Bescheinigung des Primärenergiefaktors (fp-Faktor) von Wärme-/Kältenetzen

Was ist der Primärenergiefaktor?

 

Der Primärenergiefaktor fp eines Wärme- oder Kältenetzes drückt aus, wie hoch die energetischen Verluste und Aufwendungen sind, die von der Energieträgergewinnung bis zur Übergabe des Wärme- bzw. Kälteträgermediums am Gebäude entstehen.

Der auch „fp-Faktor“ genannte Wert wird für jeden Energieträger (wie zum Beispiel Strom, Heizöl, Erdgas, Biomasse) individuell berechnet. Daher kann sich beispielsweise der fp-Faktor für Fernwärmenetze in Abhängigkeit von der Anlagenkonstellation und vom Energieträgermix im Bereich zwischen NULL und 1,3 bewegen – je geringer das Ergebnis ist, desto innovativer ist die Energieerzeugung und desto effizienter die Energieverteilung.

 

Wofür wird der Primärenergiefaktor benötigt?

 

Der durch geprüfte Gutachter ermittelte Primärenergiefaktor für Fernwärme- bzw. Kältenetze wird unter anderem für die Berechnung des Primärenergiebedarfs von Neu- und Bestandsbauten benötigt. Die Grenzwerte für den Primärenergiebedarf sind im Gebäudeenergiegesetz (GEG) festgelegt und dürfen für eine erfolgreiche Baugenehmigung und Fördermittelinanspruchnahme (zum Beispiel KfW-Darlehen) nicht überschritten werden.

 

Ihre Vorteile:

 

Die Energieeffizienz-Experten von TÜV SÜD sind schon seit 2011 geprüfte, zugelassene und öffentlich gelistete Gutachter nach AGFW FW 609 für die Bestimmung von Primärenergiefaktoren. Ihre Erfahrungen umfassen neben der Berechnung des fp-Faktors hochkomplexer Fernwärme- und Kältenetze auch die Bewertung von Wärme aus individuellen KWK-Anlagen. Die Ingenieure von TÜV SÜD genießen eine hohe Akzeptanz gegenüber Fördermittelgebern und Behörden.

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