmens: Umgang mit der fehlenden Normung und Anwendung nicht-bahnspezifischer Regelwerke
✓ Systematische Sicherheitsanalyse: Gefährdungsidentifikation, Risikobewertung und Risikobeherrschung
✓ Risikobasierte Zulassungs- und Akzeptanzprinzipien: Transparente Kriterien für akzeptable Restrisiken
✓ Ganzheitliche Betrachtung des Systems: Integration von Antriebssystemen in Fahrzeug, Infrastruktur, Betrieb und Instandhaltung
✓ Rolle der unabhängigen Sicherheitsbewertung: Warum externe Gutachten entscheidend sind, um Sicherheitslücken im Schienennetz zu vermeiden
Ziel ist es, Transparenz und Harmonisierung in der Bewertung innovativer Antriebstechnologien zu schaffen, für Hersteller ebenso wie für Behörden. Unser White Paper richtet sich daher an Fahrzeughersteller und Systemintegratoren, Komponenten- und Batteriehersteller ebenso wie an Zulassungs- und Bewertungsstellen (AsBo, DeBo, NoBo) sowie Behörden und Betreiber, die Verantwortung für ein sicheres europäisches Schienennetz tragen.
Mit diesem White Paper erhalten Sie:
✓ eine klare Entscheidungsgrundlage für Entwicklungs- und Zulassungsprozesse
✓ Argumentationshilfen gegenüber Behörden und Partnern
✓ ein besseres Verständnis der sicherheitsrelevanten Risiken alternativer Antriebe
✓ Orientierung, wann und warum eine unabhängige Sicherheitsbewertung unerlässlich ist
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Als unabhängiger Prüf-, Inspektions- und Zertifizierungspartner unterstützt TÜV SÜD Hersteller und Behörden bei der sicherheitstechnischen Bewertung alternativer Antriebssysteme von der frühen Entwicklungsphase bis zur Zulassung. Wenn im Projektverlauf Gutachten, Bewertungen oder Nachweise benötigt werden, stehen unsere Expertinnen und Experten gerne zur Seite und setzen die im White Paper beschriebenen Leistungen praxisnah und unabhängig um. Weitere Infos zu unseren Leistungen für Alternative Bahnantriebstechnologien.
Über den Autor
M. Eng. Tolga Wichmann
Tolga Wichmann verfügt über nahezu zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Entwicklung und Bewertung von Schienenfahrzeugen. In seiner Rolle als Lead Assessor für die Sicherheit alternativer Antriebssysteme verantwortet er die sicherheitstechnische Beurteilung von Batterie- und Wasserstoffantrieben im Bahnumfeld.
Er ist offiziell anerkannter Eisenbahnsachverständiger für den vorbeugenden Brandschutz, die Untersuchung von Brandereignissen sowie für Evakuierungs- und Notfallrettungskonzepte.