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Presse und Medien

18. Dezember 2019

Schäden vorprogrammiert – Autos und Silvesterknaller

Die Knallerei zum Jahreswechsel ist in die Kritik geraten. „Gleichwohl werden auch in diesem Jahr Böller und Raketen wieder für viele zum traditionellen Silvestergeschehen gehören“, mutmaßt Eberhard Lang von TÜV SÜD „und wieder wird für ungezählte Autobesitzer der Wunsch auf einen ‚Guten Rutsch ins Neue Jahr‘ mit einem üblen Absturz beginnen“ - ihr Auto wurde Opfer von Böllern oder Raketen.

„Grundsätzlich ist die Karosserie eines Personenwagens durch handelsübliche Silvesterraketen zwar kaum gefährdet“, schildert Lang seine Erfahrungen. Wenn Reste oder ausgebrannte Raketen auf die Autos fallen, sind keine größeren Beschädigungen zu befürchten. Auch dass der Wagen Feuer fängt, ist im Grunde ausgeschlossen. Werden die Kracher jedoch aus kurzer Entfernung auf ein Auto oder in das Innere des Pkw geworfen, können größere Schäden an Lack, Scheiben oder Inneneinrichtung entstehen.

Um solchen silvesterlichen Risiken auszuweichen, sollte man rechtzeitig das eigene Auto in Sicherheit bringen. „Der beste Platz für das Fahrzeug an diesem Abend ist in jedem Fall eine Garage“, rät der
TÜV SÜD-Fachmann. Ansonsten sollte man in ruhigeren Straßen oder Höfen abseits der Haupt-Feuerwerksaktivtäten parken und Möglichkeiten nutzen das Auto unterzustellen. Auch Bäume bieten Schutz, weil die Äste herabfallende Reste von Feuerwerkskörpern bremsen. Daher empfiehlt es sich, einige Tage vor dem Jahreswechsel bei einem abendlichen Spaziergang in der Umgebung nach geeigneten Parkmöglichkeiten Ausschau zu halten.

Cabriobesitzer allerdings sollten zur Knaller-Zeit aufpassen. Ihre Teilkasko-Versicherung zahlt Schäden am Stoffverdeck etwa durch glimmende Raketenreste nämlich in aller Regel nicht. Besonders empfindliche Fahrzeuge wie eben Cabrios lassen sich allerdings mit einer Schutzhülle - Car-Cover oder Folien-Garage - sichern.

Auf frischer Tat ertappt, haftet der Verursacher in jedem Fall für einen Silvesterschaden. Seine Privathaftpflichtversicherung muss die Reparaturkosten begleichen, aber nur dann, wenn der Schaden nicht vorsätzlich herbeigeführt wurde. Wird das mitternächtliche Malheur erst im nächsten Tageslicht entdeckt, kann erfahrungsgemäß der Übeltäter nicht mehr ermittelt werden und der Schaden ist ein Fall für die Teilkaskoversicherung. „Bei einem unbekannten Täter ist es aber auf jeden Fall sinnvoll, den angerichteten Schaden der Versicherung und der Polizei anzuzeigen“, empfiehlt Lang. Ein wenig kompliziert ist die Rechtslage, wenn Kinder mit Böllern gespielt und Schäden angerichtet haben. Ein Kind unter sieben Jahren haftet grundsätzlich nicht für Schäden, die es anrichtet. Wenn jedoch die Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzt haben, wird der Schaden von der Privathaftpflicht beglichen. Das Versäumnis freilich muss nachgewiesen werden.

Eine Feuerwerk-Landestelle auf dem Auto erkennt man auf dem Lack oft an einer schwarz-braunen Verfärbung. „Dabei handelt es sich in der Regel um Schmauchspuren“, schildert TÜV-SÜD-Fachmann seine Erfahrungen. Meist lassen sie sich mit einer guten Lackpolitur rückstandsfrei beseitigen. Keinesfalls sollte der Autofahrer es mit Verdünnung, anderen scharfen Reinigungsmitteln oder Werkzeugen versuchen. Verschwinden Silvesterspuren trotz Polierens nicht, ist ein Autolackierer gefragt. Grundsätzlich rät der TÜV SÜD-Fachmann: „Den entstandenen Schaden in jedem Fall bei der Polizei anzeigen und vor dem Gang zur Versicherung fotografieren.“

Pressekontakt: Vincenzo Lucá

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