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Häufige Fragen zum Chloridschutz

FAQ

Frage:

Welche Neigung darf eine Tiefgaragenrampe maximal haben?

Antwort:

In der Regel werden die Neigungen auf 15% beschränkt. Es gibt aber unter bestimmten Randbedingungen auch Ausnahmeregelungen. Die unteren Bauaufsichtsbehörden genehmigen Ausnahmen.

 

 

Frage:

Muss eine Tiefgaragenbodenplatte immer beschichtet werden?

Antwort:

Bei tragenden Bodenplatten stellt eine flächige Beschichtung die Regelbauweise dar. Es gibt abweichend hierzu Sonderbauweisen mit lokaler Beschichtung von Fugen, die unter bestimmten Randbedingungen möglich sind. Besser sind Abdichtungen.

 

 

Frage:

Muss ein Parkhaus bzw. eine Tiefgarage immer ein Gefälle aufweisen und wenn ja wie groß muss das Gefälle sein?

Antwort:

Gefälle in Parkbauten wird häufig als erforderlich erachtet. Es gibt aber auch Parkbauten ohne Gefälle. Die Konformität mit den a.a.R.d.T. hängt von der Fluktuation, der Art der Abdichtung und des Oberflächenbelages (Pflaster), der Ebenheit, der Betonqualität und der Entwässerung ab.

 

 

Frage:

Welche Alternativen zu einer flächig beschichteten Tiefgaragen-Bodenplatte gibt es?

Antwort:

Wenn eine flächige, tragende Bodenplatte aus statischen Gründen nicht erforderlich ist (keine Beaufschlagung durch drückendes Wasser bzw. durch Grundwasser) ist alternativ hierzu auch eine Ausführung des Tiefgaragenbodens mittels Verbundsteinpflaster bzw. mittels nicht-tragendem Betonboden möglich.

 

 

Frage:

Welche Alternativen zu Kunstharzbeschichtungen (OS8, OS11) als Chloridschutz auf tragenden Stahlbetonflächen gibt es?

Antwort:

Alternativ zu Kunstharzbeschichtungen gibt es dauerhafte bituminöse Bauweisen mit einlagiger Schweißbahn in Verbindung mit Gussasphalt oder zweilagiger Schweißbahn mit einer großen Bandbreite von Nutz- und Schutzschichten z.B. aus Estrich oder Walzasphalten. Des Weiteren sind Systeme auf Basis von Flüssigkunststoff zu nennen (PMMA).

 

 

Frage:

Welche Lebensdauern haben die einzelnen Systeme zum Oberflächenschutz?

Antwort:

Die Lebensdauer eines Oberflächenschutzsystems hängt von zahlreichen Faktoren wie z.B. Fluktuation, Fahrgeschwindigkeiten in Verbindung mit Kurvenradien, Beschaffenheit des Untergrundes, Tragsystem oder auch der Häufigkeit und der Qualität der Wartung ab. Der „richtige“ Oberflächenschutz muss immer individuell und objektbezogen geplant bzw. festgelegt werden. TÜV SÜD hat einen Life-Cycle-Cost Rechner („LCC-Rechner“) entwickelt, mit dem die Lebensdauerkosten verschiedener Varianten zum Oberflächenschutz von Parkbauten, bestehend aus beliebig vielen Teilflächen, tabellarisch und grafisch miteinander verglichen werden können.

 

 

Frage:

Welche Oberflächenschutzsysteme kommen für Rampen von Garagen in Frage?

Antwort:

Auf Rampen sind Systeme mit einer höheren Rauigkeit als in der Fläche einer Garage sinnvoll (in der Regel Rutschhemmungsklasse R11 statt R10). Aufgrund der auftretenden Kräfte aus Bremsen und Beschleunigen bestehen außerdem hohe Anforderungen an die Robustheit der Systeme. Bei nicht überdachten Rampen sind zusätzlich Beanspruchungen aus thermischen Einwirkungen zu berücksichtigen.

 

 

Frage:

Welche Oberflächenschutzsysteme kommen für Freidecks von Parkhäusern in Frage?

Antwort:

Auf Freidecks bestehen hohe Beanspruchungen v.a. aus thermischen Einwirkungen. In der Regel werden mechanisch belastbare und dennoch hochrissüberbrückende Systeme realisiert (z.B. OS10, bituminöse Systeme oder Systeme auf Basis von Flüssigkunststoff).

 

 

Frage:

Welche Verfahren zur Sanierung von mittels Chloriden / Tausalzen geschädigten tragenden Stahlbetonbauteilen gibt es? Muss der belastete Beton immer entfernt werden?

Antwort:

In der Regel wird der mittels Chloriden / Tausalzen geschädigte Beton abgetragen und durch Instandsetzungsmörtel oder Vergussbeton ersetzt (Instandsetzungsprinzip „R-Cl“). Für den Abtrag des Betons stehen dabei unterschiedliche Verfahren (z.B. Höchstdruckwasserstahlen „HDW“) zur Verfügung. Unter speziellen Randbedingungen gibt es aber auch andere Verfahren zur Instandsetzung, die im Einzelfall zu beurteilen sind (z.B. kathodischer Korrosionsschutz KKS). Primär kommt es darauf an, fachgerecht zu beurteilen, ob und wieviel Chlorid in den Bauteilen verbleiben darf.

 

 

Frage:

Wie muss eine Garage gewartet werden?

Antwort:

Jede Garage sollte regelmäßig gewartet werden. Auch das Thema Wartung muss individuell und objektspezifisch auf die jeweilige Garage zugeschnitten werden. Wartungsintervalle sind stark vom realisierten Oberflächenschutzsystem abhängig. Hinweise zu Wartungsintervallen sind im DBV-Merkblatt Parkhäuser und Tiefgaragen zu finden. Aus Sicht TÜV SÜD besteht Wartung aus zwei Komponenten: Den „Wartungsbegehungen“ auf Grundlage eines „Wartungsplanes“ (ingenieurtechnische Leistung) sowie dem „Wartungsvertrag“, der die Grundlage für das Instandsetzen von Mängeln oder Schäden durch eine Fachfirma darstellt (operative Leistung). Im Gewährleistungszeitraum ist bei den Wartungsbegehungen zwischen Gewährleistungsmängeln und nutzungsbedingten Schädigungen zu unterscheiden.

 

 

Frage:

Muss ich in meiner Tiefgarage Fugen ausbilden?

Antwort:

In einer Tiefgarage können die folgenden wesentlichen Fugenkonstruktionen auftreten:

·  Bodenseitige Fugen zwischen einzelnen Segmenten nicht-tragender Bodenplatten mit dauerelastischen Fugenfüllstoffen, in der Regel auf Polyurethanbasis (PU).

·  Bodenseitige Dehnfugen in tragenden Bodenplatten mit überfahrbaren Dehnfugenprofilen (inkl. Fugendichteinlagen), inkl. Hochzüge der Dehnfugenprofile an den aufgehenden Bauteilen.

·  Wandseitige Dehnfugen mit dauerelastischen Fugenfüllstoffen, in der Regel auf Polyurethanbasis (PU).

Die genannten Fugenkonstruktionen unterliegen ebenfalls der Wartung und sollten Bestandteil von Wartungsbegehungen sowie – im Falle von Schädigungen – von Instandsetzungsmaßnahmen sein. Die Fugeneinlagen sowie die Profile unterliegen alterungsbedingtem Verschleiß und sollten bei Bedarf ausgetauscht werden.

 

 

Frage:

Kann es an einem bituminösen Oberflächenschutz zu Unterläufigkeiten und Ablösungen bzw. Blasenbildungen kommen?

Antwort:

Bei einem bituminösen Oberflächenschutzsystem bestehend aus Schweißbahnen und zusätzlicher Nutz- und Schutzschicht kann es aus Sicht TÜV SÜD zu keinen flächigen Unterläufigkeiten und Ablösungen kommen, wenn die Schweißbahnen ordnungsgemäß vollflächig mit dem Untergrund verklebt werden. Im Falle von wasserführenden Trennrissen an einer tragenden wasserundurchlässigen Bodenplatte („Weisse Wanne“ bzw. „WU-Wanne“) kann es im Bereich des Risses lokal zu Ablösungen und einer örtlich begrenzten Blasenbildung kommen. Ein wasserführender Trennriss stellt einen Mangel an der wasserundurchlässigen Konstruktion und nicht am Oberflächenschutz dar. Die lokale Blasenbildung dient als Schadensindikator und kann nach dem Verpressen des Risses ohne größeren Aufwand instandgesetzt werden.

 

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