Radiologie

Newsletter der Ärztlichen Stelle Hessen | Februar 2025

Erhalten Sie relevante Fachinformationen

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Normentwurf zur Stellungnahme:
Qualität entlang des Patientenpfads in der medizinischen Bildgebung in der Radiologie 

Deutsche und englische Fassung pr EN 18167:2025 

 

Auf europäischer Ebene und über das Entwurfsportal der DIN wird die Norm DIN EN 18167 „Qualität des Patientenpfades in der medizinischen Bildgebung in der Radiologie“ kostenfrei zur Kommentierung bis zum 7.4.2025 bereitgestellt. Diese Qualitätsmanagementnorm wird auch als eine wesentliche Grundlage für Audits in der Radiologie gesehen.
Grundsätzlich wird der gesamte Ablauf in der Radiologie angesprochen, bei mehreren Themen aber auf bestehende Dokumente, z. B. Normen oder gesetzliche Grundlagen, verwiesen. 
Auch in Diskussion befindliche Themen wie remote services oder KI-Einsatz sind enthalten. Die Norm soll für die teilweise deutlich unterschiedlichen Rahmenbedingungen in den europäischen Ländern geeignet sein und über die nächsten Jahre eine Weiterentwicklung erfahren, bei der auch die Integration anderer Fachgebiete und Anwendungsbereiche medizinischer Bildgebung vorgesehen ist.
Normen Entwürfe (hier Filterung nach Radiologie NAR) können nach Registrierung beim Beuth Verlag eingesehen und kommentiert werden. 

Einspruch: 07.02.25 – 07.04.25 


Normenentwurf zur Stellungnahme:
Medizinprodukte-Software – Festlegungen für die Sicherheit von Bestrahlungsplanungssystemen (IEC / CDV 62083:2024)

Deutsche und Englische Fassung prEN IEC 62083:2024

 

Eine weitere Norm für Medizinprodukte-Software – Festlegungen für die Sicherheit von Bestrahlungsplanungssystemen steht ab 21.02.25 bis 21.04.25 zur kostenfreien Einsicht und Kommentierung (nach Registrierung) bereit.

 


Einheitliches Bewertungssystem der Ärztlichen Stellen (EBS) 
Allgemeiner Teil (12/2024) 
Röntgen-medizinischer Teil (12/2024) 
Nuklearmedizin – medizinischer und technischer Teil (10/2023) 

 

Das Einheitliche Bewertungssystem (EBS) der Ärztlichen Stellen wird überarbeitet. Einige Bereiche sind bereits fertiggestellt, veröffentlicht und sollen von den Ärztlichen Stellen (BMUV Rundschreiben vom 13.12.24) seit 01.01.2025 angewandt werden. 
Das einheitliche Bewertungssystem ist im Zentralen Erfahrungsaustausch der Ärztlichen Stellen aktualisiert und erweitert worden. Es ist die Grundlage zur einheitlichen Bewertung der Überprüfungen durch Ärztliche Stellen und gibt auch den Anwendern Informationen und Transparenz zu Bewertungskriterien der Ärztlichen Stellen. 

Der allgemeine Teil mit Erläuterungen zu den Bewertungsstufen und der medizinische Teil für Röntgenanwendungen wurden im Dezember 2024 veröffentlicht. 
Für den Bereich der Nuklearmedizin wurde die überarbeitete Fassung bereits 10/2023 veröffentlicht (Newsletter 03/2024). 

Weitere Informationen finden Sie hier: 

EBS Allgemeiner Teil

EBS Röntgendiagnostik-medizinischer Teil   

EBS Nuklearmedizin – medizinischer und technischer Teil 


QS-RL Nuklearmedizin 

 

Qualitätssicherungs-Richtlinie für Abnahme- und Konstanzprüfungen gemäß den §§ 115, 116 und 117 StrlSchV von Vorrichtungen und Geräten zur Anwendung in der Nuklearmedizin (QS-RL Nuklearmedizin) vom 16.12.2024

 

Diese Qualitätssicherungs-Richtlinie (QS-RL) Nuklearmedizin gilt in Verbindung mit der Rahmenrichtlinie zur Qualitätssicherung (Rahmen-RL QS; [1]) bei der Anwendung ionisierender Strahlung oder radioaktiver Stoffe am Menschen nach den §§ 115, 116 und 117 StrlSchV und konkretisiert Grundsätze, Rahmenbedingungen und Umfang der physikalisch-technischen Qualitätssicherung im Sinne der Abnahme- und Konstanzprüfungen. Die Rahmen-RL QS und die QS-RL Nuklearmedizin sind gemeinsam anzuwenden, indem die grundsätzlichen Regelungen der Rahmen-RL QS gemeinsam mit den spezifischen Regelungen dieser Richtlinie für die physikalisch-technische Qualitätssicherung zu beachten sind.

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

Rahmenrichtlinie

Richtlinie QS-RL Nuklearmedizin


CLAUD-IT: Implementierung klinischer Audits in Europa - ein praktischer und multidisziplinärer Ansatz

 

CLAUD-IT ist ein 36-monatiges Projekt (ab 09/24), das von der Europäischen Union im Rahmen des EU4Health-Programms 2021–2027 bearbeitet wird. 
Die Ziele von CLAUD-IT sind die Verbesserung der klinischen Auditpraxis in den EU-Mitgliedstaaten, die Förderung der Umsetzung klinischer Audits in der Radiologie und Nuklearmedizin und damit die Verbesserung der Qualität und Sicherheit der Patienten.
Klinische Audits in der Radiologie basieren auf Esperanto, dem ESR-Leitfaden für klinische Audits in der Radiologie in seiner 3. Auflage, wobei eine aktualisierte 4. Version ebenso wie eine Version für die Nuklearmedizin im Rahmen des CLAUD-IT-Projekts entwickelt wird. 

 

Weitere Informationen finden Sie hier

Esperanto (ESR-Leitfaden für klinische Audits in der Radiologie 3. Auflage) 


RöFo Artikel 02/2025 

Bedeutsame Vorkommnisse bei Röntgenanwendungen am Menschen – Auswertungen und Erkenntnisse des BfS

Katharina Stella Winter, Monika Schweden, Gunnar Brix, Erik Mille
Röfo 2025; 197: 154–162
DOI 10.1055/a-2339-3684

BEVOMED (Bedeutsame Vorkommnisse bei Röntgenanwendungen) 

Das BfS hat in einem aktuellen, kostenfrei erhältlichen Artikel der RöFo 02/25 Auswertungen und Erkenntnisse zu bedeutsamen Vorkommnissen aus dem Zeitraum 01/19 bis 10/23 veröffentlicht. 

Statistisch ausgewertet wurden Einordnung als Vorkommnis (§ 1 Abs 22 StrlSchV), Bedeutsamkeit (§ 108 StrlSchV), Klassifikation nach Anlage 14 StrlSchV, Zuordnung zu den Versorgungsformen im deutschen Gesundheitssystem sowie die zeitliche Entwicklung der Meldefrequenz über den Auswertewertezeitraum. Zudem wurden die Meldungsinhalte systematisch bezüglich auffälliger Häufungen und typischer Probleme ausgewertet.

 


Gesundheitsrisiken für medizinisches Personal durch Magnetfelder in der Magnetresonanztomographie

 

Alexander Marc König, Antje Pöschke, Andreas H. Mahnken
Röfo 2025; 197: 135–144
DOI 10.1055/a-2296-3860


In einer systematischen Literaturrecherche wurden die Gesundheitsrisiken für das medizinische Personal durch Magnetfelder in der MRT analysiert. Nach Volltext-Screening verblieben 34 Quellen, die Eingang in diese Arbeit gefunden haben.

Mit Fokus auf das Personal im Gesundheitswesen besteht ein erheblicher Bedarf an qualitativ hochwertigen Daten v.a. zu Folgen einer Langzeitexposition gegenüber elektromagnetischen Feldern durch die klinische MRT sowie zu deren Effekten auf eine Schwangerschaft.

Kernaussagen
Es können bei Exposition von Magnetfeldern kurzzeitige sensorische Effekte wie Vertigo, metallischer Geschmack, Phosphenen sowie neurokognitive und neurologische Verhaltenseffekte auftreten.
Langzeiteffekte betreffen vor allem die Schlafqualität, welche in Zusammenhang mit einem erhöhten Unfallrisiko gebracht werden kann.
Bei Magnetfeldexposition auf schwangere Mitarbeiterinnen konnten keine besonderen Abweichungen bezüglich der Schwangerschaftsdauer, der Frühgeburten, der Fehlgeburten und des Geburtsgewichtes gefunden werden.

 

Weitere Informationen finden Sie hier (Volltextversion kostenfrei) 


Strukturierte Befundung zur effizienten Erhebung von epidemiologischen Daten und Analyse der innerklinischen Prävalenz bei Lungenarterienembolien

T.Jorg, M. C. Halfmann, D. Graafen, L. Hobohm, C.Düber, P. Mildenberger, L. Müller 
Röfo 2025; 197: 186–194 
DOI 10.1055/a-2301-3349

Die strukturierte Befundung (Structured Reporting; SR) bietet neben Vorteilen hinsichtlich der Befundqualität als IT-basierte Methode auch die Möglichkeit umfangreiche, hochstrukturierte Datenmengen zu erheben und diese sekundär auszuwerten (Data-Mining). Im Rahmen dieser beispielhaften Studie wurde ein Data-Mining-Algorithmus genutzt, um epidemiologische Daten und innerklinische Prävalenzstatistiken der Lungenarterienembolie (LAE) 
durch Auswertung strukturierter CT-Befunde zu erheben.
 
Kernaussagen
 ▪ SR-basiertes Data-Mining ermöglicht einfache epidemiologische Auswertungen bei LAEs. 
▪ Die Prävalenz der LAE ist bei ambulanten und stationären Patienten unterschiedlich 
▪ Zentrale und beidseitige LAEs haben ein erhöhtes Risiko für eine Rechtsherzbelastung

 

Weitere Informationen finden Sie hier


Nachhaltigkeit – Europäische Umfrage zum Kontaktschutz (Strahlenschutzmaterialien) 

S. Krome
Röfo 2025:130-131 
DOI: 10.1055/a-2438-5410

Der Kontaktschutzmaßnahmen (Strahlenschutzmaterialien) sollen radiosensible Organe vor unerwünschten Strahlenexpositionen schützen. Durch technischen Fortschritt und geänderte Bewertung (z.B. Wichtungsfaktoren der Gonaden) wurden bisherige Konzepte in Frage gestellt. 
Die im Jahr 2020 von mehreren europäischen Fachgesellschaften gegründete Gruppe GAPS (Gonad And Patient Shielding Group) versandte Fragebögen zum Thema und erhielt aus einer Umfrage von 225 europäischen radiologischen Abteilungen Antworten, unter den folgende Nennungen waren: 

- Shielding schütze sensible Organe
- Shielding steigere das Vertrauen von Patienten, Eltern
- Überlagerungen oder beeinträchtigte Bildqualität erfordern Wiederholungsaufnahmen
- 12,7% befürchteten, ohne Schutz sensible Organe zu schädigen
- 10,1% vermuteten, dass sich die Untersuchten weniger gut versorgt fühlen könnten. 

Weitere Informationen finden Sie hier (Volltext nur über Anmeldung verfügbar) 

Empfehlung der SSK zur Verwendung von Strahlenschutzmitteln (09/2022) 

 

 

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