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Geprüfte Ladungssicherung, Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen VDI 2700 8.1 und 8.2

Verbraucherinformationen

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Geprüfte Ladungssicherung, Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen VDI 2700 8.1 und 8.2

Titel: Geprüfte Ladungssicherung, Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen VDI 2700 8.1 und 8.2

Geltungsbereich: Die Richtlinie VDI 2700 8.1 und 8.2 gilt für alle Fahrzeugtransporter, die für den Transport von Pkw, Kleinbussen und Nkw-Kombis geeignet und entsprechend der Richtlinie VDI 2700 Blatt 8.1 ausgerüstet sind sowie für alle Fahrzeugtransporter, die für den Transport von mittelschweren bis schweren Nutzfahrzeugen und einem maximalen Raddurchmesser von 1,25 m geeignet und entsprechend der Richtlinie VDI 2700 Blatt 8.2 ausgerüstet sind. Die Richtlinie ist für Fahrzeughersteller, Komponentenhersteller und Fahrzeughalter bestimmt. Ladungssicherung von Pkw sowie Lkw auf Fahrzeugtransportern sowie deren Equipment befindet sich in der VDI 2700 Blatt 8.1 sowie in der VDI 2700 Blatt 8.2.
Prüfzeichenaussagen:

TÜV SÜD Prüfzeichen Richtlinie VDI 2700 8.1 und 8.2 gilt für alle Fahrzeugtransporter

Dieses TÜV SÜD Prüfzeichen wird für Produkte auf freiwilliger Basis vergeben. Das Produkt wurde durch die unabhängige Sachverständigenorganisation TÜV SÜD auf die grundlegenden technischen Sicherheitsanforderungen nach neusten Erkenntnissen hin überprüft und zertifiziert.

Folgende Punkte sind bei der Anwendung des Produktes einzuhalten:

Spanngurte:
Die eingesetzten Zurrgurte für den Transport von Pkw müssen der DIN EN 12195-2 entsprechen und folgende Mindestanforderungen erfüllen:
• Anzuwendende Norm: DIN EN 12195-2
• Dehnung: ≤ 4%
• LC: 1.500 daN
• STF: 330 daN
• Gurtbandbreite: mindestens 35 mm
• ETA-Wert der Zurrgurt-/ Controllerkombination auf dem Label

Die eingesetzten Zurrgurte für den Transport von Lkw müssen der DIN EN 12195-2 entsprechen und folgende Mindestanforderungen erfüllen:
• Anzuwendende Norm: DIN EN 12195-2
• Dehnung: ≤ 4%
• LC: 2.500 daN
• STF: 500 daN
• Gurtbandbreite: mindestens 50 mm
• ETA-Wert der Zurrgurt-/ Controllerkombination auf dem Label

Controller:
Die Zurrgurte müssen mit Controllern ausgerüstet sein z. B. in Schlauchform. Die Controller müssen so beschaffen sein, dass sich die Gurtspannung schon beim Verzurren möglichst gleichmäßig zu beiden Seiten verteilt und ein Abrutschen des Gurtes vom Reifen verhindert. Der Zurrgurt darf den Reifen nur über den Controller berühren. Als Richtwert ist mindestens der halbe Radumfang (180°) anzusetzen. Um den Controller auf unterschiedliche Reifengrößen anzupassen, können abnehmbare Controller (Adapter) verwendet werden.
Die eingesetzten Controller müssen folgende Mindestanforderungen erfüllen:
• ETA-Wert ≥ 0,5
• Kombination Spanngurt / Controller: Zurrgurt nur in Kombination mit geprüftem Controller
• Auf dem Controller sind folgende Angaben aufzuführen:
1. Markennamen / Typenbezeichnung des Controllers
2. Name des Herstellers
3. ETA-Wert der Zurrgurt-/ Controllerkombination

Mehrpunktzurrsysteme für Ladungssicherungsmittel in Fahrbahnelementen:
Pkw-Leergewicht / Sicherungskräfte der Aufnahmepunkte (plus 25% Sicherheit)
0 - 1.500 kg
• 0° mindestens 500 daN
• 45° mindestens 500 daN
• 90° mindestens 500 daN
>1.500 - 4.500 kg
• 0° mindestens 700 daN
• 45° mindestens 700 daN
• 90° mindestens 600 daN

Lkw-Leergewicht / Sicherungskräfte der Aufnahmepunkte (plus 25% Sicherheit)
0 - 8.000 kg bei Verladung des geladenen Lkw von 0° - 25°
>8.000 - 20.000 kg bei Verladung des geladenen Lkw von 0° - 10°
• 0° mindestens 1.000 daN
• 45° mindestens 1.000 daN
• 90° mindestens 1.000 daN

>8.000 - 11.000 kg bei Verladung des geladenen Lkw von >10° - 25°
• 0° mindestens 1.500 daN
• 45° mindestens 1.500 daN
• 90° mindestens 1.400 daN

Radvorleger in Kombination mit Fahrbahnelementen:
• Höhe: Größer gleich 1/6 des Reifendurchmessers; alternative Radvorlegerhöhen sind gesondert zu überprüfen und durch den Aufbauhersteller freizugeben
• Blockierkraft (BC) in horizontaler Richtung, Pkw: ≥ 500 daN
• Blockierkraft (BC) in horizontaler Richtung, Lkw: ≥ 1.500 daN
• Radvorleger nur in Kombination mit geprüftem Fahrbahnelement

Gleitreibbeiwerte Fahrbahnelement zu Pkw-/ Lkw-Reifen:
• Mindestens μ = 0,4
• Längs sowie quer zur Ausrichtung des Fahrbahnelements
• Oberflächenbedingung: nass und trocken

Fahrzeugkonfigurationen:
Die Fahrzeugkonfigurationen müssen für die auftretenden Beschleunigungskräfte der DIN EN 12195-1 (im beladenen Zustand) ausgelegt sein.

Prüfverfahren / Vorgehensweise:
Diese werden entsprechend der VDI 2700 Blatt 8.1 für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge auf Fahrzeugtransportern sowie VDI 2700 Blatt 8.2 für schwere Nutzfahrzeuge auf Fahrzeugtransportern angewendet und mittels eines Baumusters geprüft.
Zudem sind diese auf dem entsprechenden Zertifikat & Prüfbericht ausgewiesen. Die Ladungssicherungshilfsmittel sowie der Fahrzeugaufbau müssen jährlich überprüft werden.

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