Unser Spielplatzprüfer im Portrait

Meine Aufgabe: Ihr sicherer Spielplatz

Franz Danner, Diplomingenieur für Maschinenbau, ist Spielplatzprüfer bei TÜV SÜD. Nach seinem Maschinenbau-Studium an der Fachhochschule München wollte er seine berufliche Laufbahn zunächst in der Autoindustrie starten. Während eines Praxissemesters bei TÜV SÜD entdeckte er jedoch seine Faszination für das Thema Spielplatz.

Wie viele Spielplätze er inzwischen besucht hat, kann er nicht genau sagen. Es sind sicher über fünfzehntausend. Zusätzlich hat Franz Danner erst im deutschen und dann auch im europäischen Ausschuss die bis heute geltenden Normen mitentwickelt. Inzwischen inspiziert er auch Spielplätze in den USA.

Spielplatzprüfer TÜV SÜD Franz Danner 

 

Herr Danner, wie sind Sie ganz persönlich zum Thema Spielplatzprüfung gekommen?

“Als Student wollte ich ursprünglich Ingenieur bei einem großen Autohersteller werden. Das war damals mein Traum! Dann aber habe ich ein Praktikum bei TÜV SÜD gemacht und mich mit Themen wie Sicherheit, Stoßdämpfung verschiedener Böden und vielem mehr beschäftigt. Genau diese Vielfalt hat mich sofort fasziniert – das tut sie auch jetzt noch, über 15.000 geprüfte Spielplätze später.”

Was hat sich von Ihren Anfängen bis jetzt verändert – sieht Ihr Job heute noch so aus wie damals?

“Gerade in den ersten Jahren war ich stark bei der Normengebung in deutschen und europäischen Arbeitskreisen
beteiligt. In den letzten Jahren ging es immer um Thema Planung und Fragen à la „Wie muss ein Spielplatz angelegt
werden, damit sich Eltern und Kinder wohlfühlen?”

Nun aber einmal zu Ihrem „Kerngeschäft“: Wie sieht denn die klassische Spielplatzprüfung aus?

“Die Grundregel lautet ganz klar: Alle Risiken vermeiden, die Kinder beim Spiel nicht erkennen können! Fäulnis, Pilzbefall
oder Rost können zum Beispiel Geräte instabil machen. Darum lege ich bei Schaukeln, Wippen und anderen Geräten die
Fundamente frei, mache Probebohrungen und Lastprüfungen. Probeschaukeln und „Rutsche runter“ sind immer Teil der Prüfung!”

Was empfehlen Sie den Betreibern? Wie mache ich – zum Beispiel als Schule – meinen Spielplatz sicher?

“Als Betreiber bin ich verantwortlich für die wöchentliche Sichtkontrolle und Funktionskontrolle, die alle ein bis drei Monate stattfinden sollte, je nach Belastung des Spielplatzes. Mein Tipp: Wehret den Anfängen! Kleine Schäden unbedingt schnellstmöglich reparieren! Alles, was wackelt oder schief
sitzt, übt auf Kinder eine große Faszination aus. Die zerren und rütteln dann solange, bis der Schaden wirklich groß ist
und der Austausch entsprechend aufwändig.”

Gibt es für diese Schritte einen „perfekten Zeitpunkt“?

“Es gibt sogar zwei! Entweder nach der Saison, also im Spätherbst, wenn man im Anschluss gleich die notwendigen
Reparaturen an Geräten oder Böden erledigen möchte. Oder natürlich jetzt im Frühjahr, wenn man mit einem optimal
vorbereiteten Spielplatz in die schöne Jahreszeit starten will.”


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