ts-pr-banner-newsroom

Schritt für Schritt zu neuem Glanz

TÜV SÜD/Innenraumpflege/Tipps

TÜV SÜD/Innenraumpflege/Tipps

30. Oktober 2025

Moderne Waschanlagen machen Autobesitzern die Wagenpflege leicht. Ein Blick ins Fahrzeuginnere offenbart jedoch oftmals: Schokoladenflecken auf den Sitzen, Krümel in den Ledernähten oder klebriger Blütenstaub auf dem Armaturenbrett. Manche Urlaubsfahrt hinterlässt auch so ihre Spuren. „Doch mit ein bisschen Systematik, ein paar Tricks und etwas Zeit lassen sich solche unliebsamen Reiserinnerung tilgen“, beruhigt Alexander Bausch von TÜV SÜD.

Bevor mit der Reinigung des Fahrzeuginnenraums begonnen wird, sollten einige Utensilien griffbereit in Stellung gebracht werden: Staubsauger, Glasreiniger, Polsterschaum, eventuell Lederpflege, Kunststoffpflegemittel, Fleckenwasser, ein Schwamm, Bürsten (Zahnbürste für kleine Ecken und Winkel) sowie ein Microfasertuch. Strom und Wasser sollten überdies verfügbar sein.

Ihre Reinigung beginnen Fachleute immer von oben nach unten. Einen Dachhimmel aus Stoff säubert man am besten mit dem Staubsauger. Dann sollten die Fußmatten entfernt, danach der gesamte Innenraum gründlich ausgesaugt und anschließend Luftschlitze, Lehnen, Handschuhfach und Aschenbecher mit einem feuchten Lappen oder mit einem neutralen Reiniger geputzt werden. Wichtig: Bei der Reinigung des Innenraums den Kofferraum nicht vergessen. Gerade hier und insbesondere in einer Reserveradmulde sammelt sich schnell Schmutz, der Feuchtigkeit binden und so zu Rost führen kann.

Um Kunststoffteile auf Hochglanz zu polieren oder matte Oberflächen aufzufrischen, bietet der Handel unzählige Mittelchen und Sprays an. Für welches man sich entscheidet, ist nicht allein eine Frage des Geschmacks und des Preises. Einige Reiniger greifen das Material an, was insbesondere an hochsensiblen Stellen, vor allem im Airbag-Bereich, lebensgefährlich sein kann, wenn sich Teile lösen und bei einem Unfall durch das Auslösen des Airbags zum Projektil werden. „Es empfiehlt sich daher, sich für Markenprodukte zu entscheiden“, legt der TÜV SÜD-Fachmann den Amateurputzern ans Herz. Gerade für die Pflege der Armaturentafel genügt meistens schon klares Wasser und ein sauberes, fusselfreies Tuch. Sollte das im Einzelfall mal nicht ausreichen, ein lösungsmittelfreies Cockpit-Spray direkt auf den Schwamm sprühen, die Kunststoffteile einreiben und mit einem Microfasertuch nachpolieren. Displays von Navi und Multifunktionsanzeige werden wie das heimische Tablet gesäubert.

Hundehaare, Filzstiftspuren, Schokolade oder Kaugummi sind natürliche Feinde eines gepflegten Interieurs und erfordern eine Spezialbehandlung. „Wer Tierhaaren mit Wasser zu Leibe rückt, erreicht lediglich, dass die Haare ins Polster einziehen. Hier helfen nur ein starker Staubsauger und eine Gummibürste“, weiß Bausch. Kleinen Filzstift-Kunstwerken begegnet man am besten mit Fleckenentfernern aus dem Drogeriemarkt. Schokoladenreste sollten zunächst vorsichtig mit einer Bürste entfernt werden, bevor man den Fleck mit einem Tuch auftupft. Bloß nicht reiben. Bei hartnäckigen Flecken hilft nur ein Fleckenentferner. Den berühmten Kaugummi im Polster oder auf dem Teppich vereist man zunächst mit einem Kältespray, bevor man ihn vorsichtig aus den Fasern bricht.

Wenn bei der Reinigung des Innenraums Kunststoffpflegemittel auf die Pedale, das Lenkrad oder den Griff der Handbremse gelangen, droht Gefahr, da Cockpit-Sprays das Material zwar geschmeidig, aber auch spiegelglatt machen. Die Experten von TÜV SÜD weisen ferner darauf hin, dass bei der Pflege der Instrumententafel und den Oberflächen der Airbag-Module keine lösungsmittelhaltigen Reiniger verwendet werden dürfen, weil sie das Material und die Sollbruchstellen des Airbags angreifen, porös machen und irreparabel beschädigen können. Alexander Bausch: „Grundsätzlich gilt, Haushalts- oder Geschirrspülmittel sind bei der Fahrzeuginnenreinigung tabu.“

Download Pressemeldung

Pressekontakt: Vincenzo Lucà

Wie können wir Ihnen helfen?

WORLDWIDE

Germany

German