Radiologie

Newsletter der Ärztlichen Stelle Hessen | August 2026

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25 Jahre Ärztliche Stelle Hessen / Fortbildungsveranstaltung am 02.12.2026 (ca. 14-18 Uhr) Wiesbaden 

Wir möchten Sie frühzeitig auf die geplante kostenfreie Fortbildungsveranstaltung der ÄSH am 02.12.2026 hinweisen. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Ärztlichen Stelle findet die Veranstaltung im Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat in Wiesbaden statt.
Weitere Informationen senden wir Ihnen mit dem nächsten Newsletter zu.

Eine anregende Lektüre und eine schöne Sommerzeit wünscht Ihnen das Team der Ärztlichen Stelle Hessen bei TÜV SÜD Life Service GmbH.

Erscheinungstermin August 2026. 


Orientierungshilfe für bildgebende Verfahren

4.überarbeitete Auflage 2026

Empfehlung der Strahlenschutzkommission

Verabschiedet in der 339. Sitzung der Strahlenschutzkommission am 27./28.10.2025

Die 4. Auflage der aktualisierten Orientierungshilfe für bildgebende Verfahren wurde veröffentlicht. Sie bietet den Ärzten und Ärztinnen die Möglichkeit, unter Einbeziehung aktueller medizinischer Entwicklungen geeignete Verfahren für die Patienten und Patientinnen auszuwählen. Da sich die medizinischen Diagnose- und Therapieverfahren fortlaufend weiterentwickeln, ist eine regelmäßige Aktualisierung dieses Katalogs notwendig. Ziel des Katalogs ist es, unnötige Strahlenexpositionen zu vermeiden und gleichzeitig die medizinische Diagnostik zu optimieren. In der Gewichtung einzelner Verfahren wurden Veränderungen vorgenommen, so ist z. B. dem Ultraschall oder MRT teilweise eine höhere Bedeutung zugekommen und die PET-CT wurde in ihrem Indikationsspektrum erweitert. Der Einsatz der digitalen Brust-Tomosynthese sowie der stereotaktischen und Tomosynthese-gestützten Biopsie wird in der aktuellen Version berücksichtigt. Weitere Informationen finden Sie hier:

Orientierungshilfe für bildgebende Verfahren - Die Strahlenschutzkommission

Antragsformular für genehmigungspflichtige Lungenkrebsfrüherkennungsuntersuchungen nach LuKrFrühErkV (Hessen)

 

Die Durchführung von Niedrigdosis-Thorax-CTs zur Lungenkrebsfrüherkennung ist genehmigungspflichtig.

Auf der Internetseite des Hessischen Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat (Referat II 8 „Strahlen- und Notfallschutz“) wurde das Antragsformular veröffentlicht.

StrlSchG Lungenkrebs-Früherkennung 


Anforderungen an die technisch-physikalische Qualitätssicherung im Rahmen der Lungenkrebsfrüherkennung

 

Rainer Eßeling, Mathis Konrad, Hannah Prokesch, Bernhard Renger, Constantin Schareck, Georg Stamm

Röfo DOI: 10.1055/a-2597-0689

Die Lungenkrebsfrüherkennungsverordnung (LuKrFrühErkV) fordert die Einrichtung eines umfassendes Qualitätssicherungssystem zu organisatorischen, medizinische und technische Aspekten.

Die Arbeitsgemeinschaft Physik und Technik der Deutschen Röntgengesellschaft hat ein Positionspapier hierzu erarbeitet und Empfehlungen gegeben:

  1. Eine zusätzliche jährlich Dosismessung für die verwendeten Niedrig-Dosis-Protokolle durchzuführen.
  2. Es wird eine arbeitstägliche Air-Calibration empfohlen, um eine konsistente Bildqualität hinsichtlich Homogenität und Artefaktfreiheit sicherzustellen.
  3. Die Gerätehersteller sollen für ihre Anwender geeignete Protokolle für das Screening zur Verfügung stellen.
  4. Die Medizinphysik-Expert*innen stellen das Vorhandensein geeigneter Protokolle sicher. Für die Kontrolle deren korrekter Anwendung wird der Einsatz eines Dosismanagementsystems empfohlen.
  5. Die Einrichtung von Referenzzentren zur zentralen bundesweiten Registrierung, Dokumentation, Evaluation und Qualitätssicherung des Screening-Programms wird dringend empfohlen.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Thieme E-Journals - RöFo - Fortschritte auf dem Gebiet der Röntgenstrahlen und der bildgebenden Verfahren / Full Text


Anwendung von künstlicher Intelligenz bei der Bildrekonstruktion und -verarbeitung in Radiologie und Nuklearmedizin

 

Empfehlung der Strahlenschutzkommission

Verabschiedet in der 339. Sitzung der Strahlenschutzkommission am 27./28.10.2025

Der Einsatz KI-basierter Verfahren bietet viele Möglichkeiten, die bildgestützte Versorgung von Patientinnen und Patienten im Sinne diagnostischer Sicherheit und reduzierter Strahlenexposition zu optimieren, sofern die in dieser SSK-Empfehlung dargestellten Empfehlungen und Stellungnahmen umgesetzt werden.

Um dies praktisch zu erleichtern wurden Empfehlungen und Hinweise zur Erarbeitung von KI-basierten Verfahren, ihrer Testung und Überprüfung für Entwickler, Hersteller und zuständige Stellen aufgezeigt.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Anwendung von künstlicher Intelligenz bei der Bildrekonstruktion und -verarbeitung in Radiologie und Nuklearmedizin - Die Strahlenschutzkommission


Erfahrungsbericht der ärztlichen Stelle für Qualitätssicherung in der Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie Hessen (2025)

Der zusammengefasste Erfahrungsbericht der Ärztlichen Stelle Hessen für die Qualitätssicherung in der Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie Hessen (2025) wurde veröffentlicht. 

Erfahrungsbericht ÄSH für 2025 komplett

 


Orientierungswerte für die Patientenexposition bei röntgendiagnostischen Anwendungen

 

Empfehlung der Strahlenschutzkommission

Verabschiedet in der 337. Sitzung der Strahlenschutzkommission am 29.04.2025

Die SSK hat eine Empfehlung zur Erstellung von Orientierungswerten veröffentlicht.

Im Newsletter 12/24 hatten wir auf eine Publikation in European Radiology hingewiesen, in der erste Orientierungswerte für Untersuchungsarten ohne DRW erstellt wurden. Diese können z. B. als lokale DRW und für die Überprüfung und Optimierung der eigenen Dosiswerte eingesetzt werden.

Die SSK empfiehlt: 

  1. Die im Strahlenschutzrecht etablierten nationalen DRW auf Basis der 75. Perzentile der Medianwerte von erfassten repräsentativen Dosiswerten und die Art der DRW-Festlegung beizubehalten

  2. Die SSK empfiehlt zur weiteren Optimierung der Patientenexposition eine lokale Dosiserfassung, bevorzugt mit Hilfe von DMS, um lokale DRW auf Basis der 75. Perzentile oder typische Werte auf Basis der 50. Perzentile für radiologische Verfahren zu erzeugen  

  3. Die SSK empfiehlt, lokale DRW und typische Werte für häufige Untersuchungsarten, dosisintensive oder indikationsspezifische Verfahren in einer Institution oder auch institutionsübergreifend zu generieren und als Orientierungswerte zugänglich zu machen

  4. Die SSK empfiehlt, ein bundesweites Verfahren für eine standardisierte und automatisierte Erfassung der Dosisdaten zu etablieren, um Orientierungswerte auf der Grundlage von lokalen DRW und typischen Werten zu erstellen und überregional vergleichen zu können.

  5. Die SSK empfiehlt für alle röntgendiagnostischen Anwendungen eine automatisierte Dosiserfassung unter Angabe des Körpergewichts und der Körpergröße sowie bei Kindern und Jugendlichen zusätzlich eines geeigneten Parameters der Körperdicke im Bereich der Untersuchungsregion bei Aufnahmen am Körperstamm.

Orientierungswerte für die Patientenexposition bei röntgendiagnostischen Anwendungen - Die Strahlenschutzkommission

Weitere Infos zu Orientierungswerten finden Sie auf der Homepage der APT:

https://www.apt.drg.de/de-DE/11080/orientierungswerte-fuer-untersuchungen-in-der-konventionellen-roentgendiagnostik/


Effekte nach pränataler Strahlenexposition

Empfehlung der Strahlenschutzkommission (SSK)

Verabschiedet in der 339. Sitzung der Strahlenschutzkommission am 27./28. Oktober 2025

Eine Strahlenexposition in der Schwangerschaft kann grundsätzlich zwei unterschiedliche Gesundheitsschäden für das Kind hervorrufen: Entwicklungsstörungen, die sich während der Schwangerschaft oder in der Kindheit manifestieren (Frühabort, Fehlbildungen, Störungen der Gehirnentwicklung), oder bösartige Erkrankungen wie Leukämien und Krebs können entstehen, die erst Jahre bis Jahrzehnte später manifestieren. Die SSK hat das „Strahlenrisiko während der pränatalen Entwicklung des Menschen“ zuletzt im Jahre 1984 in einer Empfehlung bewertet. Diese sollte nun überprüft werden.

Es wurden aktuelle epidemiologische Studien und tierexperimentellen Untersuchungen berücksichtigt. Dabei stellte sich heraus, dass die seit 1984 hinzugekommene Literatur zwar zur Klärung der Mechanismen, die den beobachteten Effekten zugrunde liegen könnten, beigetragen hat, aber keine konkreten Anhaltspunkte für eventuell nötige Änderungen der bisher existierenden Empfehlungen liefert.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Effekte nach pränataler Strahlenexposition - Die Strahlenschutzkommission


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