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Prüfzeichen "Prüfung von Ventilen, Rohren und Formteilen aus thermoplastischen Werkstoffen"

Geltungsbereich

Prüfung von Ventilen, Rohren und Formteilen aus thermoplastischen Werkstoffen mit Berechtigung zur Nutzung eines TÜV SÜD-Prüfzeichens.

Prüfgrundlage

Als Prüfgrundlagen finden kundenspezifische Prüfprogramme Anwendung. Wenn Produkte für besondere kunden- oder anwendungsspezifische Anforderungen entwickelt und hergestellt werden, gehen die Prüfanforderungen meist über bestehende normative Anforderungen hinaus. Derartige Zusatzanforderungen können, gemeinsam mit relevanten bestehenden normativen Anforderungen, als Prüfgrundlage in einem produkt- und/oder kundenspezifischen Prüfprogramm der TÜV SÜD Industrie Service zusammengefasst werden, das auf dem Prüfzeichen benannt ist. So ist für jedes Prüfzeichen und jeden Kunden die Rückverfolgbarkeit der festgelegten Prüfanforderungen eindeutig sichergestellt. Die konkreten Inhalte des Prüfprogramms können der Vertraulichkeit unterliegen.

Sofern Normen Prüfgrundlage sind, werden diese auf dem Prüfzeichen genannt.

Das Prüfprogramm berücksichtigt Materialanalytische Prüfung, wie z.B. Materialzusammensetzung, Additive (Weichmacher, Stabilisatoren, Farbmittel, Füllstoffe) durch Dynamische Differenzkalorimetrie, Thermogravimetrische Analyse, Infrarotspektroskopie, Energiedispersive Röntgenfluoreszenzanalyse, usw.

Erklärung von Aussagen, die Bestandteil der Prüfzeichen sind:

  • Baumuster geprüft: Das TÜV SÜD-Prüfzeichen wird für Produkte und Komponenten auf freiwilliger Basis vergeben. Es bedeutet, dass das Produkt, die Komponente die in der Prüfgrundlage / Norm genannten Anforderungen erfüllt. Diese sind  i.d.R. technische Sicherheitsanforderungen und/oder Leistungsanforderungen. Als Prüfgrundlage werden produktspezifische Normen und Prüfprogramme herangezogen. Diese sind auf dem entsprechenden Zertifikat ausgewiesen.
  • Produktion überwacht: Die Aussage bestätigt, dass für die Vergabe des Prüfzeichens eine erstmalige und regelmäßige Überprüfung der Produktions- bzw. Fertigungsstätten erfolgreich durchgeführt wurde und der Überwachung unterliegt. Je nach Produkt und Prüfzeichen können auch Muster aus der Fertigung oder vom Markt für weitergehende Laborprüfungen entnommen werden.

Relevante Normen und Vorschriften:

  • AD 2000-Merkblätter: Das AD 2000-Regelwerk wird durch die Arbeitsgemeinschaft Druckbehälter entwickelt und durch den Verband der TÜV e. V. (VdTÜV) herausgegeben. Es konkretisiert alle grundlegenden Sicherheits- und Konformitätsfestlegungen, die nach der europäischen Druckgeräterichtlinie (DGRL) beachtet werden müssen. Sie enthalten sicherheitstechnische Anforderungen, die für normale Betriebsverhältnisse zu stellen sind. Sind über das normale Maß hinausgehende Beanspruchungen beim Betrieb der Druckbehälter zu erwarten, so ist diesen durch Erfüllung besonderer Anforderungen Rechnung zu tragen.
  • AD 2000-Merkblatt HP 120 R: "Bauvorschriften; Rohrleitungen aus thermoplastischen Kunststoffen". Dieses AD 2000-Merkblatt gilt für die Berechnung, die Konstruktion, die Werkstoffe und den Bau von Rohrleitungen aus thermoplastischen Kunststoffen nach Druckgeräte-Richtlinie. Es gilt nicht für Schlauchleitungen aus thermoplastischen Kunststoffen.

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