Stahlschutzplanke

Fahrzeugrückhaltesysteme

Was sind Fahrzeugrückhaltesysteme?

Fahrzeugrückhaltesysteme (im Englischen Vehicle Restraint System) sorgen für mehr passive Sicherheit auf den Straßen.

Prallt ein Fahrzeug gegen ein Hindernis am Straßenrand oder kommt von der Fahrbahn ab, so sind häufig schwere Verletzungen der Fahrzeuginsassen die Folge. Vor allem Kollisionen mit seitlichen Hindernissen sind gefährlich und können erheblichen Schäden am Fahrzeug sowie große Verformungen der Fahrgastzelle hervorrufen – und dementsprechend auch schwere Verletzungen bei den darin Sitzenden verursachen.

Fahrzeugrückhaltesysteme befinden sich an kritischen Straßenabschnitten und halten Fahrzeuge, die von der Straße abkommen, auf und leiten sie sicher um. Dadurch werden sowohl die Insassen des abkommenden Fahrzeugs als auch die anderen Verkehrsteilnehmenden geschützt.

Fahrzeugrückhaltesysteme sorgen dafür, dass Fahrfehler nicht fast unvermeidlich tödlich oder mit Schwerverletzten enden.

Zu den Fahrzeugrückhaltesystemen gehören:

  • Stahlschutzplanken (in Österreich auch Leitschienen genannt),
  • Betonleitwände,
  • Anpralldämpfer.

Straßenrückhaltesystem werden durch ihre wesentlichen funktionalen Eigenschaften beschrieben, das sind:

  • Aufhaltestufe bzw. Leistungsklasse,
  • Anprallheftigkeitsstufe,
  • Verformung der Schutzeinrichtung.

 

WIE WERDEN FAHRZEUGRÜCKHALTESYSTEME GEPRÜFT?

Fahrzeugrückhaltesysteme werden in Europa gemäß den Anforderungen der Norm EN 1317 geprüft, genauer gesagt nach EN 1317-1 bis 1317-3.

Die wesentlichen funktionalen Eigenschaften von Stahlschutzplanken und Betonleitwänden (Überbegriff: „Schutzeinrichtungen“) werden in genormten Anprallprüfungen mit üblichen Straßenfahrzeugen ermittelt. Es werden PKWs, Autobusse und LKWs bei den Prüfungen eingesetzt, je nach nachzuweisender Aufhaltestufe. Das schwerste Fahrzeug, das aufgehalten und sicher umgelenkt wird, bestimmt die Aufhaltestufe.

Die Belastung des Fahrers des geprüften PKWs (gemessene Geschwindigkeits- und Beschleunigungswerte für den Kopf in Folge des Anpralls) definiert die Anprallheftigkeitsstufe. Die Verformungseigenschaften der Schutzeinrichtung kennzeichnen den Platzbedarf auf der Straße und sind daher für den Straßenbau und für die Auswahl der Schutzeinrichtung von wesentlicher Bedeutung.

Die Anprallheftigkeitsstufen A, B und C charakterisieren die Belastung der Fahrzeuginsassen, die in den Anprallprüfungen ermittelt wurde. In Europa werden im Regelfall nur Schutzeinrichtungen mit Anprallheftigkeitsstufe A oder B eingesetzt, die Anprallheftigkeitsstufe C ist nur in Ausnahmefällen zulässig.

Die erforderliche Aufhaltestufe einer Schutzeinrichtung – und ob überhaupt eine Schutzeinrichtung an einer Straße installiert werden muss – wird national geregelt. Die nationalen Regelungen berücksichtigen bei der Festlegung für Schutzeinrichtungen die Straßenart (lokale Straßen, übergeordnetes Straßennetz), die Verkehrsdichte, örtliche Gegebenheiten, die bisherige Unfallhäufigkeit usw.

Anpralldämpfer sollen die Verletzungsgefahr für Fahrzeuginsassen bei einer Kollision mit Hindernissen reduzieren und werden dort verwendet, wo der Schutz mit Leitschienen und Leitwänden nicht möglich ist. An allen kritischen Autobahnausfahrten wird die Fahrbahnteilung zwischen Hauptfahrbahn und Ausfahrt durch Anpralldämpfer gesichert. Kriterien bei den Fahrzeuganprallprüfungen sind die Anprallgeschwindigkeit, die Belastung der Fahrzeuginsassen und die Fahrzeugbewegung nach dem Anprall.

In Europa dürfen nur Schutzeinrichtungen und Anpralldämpfern installiert werden, die eine CE-Kennzeichnung gemäß EU-Bauproduktenverordnung aufweisen. Dafür sind die Anprallprüfungen, die Zulassung der Herstellwerke und die Produktzertifizierung erforderlich.

 

WIE KÖNNEN WIR IHNEN HELFEN?

Die TÜV SÜD Landesgesellschaft Österreich GmbH ist eine akkreditierte Produktzertifizierungsstelle und notifizierte Stelle für die Zertifizierung von Schutzeinrichtungen (Stahlschutzplanken, Betonschutzwände in Fertigteilbauweise und Betonschutzwände in Ortbetonbauweise) und Anpralldämpfern gemäß EN 1317. Anprallversuche werden von unseren Partnern, das sind akkreditierte Prüflabore, durchgeführt.

Wir bewerten und zertifizieren die Produkte und geben Änderungen frei.

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