Historie

Historie

Struktur des TÜV SÜD e.V.

I. Historischer Überblick

Die Ursprünge der TÜV SÜD Gruppe gehen auf den im Jahr 1870 in München Bayerischen Dampfkessel-Revisions-Verein (-> TÜV Bayern) und die im Jahre 1866 in Mannheim gegründete Gesellschaft zur Überwachung und Versicherung von Dampfkesseln (-> TÜV Südwest) zurück. Im Jahr 2016 feierte der in 2006 in TÜV SÜD e.V. umbenannte Verein unter Bezug auf die in 1866 erfolgte Gründung des TÜV Südwest in Mannheim sein 150-jähriges Firmenjubiläum.

Die Struktur der heutigen TÜV SÜD Gruppe ist im Wesentlichen durch 3 „Meilensteine“ geprägt:

1. Entflechtungsmodell

Die Mitgliederversammlung des Vereins hatte 1996 eine Entflechtung zwischen Verein und operativem Geschäft beschlossen und zu diesem Zwecke die Gründung einer Aktiengesellschaft, der heutigen TÜV SÜD AG (damals TÜV Bayern Holding AG, zuvor TÜV Bayern Holding GmbH) beschlossen. Auf diese wurde zunächst in einem Zwischenschritt beginnend ab 1996 das gesamte operative Geschäft des Vereins übertragen und gegen die Gewährung von Aktien eingebracht. In einem weiteren Schritt wurden dann 1997 die operativen Geschäfte sowie die diesen zugeordneten Mitarbeiter in nachgeordnete Konzerngesellschaften ausgegliedert. Im Zuge der Entflechtung hatte der Verein zudem sämtliche ihm im Zuge der Einbringung von der TÜV SÜD AG gewährten Aktien an die TÜV SÜD Gesellschafterausschuss GbR (Gesellschafterausschuss oder GbR) abgetreten. Da nach dem Gesellschaftsvertrag der GbR im Innenverhältnis der Gesellschafter jedoch nur der Verein am Vermögen der GbR beteiligt ist, blieb der Verein wirtschaftlicher Eigentümer der Aktien der TÜV SÜD AG.

2. Fusionen mit anderen TÜV Organisationen

In den 90’er Jahren kam es zu verschiedenen Zusammenschlüssen mit anderen TÜV Organisationen, so 1991/92 mit dem nach der deutschen Wiedervereinigung neugegründeten TÜV Sachsen e.V. zum TÜV Bayern Sachsen e.V., 1996 und 1997 mit dem TÜV Hessen e.V. bzw. TÜV Südwest e.V. zum TÜV Bayern Hessen Sachsen Südwest e.V. Der fusionierte Verein wurde dann im Jahr 2006 in TÜV SÜD e.V. umbenannt. Damit einhergehend wurde „TÜV SÜD“ zum kennzeichnenden Namensbestandteil in den Firmierungen der Konzerngesellschaften sowie zum Logo/Marke der TÜV SÜD Gruppe im In- und Ausland.

3. Stiftungsgründung

In 2009 gründete der Verein als Stifter die gemeinnützige TÜV SÜD Stiftung (Stiftung) und übertrug 25,1% seiner Beteiligung an der GbR und damit auch 25,1% seines durch die Beteiligung vermittelten wirtschaftlichen Eigentums an den Aktien an der TÜV SÜD AG auf die Stiftung. Der Verein ist seitdem wirtschaftlich im Innenverhältnis nur noch mit 74,9% an der GbR bzw. an der TÜV SÜD AG beteiligt.


II. Aktuelle Eigentümerstruktur

Die aktuelle Eigentümerstruktur von TÜV SÜD ist dem nachstehenden Organigramm zu entnehmen.

Organigramm


III. TÜV SÜD Gesellschafterausschuss GbR

Die TÜV SÜD Gesellschafterausschuss GbR (GbR) ist eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts, deren Zweck das Halten und Verwalten der – im Innenverhältnis Verein und Stiftung zuzurechnenden – aktienrechtlichen Beteiligung an der TÜV SÜD AG ist. Die GbR übt diesen Zweck unabhängig von Weisungen des Vereins und der Stiftung aus.

Die GbR ist der rechtliche Eigentümer und einziger Aktionär der TÜV SÜD AG und hält derzeit das gesamte Aktienkapital der AG in Höhe von 26.000.000 €, eingeteilt in 26 Mio. auf den Namen lautenden Stückaktien je 1 €. Die GbR ist im Aktienregister der TÜV SÜD AG als deren alleiniger Aktionär eingetragen und damit rechtlicher Eigentümer der Aktien sowie Inhaber der jeweiligen Stimmrechte. In der Hauptversammlung der TÜV SÜD AG kommt es daher allein auf die Stimme der GbR, diese vertreten durch ihren Vorsitzenden, an. Im Innenverhältnis steht das Dividendenbezugsrecht jedoch allein Verein und Stiftung im Verhältnis ihrer wirtschaftlichen Beteiligung an der GbR und der dadurch vermittelten Beteiligung von 74.9% bzw. 25,1% an den Aktien der TÜV SÜD AG zu.


TÜV SÜD e.V.