1. Grundlagen der Promptentwicklung
Behandelt werden insbesondere folgende Bestandteile eines professionellen Prompts:
- fachliche Rolle des KI-Systems,
- Ziel und Zweck der Bearbeitung,
- Beschreibung des Sachverhalts,
- Abgrenzung des Prüfungsumfangs,
- anzuwendende Rechtsordnung,
- maßgeblicher Bewertungszeitpunkt,
- erforderliche Rechtsgrundlagen,
- gewünschte Prüftiefe,
- vorgegebene Arbeitsschritte,
- Anforderungen an Quellen und Nachweise,
- Umgang mit fehlenden Informationen,
- Trennung von Tatsachen,
- Annahmen und Bewertungen,
- gewünschtes Ausgabeformat,
- Vorgaben zu Sprache,
- Zielgruppe und Detailtiefe,
- Vorgaben für Tabellen,
- Risikomatrizen oder Maßnahmenpläne.
2. Typische Fehler bei Datenschutz-Prompts
Im Workshop werden unter anderem folgende Fehlerbilder behandelt:
- zu allgemeine oder unbestimmte Aufgabenstellungen,
- fehlende Festlegung der anwendbaren Rechtsordnung,
- Vermischung von EU-, deutschem und schweizerischem Datenschutzrecht,
- fehlender Bewertungszeitpunkt,
- nicht definierte Begriffe,
- unvollständige Sachverhaltsangaben,
- unklare Zielgruppen,
- fehlende Vorgaben zum Ausgabeformat,
- unbelegte oder erfundene Rechtsquellen,
- fehlende Kennzeichnung von Annahmen,
- ungeprüfte Übernahme von KI-Ergebnissen,
- Eingabe nicht erforderlicher personenbezogener oder vertraulicher Daten,
- Prompts, die bereits ein bestimmtes Ergebnis vorgeben.
3. Qualitätssicherung
Die Teilnehmenden entwickeln Kriterien, anhand derer Datenschutz-Prompts und die erzeugten Ergebnisse bewertet werden können. Mögliche Qualitätskriterien sind:
- fachliche Richtigkeit,
- rechtliche Nachvollziehbarkeit,
- Vollständigkeit,
- Aktualität,
- Quellenqualität,
- Transparenz der Annahmen,
- klare Trennung von Fakten und Bewertungen,
- Praxistauglichkeit,
- Risikoorientierung,
- verständliche Darstellung,
- Einhaltung des vorgegebenen Formats,
- datenschutzkonforme Eingabedaten,
- Reproduzierbarkeit der Ergebnisse.