Radiologie

Newsletter der Ärztlichen Stelle Hessen | August 2025

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Pressemitteilung GBA: Lungenkrebs-Früherkennung bei starken Raucherinnen und Rauchern wird voraussichtlich ab April 2026 Kassenleistung  

Der gemeinsame Bundesausschuss hat am 18.06.2025 die Lungenkrebsfrüherkennung als neue Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung für Personengruppen mit starkem Zigarettenkonsum beschlossen. 
Das Screening-Angebot kann voraussichtlich ab April 2026 in die Versorgung kommen, wenn das Bundesministerium für Gesundheit den Beschluss nicht beanstandet und auch die Versicherteninformation vorliegt. 
Starke Raucherinnen und Raucher im Alter zwischen 50 und 75 Jahren können dann alle 12 Monate eine Untersuchung der Lunge mittels Niedrigdosis-Computertomographie (NDCT) erhalten, wenn aktive und ehemalige Raucher mindestens 25 Jahre geraucht haben und der Konsum noch andauert oder vor weniger als 10 Jahren beendet wurde. 


Lungenkrebsfrüherkennung – Mustergenehmigung (Hessen) wird demnächst veröffentlicht  

Erste Genehmigungen zu Lungenkrebsfrüherkennungsuntersuchungen werden derzeit von den Aufsichtsbehörden erteilt. 
Auf der Internetseite des Hessischen Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat (Referat II 8 „Strahlen- und Notfallschutz“) soll in den nächsten Wochen eine Mustergenehmigung veröffentlicht werden. 

Auszug aus dem Entwurf der Mustergenehmigung (Hessen) zur Einbeziehung der ÄSH: 

Der Ärztlichen Stelle Hessen sind nach Durchführung der ersten 20 Niedrigdosis-CT-Untersuchungen im Rahmen der Lungenkrebsfrüherkennung zum Zwecke der Qualitätssicherung nach § 130 StrlSchV unmittelbar, spätestens jedoch innerhalb von 14 Tagen die Bild- und Untersuchungsdaten und eine tabellarische Übersicht in digital lesbarer und auswertbarer Form (.xls, .csv) sowie eine Kopie der vorliegenden Genehmigung vorzulegen. Die Übersicht muss, zugeordnet zu den 20 Untersuchungen, mindestens Gewicht, Größe, Geschlecht, die gestellte rechtfertigende Indikation sowie die CTDI-Werte, Scanlänge und DLP-Werte enthalten. Bei Überschreitung des Dosiskriteriums nach § 1 Abs. 1 Nr. 2 LuKrFrühErkV müssen die Gründe für die Überschreitung ersichtlich sein. Eine Dosisauswertung mit Interpretation ist vorzulegen. Das Ergebnis der Prüfung wird der zuständigen Behörde durch die Ärztliche Stelle Hessen mitgeteilt.


Evaluation der Brustkrebsmortalität im Deutschen Mammographie‐Screening‐Programm

 

Am 09.07.2025 wurden vom BfS die Ergebnisse zur Studie: „Evaluation der Brustkrebsmortalität im Deutschen Mammografie-Screening-Programm“ veröffentlicht. 
Die Teilnahme am Mammographie-Screening-Programm zur Brustkrebsfrüherkennung senkt die Brustkrebssterblichkeit deutlich. Zwischen 2009 und 2018 gab es bei Frauen, die am organisierten Screening-Programm teilnahmen, 20 bis 30 Prozent weniger Brustkrebs-Todesfälle als bei den Nicht-Teilnehmerinnen. Der Nutzen des Mammographie-Screening-Programms übersteigt das sehr geringe zusätzliche Brustkrebsrisiko durch die Strahlung der Untersuchung um ein Vielfaches. Voraussetzung dafür sind strenge Qualitätsanforderungen, die sich auch in der strahlenschutzrechtlichen Zulassung des Programms widerspiegeln. 

 

Weitere Informationen finden Sie hier:  

Poster zu bevölkerungsbasiertem Ansatz: 

Poster zu kassenbasiertem Ansatz: 

Ergebnisbericht (500 Seiten) 


ZÄS-Indikationen zur kurativen Mammografie 

 

Der zentrale Erfahrungsaustausch der Ärztlichen Stellen (ZÄS) hat eine aktualisierte Liste zu Indikationen der kurativen Mammografie veröffentlicht. 
Asymptomatischen Frauen ohne Risikoerhöhung wird ab dem 50. Lebensjahr eine Mammografie im Rahmen des Screening Programms empfohlen. 

 

Weitere Informationen finden Sie hier: 


ZÄS-Indikationen zur Osteodensitometrie 

 

Der Zentrale Erfahrungsaustausch der Ärztlichen Stellen (ZÄS) hat die Indikationsliste zu Risikofaktoren und Risikoindikatoren für eine Osteoporose Basisdiagnostik veröffentlicht. 

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

Weitere Informationen DVO Leitlinie 2023 


Änderung des Strahlenschutzgesetzes zur Medizinforschung

Am 1. Juli 2025 sind neue Strahlenschutz-Regeln für die medizinische Forschung in Kraft getreten.  Das mit dem neuen Medizinforschungsgesetz novellierte Strahlenschutzgesetz soll bürokratische Hürden für klinische Studien abbauen, die Strahlenanwendungen am Menschen vorsehen: „Bei gleichbleibend hoher Sicherheit für die Patienten verbessern sich so die Rahmen-bedingungen für medizinische Innovationen und den Forschungsstandort Deutschland, z.B. vereinfachte Anzeigeverfahren und verkürzte Fristen für Genehmigungen.“ 

Medizinforschungsgesetz: 


ESR’s Guide to Clinical Audit - AUDITRAD

 

(Esperanto 4th Edition)
ESR 

AUDITRAD ist eine erweiterte Version von Esperanto – ESRs Leitfaden für klinische Audits in der Radiologie. 
Die aktuelle Version enthält eine Vielzahl an neuen und aktualisierten Vorlagen sowie aktuelle Themen wie die Nutzung von KI-Tools. AUDITRAD bietet einen umfassenden Ansatz und Material für klinischen Audits und berücksichtigt Anforderungen der EU (z.B. Euratom Richtlinien). Die Nutzer von AUDITRAD können (je nach Bedarf) ihre eigenen Auditvorlagen erstellen. AUDITRAD ist ein Leitfaden des CLAUD-IT EU4Health-Projektes, an dem ESR-Mitglieder und anderer führender Experten auf ihren jeweiligen Gebieten mitgewirkt haben. 

 

Weitere Informationen finden Sie hier:


NuCline 

Clinical Audit / ESPERANTO for Nuclear Medicine 

NuCline ist ein umfassender Leitfaden für die Nuklearmedizin, der die Durchführung von klinischen Audits erleichtert. 
Das Dokument beinhaltet die grundlegenden Prinzipien des "Esperanto-Leitfaden für klinische Audits in der Radiologie" wobei Inhalte an die Prozesse und Herausforderungen der Nuklearmedizin angepasst wurden. Es beinhaltet wichtige Empfehlungen aus der Kommissionsempfehlung (EU) 2024/1112 zu klinischen Kontrollen medizinisch-radiologischer Tätigkeiten gemäß der Euratom Richtlinie 2013/59. 

Weitere Informationen finden Sie hier:


Modern Radiology eBook 

Timeless knowledge future progress 

Das ESR Modern Radiology eBook wurde aktualisiert und ist für Medizinstudenten, Radiologie-Assistenzärzte, Hochschullehrer und praktizierende Radiologen eine hilfreiche Information, um ihr Wissen auf den neuesten Stand zu bringen. Das erweiterte eBook enthält nun 29 Kapitel zu Themenschwerpunkten der Radiologie (z.B. Cardiac-, Spine, Emergency, Interventional). 

Weitere Informationen finden Sie hier:


Eingespielt: sektorenübergreifende Bilddatenintegration – DICOM Link Exchange (DLX) DIN/TS 19455. Ein Überblick

 

Kämmerer M et.al 
Röfo 2025 Thieme, Online veröffentlicht 17.03.25 
DOI 10.1055/a-2548-1836

Die Nutzung von Downloadlinks anstelle physischer Patienten-CDs erfordert neue Standards, um diese virtuellen Medien in die klinischen Prozesse integrieren zu können. Aufgrund der Herausforderungen in der Praxis wurde 2023, initiiert von der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG) und dem Berufsverband Deutscher Radiologen (BDR), der DIN-Arbeitskreis „QR-Codes/Online-Bereitstellung von Bilddaten“ gegründet. Dessen Mitglieder erarbeiteten Lösungen mit dem Fokus auf die technische Machbarkeit, die Erfüllung rechtlicher Vorgaben, die praktische Nutzbarkeit und die Implementierbarkeit. 

 

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Wo stehen wir bei datenträgerlosen Bilddaten- und Befundaustausch? 

Beitrag des BDR 
Rofo 2025; 197: 466–467 | © 2025. Thieme. All rights reserved

Aus Vertretern des Berufsverbandes der Deutschen Radiologie (BDR), der AG Informationstechnologie der Deutschen Röntgengesellschaft (AGIT), von OFFIS e. V. und dem Bundesverband Gesundheits-IT wurde die Arbeitsgruppe „MIO in der Radiologie“ gebildet. 
Zunehmend wird die „Patienten CD“ durch datenträgerlose Übertragungsformen ersetzt. Immer mehr Kliniken und Praxen verwenden für die Weitergabe ihrer Informationen Bildportale. Die Vielfalt bei der technischen Umsetzung führt jedoch teilweise zu Problemen bei den Nutzern. Deshalb wurde auf Initiative der AGIT binnen eines Jahres ein Basisstandard für den datenträgerlosen Austausch von Patienten(bild)daten – DIN TS „DICOM Link Exchange (DLX)“ – erstellt, der im August 2024 veröffentlicht wurde. Das ist ein wesentlicher Baustein zur Stabilisierung der Prozesse im Umgang mit datenträgerlosen Übertragungsformen. Nunmehr hat sich eine Arbeitsgruppe aus Anwendern und Herstellern von RIS/KIS und PACS Systemen gebildet, die zeitnah die Voraussetzungen zur Integration des DLX in die Struktur des MIO Bildbefunds nach internationalen Standards schaffen will. Damit erfolgt im MIO Bildbefund eine Verknüpfung von Bild- und Befunddaten. 

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