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Häufige Fragen zur Kellerabdichtung

FAQ

Frage:

Ist die Ausführung der Abdichtung mit einer kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtung (KMB bzw. PMBC) eine normengerechte Abdichtung?

Antwort:

Die Ausführung einer KMB als vertikale Bauwerksabdichtung ist in der DIN 18533 beschrieben und somit normengerecht. Die Anwendung der KMB (PMBC) entspricht bei verschiedenen Wassereinwirkungen unter verschiedenen Randbedingungen den allgemein anerkannten Regeln der Technik. Weiterhin ist sie geeignet bei nicht drückendem Wasser auf erdüberschütteten Decken und gegen Spritzwasser am Wandsockel. Hierbei sind in jedem Fall die technischen Merkblätter und die Ausführungsvorgaben der Materialhersteller sowie die Prüfzeugnisse der Produkte zu beachten. Wichtig: Kommt der Übergang der KMB zu z. B. einer Bodenplatte (in WU Bauweise) ins Wasser muss der Betonuntergrund vor dem Auftrag der KMB mechanisch abtragend vorbereitet werden (die Betonschlämme muss weg).

 

Frage:

Ist die Ausführung einer weißen Wanne (WU Konstruktion) fachgerecht und sicher?

Antwort:

Bei einer WU Konstruktion wird die Abdichtung aus Beton mit hohem Wassereindringwiderstand (wu-Beton) ausgeführt. Die Regelungen zur Planung und Ausführung sind in der „wu-Richtlinie - Wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton“ des DAfStb dargestellt. Bei der Ausführung werden üblicherweise alle erdberührten Bauteile (Bodenplatte, Wände, ggfs. Lichtschächte) aus Beton mit hohem Wassereindringwiderstand hergestellt.

Vor der Bauausführung ist eine sorgfältige Planung erforderlich, d.h. es muss vorab geklärt werden, welche Nutzung (z.B. Tiefgarage, Keller oder Wohnraum) und Beanspruchung (z.B. Wassereinwirkung, Bemessungswasserstand) beim geplanten Bauvorhaben tatsächlich vorliegt. Danach kann unter Beachtung der Randbedingungen ein wasserundurchlässiges Bauwerk geplant und ausgeführt werden. Die Rissebeschränkung kann durch statische (Bewehrung), konstruktive (Fugen) oder betontechnologische Maßnahmen erreicht werden. Es liegt nicht zwingend ein Mangel vor, nur weil „nicht ausreichend Betonstahl zur Rissebeschränkung eingebaut wurde“. Eine sorgfältige Planung und Bauausführung vorausgesetzt, stellt eine WU-Konstruktion eine fachgerechte und sichere Möglichkeit der Ausführung eines wasserundurchlässigen Kellerbauwerkes dar. Die Konstruktion entspricht den allgemein anerkannten Regeln der Technik. Mängel bei der Ausführung sind relativ leicht feststellbar und behebbar.

 

Frage:

Muss ich einen Lichtschacht in die Abdichtung einbeziehen?

Antwort:

Der Kellerlichtschacht ist im Regelfall in die Abdichtung einzubeziehen. Abhängig von den Vorgaben des Baugrundgutachters ist der Bemessungswasserstand zu beachten. Auf Grundlage der Vorgaben muss dann festgelegt werden, ob der Lichtschacht druckwasserdicht oder nicht druckwasserdicht an die Kelleraußenwand anzuschließen ist. Eine Planung unter Kenntnis der Randbedingungen und eine fachgerechte Ausführung ist in jedem Fall erforderlich.

 

Frage:

Was sind häufige Planungs- bzw. Ausführungsfehler bei einer WU-Konstruktion?

Antwort:

Im Rahmen der durch TÜV SÜD durchgeführten Baustellenbegehungen wurden gehäuft folgende Fehler bei der Herstellung festgestellt:

·  Innenliegendes Fugenband oder Fugenblech zu nah an der Anschlussbewehrung bzw. nicht im Kernbereich der Kelleraußenwand, fehlende Ausführung von Fixierungen der Fugenbänder / -bleche

·  Innenliegendes Fugenband oder Fugenblech nicht tief genug oder zu tief in Bodenplatte/Wand eingebunden

·  Innenliegendes Fugenblech nicht lotrecht eingebaut oder durch die Ausführenden gebogen

·  Verwendung von nicht geeigneten Fugenblechen, Nichteinhaltung der Vorgaben der Prüfzeugnisse

·  Mangelhafte oder fehlende Verschweißung und Verklammerung der Fugenbänder und Fugenbleche (horizontal und vertikal) untereinander

·  Fehlende Kenntnisse der Ausführenden beim Betonieren der Wandflächen, nicht fachgerechtes Einbringen und Verdichten des Betons

·  Bei beschichteten Fugenblechen wird die Schutzfolie (Wand) zu früh abgezogen

·  Bei Geometriesprüngen keine bzw. keine ausreichende Überlappung der Fugenbänder/bleche

·  Möglicherweise notwendige Einbeziehung der Lichtschächte in die Kellerabdichtung (Unkenntnis des HGW und der geologischen Randbedingungen des Planenden und Ausführenden), mangelhafte Konstruktion der Lichtschachtentwässerungen

 

Frage:

Was sind häufige Fehler bei einer „Schwarzabdichtung“?

Antwort:

Im Rahmen der durch TÜV SÜD durchgeführten Baustellenbegehungen wurden gehäuft folgende Fehler festgestellt:

·  Zunächst ist zwischen echten „schwarzen Wannen“ (Es befindet sich auch unter der Bodenplatte eine Dichtbahn) und Mischkonstruktionen (Bodenplatte WU, Wand mit „Schwarzabdichtung“) zu unterscheiden. Bei Mischkonstruktionen kommt es auf den fachgerechten Übergang der Wandabdichtung zur Bodenplatte an.

·  Bei Ausführung mit Bahnenabdichtung fehlende Haftung am Untergrund und Blasenbildung, fehlende Fixierung der Dichtbahnen am oberen Abschluss, unzureichende Verklebung der Nähte

·  Keine mechanisch abtragende Untergrundvorbereitung beim Übergang Wand zu Bodenplatte / die Betonschlämme wurde nicht entfernt

·  Bei Ausführung mit KMB Unkenntnis des Ausführenden über geologische Randbedingungen und dadurch Ausführung nicht nach Herstellerangabe bzw. Vorschriften

·  Fehlende Gewebearmierung bei KMB, entsprechend Vorgabe bei geologischen Randbedingungen

·  Keine ausreichende oder zu große Schichtdicke bei KMB

·  Fehlende Durchtrocknung der Abdichtungsschicht KMB vor Verfüllen der Baugrube

·  Fehlende Untergrundvorbehandlung vor Aufbringen der Abdichtung, z.B. große Lunker, Fehlstellen, scharfe Kanten des Mauerwerkes / Beton

·  Falsche Fugenausbildung

·  Fehlende Hohlkehle / Kantenfasung am Übergang Wand zu Bodenplatte

·  Mangelhafte Anschlüsse der Abdichtung an Außenwanddurchführungen

 

Frage:

Was sind häufige Fehler bei einer Sockelabdichtung?

Antwort:

Im Rahmen der durch TÜV SÜD durchgeführten Baustellenbegehungen wurden gehäuft folgende Fehler bei der Herstellung einer Sockelabdichtung festgestellt:

·  Nicht ausreichend hoch (30/15 cm) über Gelände geführt bzw. fehlende Kompensationsmaßnahmen

·  Fehlende Überlappung auf die Bodenplatte (10 cm)

·  Fenstertüren etc. nicht bzw. nicht ausreichend in Sockelabdichtungsebene eingebunden

·  Verklebung der Abdichtung auf Rollladenführungsschienen, Hinterläufigkeit der Abdichtung

·  Fehlende Untergrundvorbereitung, wie bspw. Verschließen von Löchern / Fehlstellen, überstehende Abdichtungen der Bodenplatte nicht gekürzt, mechanisch abtragende Untergrundvorbereitung am unteren Übergang

·  Unzureichende Schichtdicken

·  Unzureichende Durchtrocknung der Abdichtungsschicht

·  Mangelhafter Anschluss der Sockelabdichtung an Durchdringungen, wie z.B. Elektrokabel

·  Fehlender Abdichtungsschutz

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